Heute Kunstpause!
Görlitz, 16. Juli 2014. Zur heutigen Kunstpause um 12 nach 12 Uhr steht das Bildnis des Curt Reinicke von Callenberg im Mittelpunkt. Es ist aktuell in der Sonderausstellung "Ritter, Junker, Edelleute. Der Adel der Oberlausitz in Mittelalter und Früher Neuzeit" im Görlitzer Schönhof zu sehen. Die Historikern Ines Anders wird den Kupferstich eines unbekannten Künstlers aus dem Bestand des Kulturhistorischen Museums vorstellen.
Aufstieg in Sachsens Oberlausitz
Der Dreißigjährige Krieg bedeutete nicht nur für das gemeine Volk, sondern auch für viele Oberlausitzer Adelsfamilien den wirtschaftlichen Ruin. Ungefähr ein Drittel der hiesigen Landgüter war nach dem Krieg wohlfeil zu haben, aber nur wenige Adlige hatten ausreichend Geld dazu. Als die Oberlausitz im Jahr 1635 an Sachsen fiel, siedelten sich sächsische Adelsfamilien hier neu an.
Wegen seiner militärischen Verdienste für den sächsischen Kurfürsten im Dreißigjährigen Krieg hatte der aus Hessen stammende Curt Reinicke von Callenberg (1607 bis 1672) die Hand von Ursula Katharina Burggräfin zu Dohna (1622 bis 1671) erhalten und war so in den Besitz der Standesherrschaft Muskau gelangt. Hier sorgte er für die Überwindung der Kriegsschäden und förderte die Wirtschaft. Darüber hinaus unterstützte er als Landvogt der Oberlausitz - der höchste Vertreter des sächsischen Landesherrn - den Wiederaufbau der zerstörten und verarmten Gebiete.
Sein hohes Ansehen am sächsischen Hof brachte Curt Reinicke von Callenberg das Amt des Oberhofmarschalls ein. Kaiser Ferdinand III. (1608 bis 1657) erhob ihn 1651 in den Freiherrnstand und Kaiser Leopold I. (1640 bis 1705) 20 Jahre später sogar in den Reichsgrafenstand.
Hingehen!
Mittwoch, 16. Juli 2014, 12.12 Uhr,
Schönhof (Schlesisches Museum zu Görlitz), Brüderstraße 8, 02826 Görlitz.
Eintritt drei Euro, ermäßigt zwei.
Kunstpause 12 nach 12.
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- Quelle: red
- Erstellt am 16.07.2014 - 08:54Uhr | Zuletzt geändert am 16.07.2014 - 09:39Uhr
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