Punk aus Breslau auf der Görlitzer Straße

Dresden | Breslau (Wrocław), 6. Oktober 2016. Die 5. Polnisch-Deutschen Kulturtage in Dresden, die seit dem 25. September und noch bis zum 20. November 2016 im Gange sind, stehen unter dem Motto "Wrocław – Europäische Kulturhauptstadt 2016 – unsere Partnerstadt". Sie zeigen in Ausstellungen, Konzerten, Lesungen, Filmen und Vorträgen die kulturelle Metamorphose der Niederschlesischen Metropole an der Oder. Der Görlitzer Anzeiger empfiehlt zwei Filme, die im Thalia Cinema . Coffee and Cigarettes auf der Görlitzer Straße 6 in Dresden gezeigt werden.
Grafikquelle: Polnisches Institut Berlin – Filiale Leipzig

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Was ist eigentlich Punk?

Thema: Woanders

Woanders

"Woanders" – das ist das Stichwort, wenn der Görlitzer Anzeiger auf Reisen geht und von Erlebnissen und Begegnungen "im Lande anderswo" berichtet. Vorbildliches, Beispielhaftes und Beeindruckendes erhält so auch im Regional Magazin seine Bühne.

  • Freitag, 7. Oktober 2016, 20 Uhr,
    Thalia Cinema, Coffee and Cigarettes, Görlitzer Straße 6, 01099 Dresden:
    FOR BEING ALIVE - PUNK FROM WROCLAW
    Musikdokumentation unter der Regie von Tomasz Nuzban, PL 2014, 68 min, Original mit Untertiteln.
    Zur Aufführung sind zu Gast Tomasz Nuzban sowie Marek Świerk und Cezary Marszewski (Drehbuch).

    Breslau, das sich aktuell als Europäische Kulturhauptstadt bunt, kulturaffin, vielfältig und weltoffen präsentiert, sah in den achtziger Jahren noch ganz anders aus - aber kulturelles Ödland war die Stadt nie. Die politisch-dadaistischen Aktionen der "Orangen Alternative" haben es längst in die Schulbücher geschafft. Die blühende Subkultur - lange vergessen - hat Regisseur Nuzban (geboren 1975) jetzt wieder ans Tageslicht gezerrt. Sein Kollektivporträt zeigt den Aufstieg der Oderstadt Ende der siebziger Jahre zu einem der Zentren der alternativen Musikszene Volkspolens.
    Nuzban zeigt die Suche verzweifelter Individualisten nach einer Lebensstrategie in einer erstarrten, bisweilen absurden Gesellschaft. Dabei stellt er immer wieder die Frage: Was ist eigentlich Punk?

  • Freitag, 7. Oktober 2016, 22 Uhr,
    Thalia Cinema, Coffee and Cigarettes, Görlitzer Straße 6, 01099 Dresden:
    GRENZLAND EINE REISE
    Dokumentation, Regie: Andreas Voigt, D 1992, 90 min, Originalfassung.

    Vor ziemlich exakt 25 Jahren schlossen Deutschland und Polen den "Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit", der nach dem jahrzehntelangen Nebeneinander endlich ein freundschaftliches Miteinander wachsen lassen sollte. Wie sah dieses Miteinander in der Realität jener Zeit aus?
    Andreas Voigt hat damals den Grenzstreifen bereist, besuchte Straßenmärkte, Grenzübergänge, Wohnzimmer, Nachtklubs, Fabriken und Kneipen, traf Nazis, Vertriebene, Bauern, Alkoholiker, Imbissbudenbetreiber, Schiffskapitäne... den Querschnitt Gesellschaft. Die Rede ist von offenen Wunden, sozialem Auf- und Abstieg, Zukunftsangst, Neuanfang und dem Leben in der Provinz, an einem Begegnungsort der Kulturen mitten in Europa.
    Der 1953 geborene Grimme-Priesträger Andreas Voigt hat Physik in Krakau (Kraków) studiert und spricht fließend Polnisch. Nach seinem Regiestudium in Potsdam-Babelsberg arbeitete er zunächt für die DEFA, nach deren Ende als freischaffender Autor und Regisseur. Bekannt wurde er or allem durch seine "Leipzig-Filme" – der bislang letzte der sechs Teile ("Alles andere zeigt die Zeit") war 2015 Eröffnungsfilm des Festivals DOK Leipzig.

Aufführungen der 5. Polnisch-Deutschen Kulturtage in Dresden in Zusammenarbeit mit dem Kraszewski-Museum Dresden und Thalia Cinema . Coffee and Cigarettes

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  • Quelle: red | Grafikquelle: Polnisches Institut Berlin – Filiale Leipzig
  • Erstellt am 06.10.2016 - 12:35Uhr | Zuletzt geändert am 06.10.2016 - 13:13Uhr
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