Görlitzer Kantinenlesen Runde drei

Görlitzer Kantinenlesen Runde dreiGörlitz-Zgorzelec | Berlin. Das Görlitzer Kantinenlesen, die erste regelmäßige Görlitzer Lesebühne mit Berliner Poeten, geht am Freitag, dem 28. Oktober 2008, in die dritte Runde. Mit dabei ist diesmal neben den Berliner Schriftstellern Spider und Robert Naumann auch Ahne, der als einer der bekanntesten Lesebühnenautoren der Welt gilt. Regelmäßig sind seine „Zwiegespräche mit Gott“ im Radio Eins zu hören, einem intelligenten Radiosender für junge und junggebliebene Erwachsene.

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Poesie aus der Hauptstadt

 Poesie aus der Hauptstadt

Kein Novemberblues im Basta!, dafür frische Poesie. Das Jugendkulturzentrum befindet sich in der Nähe der Görlitzer Altstadtbrücke. Foto: /BeierMedia.de

Ohne Hilfe geht so ein Leseprojekt nicht über die Bühne. Die kommt von der Kulturstiftung des Bundes und ermöglicht, dass acht Monate lang immer am letzten Freitag des Monats je drei Berliner Poeten nach Görlitz ins Basta! kommen und ihre Geschichtenlesen - meist kurze und lustige Texte, nicht tiefgründig politisch, aber auch nicht flach, eher unterhaltsam aus und über den Alltag, oft witzig, mal zum Nachdenken, mal zu schallendem Lachen anregend. Danach legen jeweils lokale DJs aus Görlitz passende Musik auf.

Bisher waren Autoren Dan Richter (Kantinenlesen Berlin), Uli Hannemann (Reformbühne Heim und Welt), Jochen Schmidt (Chaussee der Enthusiasten), Stephan Zeisig (Chaussee der Enthusiasten) und Bohni (Chaussee der Enthusiasten) zu Gast. Schon zur Premiere am 26. September waren alle Plätze belegt und bei der zweiten Auflage am 31. Oktober mussten zusätzliche Stehplätze eingerichtet werden.

Die gesamte Veranstaltungsreihe ist ein Ableger des Kantinenlesens in Berlin. In der Hauptstadt gibt es verschiedene Lesebühnen, die an unterschiedlichen Wochentagen stattfinden und bei denen Berliner Autoren ihre Texte lesen. Das Best Of daraus ist das Kantinenlesen, das seit dem Jahr 2000 jeden Sonnabend in der Kulturbrauerei stattfindet, und zwar in der Alten Kantine, die für den Namen der Veranstaltungsreihe verantwortlich ist. In Berlin spricht das Kantinenlesen ein aufgeschlossenes Publikum zwischen 16 und 65 Jahren an. Das Basta! will sich mit dem Ableger der Veranstaltung für Literaturinteressierte jeden Alters öffnen.

Für Kontinuität sollen auch Ort, Zeit und Preis stehen: Bis April 2009 findet das Görlitzer Kantinenlesen immer am letzten Freitag im Monat im Görlitzer Basta!, Hotherstraße 25, statt. Einlass ist immer 20 Uhr, Beginn 21 Uhr, am Einlass sind immer drei Euro zu berappen. Willkommen sind alle Gäste zwischen 16 und 116.

Hingehen!
Kantinenlesen im Basta!,
Hotherstraße 25, Görlitz (Nähe Altstadtbrücke)
28. November 2008, Einlass 20 Uhr, Beginn 21 Uhr
Eintritt drei Euro

Es lesen:
Ahne (Surfpoeten), Spider (Surfpoeten und LSD-Liebe Statt Drogen), Robert Naumann (Chaussee der Enthusiasten)

Danach:
Party mit dem DJ-Team OsTOsT (Freistil)

Poeten geoutet:

Ahne, geboren 1968 in Berlin-Buch, heißt eigentlich Arne Seidel und ist ein deutscher Schriftsteller. Ahne lernte in der DDR Offset-Drucker und Schießen. Mit der Wende 1989 wurde er arbeitslos, dann Hausbesetzer. Eine Zeit lang betätigte er sich lokalpolitisch in der Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Lichtenberg. Seit 1995 gehört Ahne zum Stamm der Berliner Lesebühne Reformbühne Heim & Welt, die jeden Sonntag im Kaffee Burger veranstaltet wird, und seit 1997 zu den Surfpoeten, die sich Mittwochs im Ballhaus Ost treffen. Daneben tritt er als Sänger, Plattenaufleger und Fußballexperte auf. Regelmäßig sind seine „Zwiegespräche mit Gott“ in der Show Royale im Berliner Radio Eins zu hören. Viele seiner Beiträge wurden in Anthologien veröffentlicht. Seine beiden eigenen Kurzgeschichten-Sammlungen „Wie ich einmal die Welt rettete“ und „Ich fang noch mal von vorne an“ erschienen 2001 und 2003. Später folgten die Veröffentlichungen „Die Surfpoeten“ (2004), „Zwiegespräche mit Gott“ (2007) und Was war eigentlich morgen“ (2008). Ahne lebt heute mit Freundin und drei Kindern in Berlin-Pankow. Als Künstler und Autor verzichtet er auf die Nennung seines Nachnamens.
http://www.ahne-international.de

Spider, geboren 1971 als Andreas Krenzke in Berlin-Hohenschönhausen, absolvierte von 1987 bis 1990 eine Ausbildung und wurde Facharbeiter für BMSR-Technik. Später studierte er Physik und Geografie. 1996 gründete er mit anderen die Berliner Lesebühne "Supernova", die später "Ein Keller Buntes" und heute „LSD - Liebe Statt Drogen“ heißt. Von nun an betätigte er sich als Schriftsteller. Im Jahr 2000 wurde er bei den „Surfpoeten“ aufgenommen. Es folgten Auftritte in Klubs, Theatern, Bars und Goethe-Instituten überall in Deutschland, aber auch in der Schweiz, Frankreich, den Niederlanden und Dänemark. Daneben tritt er als Gast bei anderen Berliner Lesebühnen, in Kabaretts und Comedy Clubs auf. Auf sein erstes Buch „Im Arbeitslosenpark“ folgte kürzlich das Werk „Imbiss wie damals“.
http://www.andreaskrenzke.de

Robert Naumann, geboren 1973 in Thüringen, ist in Sachsen ausgewachsen und lebt mittlerweile in Berlin. Im Herbst 1999 war er Mitbegründer der Lesebühne "Chaussee der Enthusiasten". Dieser gehört er bis heute an.
http://www.robertnaumann.blogspot.com

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  • Quelle: /red
  • Erstellt am 15.11.2008 - 09:03Uhr | Zuletzt geändert am 15.11.2008 - 10:07Uhr
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