Gute Gründe für das Rad

Gute Gründe für das Rad Görlitz, 24. Januar 2021. Das Fahrrad ist seit seiner Erfindung im Jahre 1817 ein essenzieller Bestandteil der weltweiten Mobilität. Dieser Status hat seit seiner Erfindung nicht ab-, sondern stetig zugenommen. Das hat gute Gründe. Schließlich ist so ein Fahrrad praktisch, kostengünstig und kann sowohl auf dem Weg zur Arbeit als auch in der Freizeit eingesetzt werden. Warum das Rad nach wie vor diese große und elementare Bedeutung für die Menschen hat, darum soll es in der heutigen Sonntagslektüre gehen.

Abb.: Seitdem der Schnee später kommt und eher geht ist Radfahren zum Ganzjahresereignis geworden

Foto oben: Damian Konietzny, Pixabay License

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Mit dem Rad durch den Alltag

Mit dem Rad durch den Alltag

Schneeberäumte Radwege sollten zumindest bei mildem Winterwetter örtlich selbstverständlich sein

Foto: Rudy und Peter Skitterians, Pixabay License

Wie allgemein anerkannt ist das Fahrrad einfach ein gutes Verkehrsmittel. Man braucht kein Benzin – der Fahrradhilfsmotor von ehedem hat ausgedient – und man kann sich hervorragend in der Stadt und auf dem Land bewegen. Zwar ist es für zu lange überregionale Fahrten nicht unbedingt geeignet, jedoch verhindert es unnötige kurze Fahrten mit dem Pkw. Die Zahl der Menschen, die täglich mit dem Rad zur Arbeit kommen, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Sogar in den Ballungsräumen, in denen die öffentlichen Verkehrsmittel gut ausgebaut sind und eigentlich stark genutzt werden, sind im Jahr 2020 auch wegen der coronabedingten Abstandsregeln viele Bürgerinnen und Bürger auf das Zweirad umgestiegen. Im Landkreis Görlitz wird Radfahren seit dem Jahr 2002 mit der Sternradfahrt propagiert, die sogar mit dem Sächsischen Fahrradpreis ausgezeichnet und prämiert wurde.

Sport ist gesund

Dass Sport gesund ist, ist natürlich bekannt. Leider kommen wir im Alltagsstress – Oder Alltagstrott? – immer wieder zu wenig zum Sport. Viel zu oft lässt man sich nach der Arbeit auf die Couch fallen, statt seine Laufschuhe zu schnüren oder in das Fitnessstudio zu gehen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man sportliche Betätigung in seinen Alltag integriert, um seine Gesundheit zu fördern. Vor allem mit dem Fahrrad ist die tägliche Routine und damit die Integration in den Alltag kein Problem. Radfahren ist gesund, wird auch auf dem Portal minimed.at unter Verweis auf positive Effekte für das Herz-Kreislauf-System und die Muskulatur bei gleichzeitiger Schonung der Gelenke bestätigt. Wer zur Arbeit und wieder zurückfährt, bei dem ist die sportliche Komponente bereits im Alltag angekommen.

Tolles Erlebnis beim Reisen

Urlaub ist ein wichtiger Ausgleich zum Alltagsleben. Viele Menschen schwören darauf, im Urlaub viel Sport zu treiben, weswegen Urlaube mit dem Fahrrad seit jeher bliebt sind. Mit dem Rad kommt man oft an Stellen einer Landschaft, die man zu Fuß oder mit dem Auto vermutlich nicht oder nur sehr viel schwerer erreicht hätte. Alles in allem erzeugt das Fahren mit dem Rad ein unglaubliches Freiheitsgefühl, das man sich in jedem Moment immer wieder wünscht. Dabei muss man nicht einmal sein eigenes Fahrrad mit in den Urlaub nehmen. Regionale Fahrradverleiher – selbst auf den Inseln – bieten vor Ort fast alle Fahrradmodelle an, die man sich als Urlauber nur wünschen kann. Auch bei den Experten von sylt-fahrrad.de kann man sich als Urlauber informieren.

