Wieder zeitgeschichtliches Kino im Görlitzer Schönhof
Görlitz, 9. Februar 2016. Eine deutsch-polnische Familiengeschichte von der Nachkriegszeit bis in die jüngere Vergangenheit ist der Inhalt des Dokumentarfilms "Söhne" von Volker Koepp. Die Kulturreferentin für Schlesien zeigt den Film, ein Dokument deutsch-polnischer Feindschaft und Aussöhnung, Mitte Februar in der Reihe "Das östliche Europa im deutschen Film".
Abbildung: Filmszene aus "Söhne" von Volker Koepp, Foto: © Edition Salzgeber.
Die vergessene Generation der Kriegskinder
Der Hintergrund der Handlung liegt im westpreußischen, runde 50 Kilometer nördlich von Danzig (heute Gdańsk) gelegenen Celbau (heute Celbowo). Hier wird die Familie Paetzold im Winter 1945 auseinandergerissen. Während die beiden älteren Söhne mit der Mutter in Richtung Westen fliehen, bleiben die beiden jüngeren auf dem Familiengut bei den Großeltern zurück. Als die Mutter vom Tod ihrer Eltern erfährt, geht sie im Sommer 1945 waghalsig in die Heimat zurück, die inzwischen unter polnischer Verwaltung steht, um ihre verschollenen Söhne zu suchen. Sie wird verhaftet, die Familie gerät durcheinander. Der Film endet als Dokument der Menschlichkeit über Grenzen hinweg.
Der 1944 in Stettin (heute Szczecin) geborene Volker Koepp, seit 1970 mit dem DEFA-Studio für Dokumentarfilm in Potsdam-Babelsberg verbunden, drehte seit den neunziger Jahren eine mehrere Filme über Osteuropa, darunter die mehrfach ausgezeichneten "Kalte Heimat" (1995) über das nördliche Ostpreußen und "Herr Zwilling und Frau Zuckermann" (1999) über die deutschsprachige jüdische Kultur in Czernowitz. Weitere Filme folgten, zuletzt "In Sarmatien" (2013).
Eine Veranstaltung der Kulturreferentin für Schlesien in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) in Oldenburg.
Prädikat: Hingehen!
- Montag, 15. Februar 2016, 19 Uhr,
Schlesisches Museum zu Görlitz, Eingang Fischmarkt 5, 02826 Görlitz.
Der Eintritt kostet sechs Euro, ermäßigt zweieinhalb weniger.
Tipp!
Zur Einführung in den Film "Söhne" spricht Museumsdirektor Dr. Markus Bauer. Nach der 104-minütigen Vorführung besteht die Möglichkeit zum Gespräch. - Montag, 7. März 2016, 19 Uhr:
Spielfilm "Die Kindheit" von Siegfried Kühn - Montag, 4. April 2016, 19 Uhr:
Dokumentarfilm "Deutschlands Osten - Polens Westen?" von Hansjakob Stehle
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- Quelle: red | Fotos: © Edition Salzgeber
- Erstellt am 09.02.2016 - 09:46Uhr | Zuletzt geändert am 09.02.2016 - 10:31Uhr
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