Niedrigzinsen: Wo gibt es für Anleger heute noch eine attraktive Rendite?

Niedrigzinsen: Wo gibt es für Anleger heute noch eine attraktive Rendite?Görlitz, 16. Januar 2022. Bereits seit vielen Jahren gehen Sparer zum Lachen in den Keller. Mit etwas Glück treffen sie dort auf ihre Zinsen. Kein Wunder, denn Festgeld, Tagesgeld und Sparbuch werfen kaum noch Gewinne ab. Gleichzeitig müssen gerade junge Verbraucher mehr private Altersvorsorge betreiben als je zuvor, denn ihnen droht im Alter nur noch eine schmale gesetzliche Rente. Wer mit seinem Geld noch eine Rendite erwirtschaften will, kommt deshalb um Aktien und Fonds kaum noch herum.

Abb.: Soll das Ersparte nicht von der Inflation teils aufgefressen werden, muss man sich mit Anlagemöglichkeiten beschäftigen, um mögliche Angebote besser einschätzen zu können oder selbst aktiv zu werden

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Sichteinlagen und die Inflation sorgen für finanzielle Verluste

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Viele Deutsche lassen ihr Nettovermögen auf sogenannten Sichteinlagen liegen – dabei handelt es sich um Girokonten, Sparbücher und Tagesgeldkonten. Aufgrund der jahrelangen Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank erwirtschaften Anleger dort aber kaum noch Zinsgewinne. Mittlerweile hat sich die Situation so verschärft, dass einige Geldinstitute bereits Negativzinsen fürs Guthaben verlangen: Sparer bezahlen fürs Parken ihres Vermögens auf diese Weise bares Geld.

Außerdem leidet das Ersparte unter der Inflation, deren Rate im November bei 5,2 Prozent lag. Das hat zur Folge, dass das Geld auf der hohen Kante immer weniger wert wird: Selbst bei einer Inflationsrate von ungefähr zwei Prozent pro Jahr verlieren Sparer bereits nennenswerte Teile ihres Vermögens.

Deshalb ist es nicht nur zur Risikominderung wichtig, sein Geld möglichst gestreut anzulegen: Eine breite Verteilung über verschiedene Produktklassen und Laufzeiten kann gegen die Folgen der Inflation helfen.

Aktienfonds und ETFs als Alternativen

Mit Aktienfonds lässt sich so eine Streuung erreichen: Wenn ein Wertpapier im Fonds an Wert verliert, können das andere gegebenenfalls durch ihre Gewinne ausgleichen. Darüber hinaus lassen sich mit Fonds attraktive Renditen erzielen – vorbehaltlich der Tatsache, dass die Kurse im Rahmen des Geschehens an den Börsen auch sinken können. Dennoch sind sie in der Regel gegenüber einzelnen Aktien die sicherere Alternative.

Zudem entdecken Kleinanleger in den letzten Jahren Aktienindexfonds ("Exchange Traded Funds", ETFs) als durchaus renditestarke Investitionsform immer mehr für sich. Bei ihnen handelt es sich um Fonds, die die Wertpapier-Zusammensetzung eines Aktienindex wie zum Beispiel des Deutschen Aktienindex (DAX) nachbilden: Geht es dem Index gut, trifft das auch auf den Index zu. Fallen die Kurse, schwächelt auch der ETF und bildet grundsätzlich diese Kursbewegung ab.

Dennoch eignen sich ETFs besonders fürs langfristige Geldanlegen, denn die lange Laufzeit gleicht das Auf und Ab an den Börsen weitgehend aus. Zwar kann man aus den Erfahrungen der Vergangenheit nie auf künftige Entwicklungen schließen, andererseits dürfte es schwierig werden, am Aktienmarkt eine bessere Alternative zufinden. Außerdem kosten ETFs als passiv gemanagte Fonds weniger Gebühren als aktive, denn sie kommen ohne bezahlte Fondsmanager aus.

Online-Finanzwissen für Anleger

Wer sich mit Aktien, Fonds und Co noch nicht so gut auskennt, findet im Internet zahlreiche Webseiten, die einem weiterhelfen. Besonders erwähnenswert sind hier Seiten wie Finanztip.de oder finanzenverstehen.de, mit denen Neu-Anleger sich einen ersten Überblick über das komplexe Thema verschaffen können.

Eine weitere Informationsquelle sind Podcasts rund um das Thema Finanzen. Der Podcast des Finanzdienstleisters tecis wendet sich beispielsweise besonders an die Gruppe der jungen Anleger, die durch ihr Schulwissen allein oft nicht ausreichend vorgebildet sind, um ihre Finanzplanung anzugehen.

Vor diesem Hintergrund haben es sich die Berater von tecis zur Aufgabe gemacht, mit den Hörbeiträgen des Podcasts Menschen zu erreichen, die noch am Beginn ihrer beruflichen Karriere stehen. Sie sollen mit dem Know-how aus den Beiträgen Finanzwissen aufbauen, um so finanzielle Entscheidungen selbstständig treffen zu können.

Themen der tecis-Hörbeiträge sind unter anderem die Folgen der Inflation fürs eigene Ersparte, die Tricks und Kniffe der Immobilienfinanzierung oder die Altersvorsorge.

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  • Quelle: red | Bildquelle: nattanan23 / Nattanan Kanchanaprat, Pixabay License
  • Erstellt am 16.01.2022 - 08:25Uhr | Zuletzt geändert am 16.01.2022 - 09:22Uhr
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