Rad und Kostenersparnis

Weil Fahrräder mit Muskelkraft – und immer öfter elektrisch unterstützt – angetrieben werden, verbrauchen sie selbstverständlich keinen Kraftstoff, wenn gegebenenfalls der Pedelec-Akku mit Ökostrom geladen wird. Abgesehen von den Treibstoffkosten spart das Nutzen des Drahtesels darüber hinaus einiges an Geld. Im Vergleich zu einem Auto hat ein Rad natürlich deutlich geringere Wartungskosten. Reparaturen fallen seltener an und bei kleinen Schäden ist die Reparatur auch verhältnismäßig günstig oder kann sogar mit etwas Geschick selbst erledigt werden. Damit ist der Kostenfaktor selbst im Vergleich zu den öffentlichen Verkehrsmitteln oftmals deutlich günstiger, denn betrachtet man die Kosten, die im Jahr für ein Rad anfallen, sind diese allermeistens geringer als die Preissumme der monatlichen Karten für den öffentlichen Personennahverkehr. Unter günstigen Umständen haben sich die Kosten des Fahrrades bereits im Anschaffungsjahr rentiert, insbesondere, wenn es auch im Winter genutzt wird.


Kommentar:

Das Fahrrad auch im Winter nutzen – das hat man früher nicht gemacht, weil es für die meisten außerhalb der Vorstellungskraft lag. Doch seit Jahren verlaufen die Winter erheblich milder und in vielen Gegenden immer wieder fast ohne Schnee. Seitdem sind auch in der kalten Jahreszeit mehr Radfahrer unterwegs.

Und wenn es doch einmal so richtig schneit? Dann ist das wie aktuell in Görlitz Anlass für Diskussionen rund um die Schneeberäumung auf den ausgewiesenen Radwegen, die in Auslegung der Rechtsprechung als Fahrbahnen ja Teil des vom Winterdienst freizuhaltenden Straßennetzes sind. Die Radwege mit dem Argument "Bei Schnee fährt doch niemand Rad!" im Schnee versinken zu lassen, scheint jedenfalls überlebt.

Andererseits müssen frostresistente Hardcore-Radler eine Grenze ziehen, bei welchen Witterungsbedingungen es schlicht und ergreifend vernünftiger ist, mal auf den geliebten Drahtesel zu verzichten, meint

Ihr Thomas Beier

Kommentare Lesermeinungen (2)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Nachtrag zu obigem Kommentar

Von Harry Kießlich am 27.01.2021 - 10:19Uhr
Kinderfahrräder gab es damals wohl noch nicht. Es war ein Damenfahrrad. Da wurde an der Stützstange ein Sattel weiter unten angebracht.

Auch muss ich mein damaliges Alter korrigieren. Ich war schon 10 Jahre. (Gut, dass man noch Cousins hat.)

Radfahren

Von Harry Kießlich am 24.01.2021 - 18:23Uhr
Ich wohnte bis zu meinem 17. Lebensjahr in Schönbrunn (Studtniska), zirka sieben Kilometer von Görlitz. Mit acht Jahren bekam ich mein erstes Fahrrad. Da sind sind wir mehrmals in der Woche nach Görlitz gefahren. Meist zum Kaufhaus, um dort mit dem Fahrstuhl zu fahren. Oder an die Neiße zum Kahnfahren. Später täglich in meiner Lehrzeit in der Wumag, Abt. Maschinenbau.

Das habe ich auch nach der Vertreibung hier im Westen beibehalten und bin hier auch täglich zur Arbeit gefahren. Jetzt bin ich 92 Jahre jung und fahre fast täglich meine 20 bis 30 Kilometer mit dem Rad, seit zwei Jahren mit einem E-Bike. Ich glaube, das hat mich bis heute gesund gehalten.

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  • Quelle: red / Kommentar: Thomas Beier | Foto Radfahrer in der Sonne: Damian Konietzny, Pixabay License; Foto Radfahrer auf winterlichem Waldweg: Skitterphoto / Rudy and Peter Skitterians, Pixabay License
  • Erstellt am 24.01.2021 - 09:10Uhr | Zuletzt geändert am 24.01.2021 - 11:40Uhr
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