Moskauer Büro der Sächsischen Wirtschaft eröffnet
Moskau, 18. Mai 2006. "Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen" steht auf dem Schild, das Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt und Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk anlässlich der heutigen Eröffnung angebracht haben. Die Dependance befindet sich in der Moskauer Zweigstelle der Leipziger Messe. Sie liegt am Ufer der Moskwa in der Nähe des Kremls.
Türöffner für Unternehmen aus Sachsen
Als "Türöffner" soll das Verbindungsbüro in erster Linie die Zusammenarbeit zwischen russischen und sächsischen Unternehmen intensivieren und von Moskau aufgelegte Staatsprogramme sondieren, um sie sächsischen Unternehmen zugänglich zu machen.
"Russland gehört neben China und Indien zu den boomenden Wirtschaftsmärkten der Welt und ist auch für Sachsen ein wichtiger Markt mit zukunftsträchtigen Potenzialen. Ich bin mir sicher, dass interessierte sächsische Unternehmer mit Hilfe unseres heute in Moskau eröffneten Verbindungsbüros die Möglichkeiten einer verstärkten Zusammenarbeit mit russischen Unternehmen voll ausschöpfen werden", so Milbradt während der Eröffnung des Büros und weiter: "Die Anzahl der mitreisenden sächsischen Unternehmen zeigt bereits, dass das Interesse groß ist, diese Geschäftsbeziehungen auszubauen."
Besondere Chancen böten die Bereiche Maschinenbau und Kfz-Zulieferindustrie, Umwelttechnik und Energieeffizienz, ergänzte Jurk.
Finanziert und federführend betreut wird das Büro von der Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS). Die sächsischen Branchennetzwerke VEMAS (Verbundinitiative Maschinenbau Sachsen) und AMZ (Automobilzulieferer-Verbundinitiative) unterstützen die Arbeit der Niederlassung. Leiter des Büros bzw. Beauftragter der Sächsischen Wirtschaft ist Dr. Manfred Liebl, der seit 1975 regelmäßig in Russland tätig ist. Mit seiner Fachkompetenz in den Schwerpunktbranchen Maschinenbau und Kfz-Zulieferung sowie seinen guten Kontakten zu russischen Unternehmen und zu Regierungsstellen wird er Unternehmen aus Sachsen dabei unterstützen, vom riesigen Potenzial des russischen Marktes zu profitieren.
Nach den Büros in St. Petersburg und in Ufa ist das Moskauer Büro die dritte Vertretung der sächsischen Wirtschaft in Russland. Im Unterschied zu den beiden anderen Dependancen wird die Moskauer Zweigstelle rein projektbezogen arbeiten. Insbesondere für die Branchen Maschinen- und Anlagenbau und Kfz-Zulieferung soll es vor Ort Aufträge für Unternehmen aus Sachsen akquirieren.
Die Bürogemeinschaft aus Leipziger Messe, Wirtschaftsförderung Sachsen und Sachsen LB bringt Synergieeffekte für die sächsischen Unternehmen mit sich.
Im vergangenen Jahr lieferte Sachsen Waren im Wert von 281,5 Millionen Euro nach Russland, das waren 1,6 Prozent mehr als im Jahr 2004. Besonders gefragt waren Maschinen für Papier- und Druckgewerbe, Papier und Pappe, kosmetische Produkte sowie Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung. Aus Russland wurden im Jahr 2005 Waren im Wert von rund 784 Millionen Euro eingeführt, vor allem Erdöl und Erdgas.
Update:
Dass Wirtschaftsförderung ganz wesentlich mit dem Engagement auf Auslandmärkten verknüpft ist, zeigt ein Beitrag im Görlitzer Anzeiger vom 15. Juni 2022.
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- Quelle: /SSK
- Erstellt am 18.05.2006 - 15:07Uhr | Zuletzt geändert am 16.12.2022 - 19:10Uhr
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