Flurförderzeuge als variable Alleskönner in der Logistikbranche

Flurförderzeuge als variable Alleskönner in der LogistikbrancheGörlitz, 1. September 2021. Handhubwagen, Hochhubwagen oder Gabelstapler mit Verbrennungsmotor – diese und weitere Flurförderzeuge sind das Herzstück vieler Logistikketten, in der Fachwelt Supply Chains genannt. Während Förderbänder in den Bereich der Stetigförderer fallen, zählen Gabelstapler, Hubwagen aller Art oder auch Kommissionierfahrzeuge zu den Unstetigförderern. Ihr Vorteil ist, dass sie eine extreme Einsatzflexibilität haben. So können die von ihnen durchgeführten Warentransporte und die Leistung je nach Bedarf verändert und gesteigert bzw. erhöht werden. In welche Kategorien Flurförderzeuge eingeteilt werden und wo sie zum Einsatz kommen, hat der Görlitzer Anzeiger zusammengefasst.

Symbolfoto: aniseth, Pixabay License (Bild beschnitten)

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Unterteilung von Flurförderzeugen in drei Kategorien

Welche Transportfahrzeuge gehören überhaupt zur übergeordneten Gruppe der Flurförderzeuge? Die verschiedenen Varianten reichen vom einfachen Schlepper über spezielle Fahrzeuge für den Lagerbetrieb und Gabelstapler bis hin zu autonom agierenden Transportsystemen, die fahrerlos funktionieren. Grundsätzlich lassen sich Flurförderzeuge in drei voneinander abgrenzbare Kategorien einteilen:


    • Lagertechnikgeräte

      Die einfachsten Flurförderzeuge in dieser Kategorie sind Handhubwagen, die auch als Niederhubwagen bezeichnet werden. Sie verfügen über einen mechanischen Pumpmechanismus zum Anheben und Absenken von Ladungsträgern wie beispielsweise Paletten oder Gitterboxen. Hochhubwagen, die ebenfalls zu den Lagertechnikgeräten zählen, sind hingegen komplexer aufgebaut. Sie verfügen in der Regel über ein Hubgerüst mit elektrohydraulischem Hubmechanismus und meistens auch über einen Elektromotor. Hochhubwagen sind für das einfache Anheben oder Ein- und Auslagern von Ladungsträgern in größeren Höhen konzipiert.

    • Flurförderzeuge der Fördertechnik

      Zu den typischen Flurförderzeugen für den Warenumschlag und Transport zählt die Gruppe der Frontstapler, die auch als Gegengewichtsstapler bezeichnet werden. Wesentliche Merkmale solcher Stapler sind ein hydraulisches Hubgerüst, welches vorne am Fahrzeug in Fahrtrichtung verbaut ist, und das Gegengewicht am Fahrzeugheck. Je schwerer diese Gewichte sind, desto tragfähiger ist der Stapler. Die Hubhöhen der Gabelstapler richten sich nach der Ausführung ihrer Hubgerüste.

    • Sonderfahrzeuge

      Neben den genannten Varianten gibt es diverse Spezialfahrzeuge für den Einsatz in der Logistikbranche. Hierzu gehört unter anderem der sogenannte Reach Stacker für Umschlag von Containern (z. B. an großen Häfen und allgemein an Warenumschlagplätzen). Darüber hinaus fallen auch Geländestapler für den Einsatz auf Baustellen oder speziell ausgestattete Schwerlaststapler in den Bereich der Sonderfahrzeuge.

Diese Antriebsarten sind bei Flurförderzeugen möglich

Heutige Flurförderzeuge können grundsätzlich entweder über einen elektronischen Antrieb oder über einen Verbrennungsmotor verfügen. Verbrennungsmotoren für Gabelstapler sind entweder speziell gefertigte Industriemotoren oder modifizierte Serienmotoren aus dem Automobilbereich. Als Treibstoffe können Diesel oder Flüssiggas – bekannt als Liquid Petrol Gas LPG – zum Einsatz kommen.

Vorteilhaft ist bei dieser Antriebsart für Flurförderzeuge die Leistungsstärke sowie die einfache und schnelle Betankung bzw. der schnelle und einfache Wechsel der Gastanks. Elektrostapler werden hingegen durch integrierte Batterien mit Energie versorgt. Blei-Säure- und Gel-Batterien werden am häufigsten genutzt. Sie sind vergleichbar mit den Starterbatterien, wie sie in herkömmlichen Pkw zum Einsatz kommen. Nach mehreren Stunden Dauereinsatz, wie beispielsweise im Mehrschichtbetrieb, ist ein Batteriewechsel erforderlich.

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  • Quelle: red | Foto: aniseth, Pixabay License (Bild beschnitten)
  • Erstellt am 01.09.2021 - 17:27Uhr | Zuletzt geändert am 01.09.2021 - 17:57Uhr
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