Görlitzer Kantinenlesen #47 zu Weihnachten

Görlitz, 20. Dezember 2013. Zu Weihnachten ist alles anders: Für das Görlitzer Kantinenlesen bedeutet das Fest den Umnzug vom gewohnten Freitag zum Donnerstag, dem 26. Dezember. Der sich schon in den vergangenen Jahren immer wieder als idealer Termin für die Görlitzer Lesebühne mit Berliner Autoren bewährt. Erfahrungsgemäß wird das Basta! sehr voll, die Veranstalter empfehlen frühes Kommen. Diesmal neu dabei: Thilo Bock (Foto: Basta!) aus Berlin.

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Die Alternative zum Weihnachtsstress zuhause

Das Görlitzer Kantinenlesen ist seit September 2008 überaus beliebt und wird durch die finanzielle Unterstützung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien und der Stadt Görlitz möglich. Immer am letzten Freitag im Monat (Dezember: Donnerstag, 26.) je drei Berliner Schriftsteller ins Görlitzer Jugendkulturzentrum Basta! und lesen ihre meist außerordentlich unterhaltsamen Geschichten vor.

Das sind die schriftstellernden Vorleser resp. vorlesenden Schriftsteller am 26. Dezember

Thilo Bock
, geboren im Sommer 1973 in Berlin, liest, singt und trinkt seit vielen Jahren regelmäßig vor Publikum in seiner Heimatstadt. Seine Randkulturveranstaltung "Dichter als Goethe“ findet jeden letzten Sonntag im Monat statt. Dazu lädt er sich jeweils einen Lieblingsgast ein. „Dichter als Goethe“ gibt es seit September 2013 auch als Buch. Es enthält erstaunliche Heiligenlegenden und Geschichten aus Spaß.
Bereits seit 1995 leitet Thilo Bock Gruppen beim "Workshop Schreiben“, der sich inzwischen „Schreibwerkstatt Berlin“ nennt und vom Verein Kreatives Schreiben e.V. veranstaltet wird. 1997 veröffentlichte ein kleiner Berliner Verlag unter dem Titel "Vogel sucht Fallschirm“ vierzehn Geschichten und eine Lobpreisung von ihm. Im gleichen Jahr wurde er Redaktionsleiter von "ätzettera“, was er bis 2006 blieb. Seit 2001 liest und singt er regelmäßig auf Berliner Lesebühnen. Von Dezember 2001 bis Dezember 2008 trat er bei der monatlichen "MaraBühne“ auf. Im April 2002 beteiligte er sich an der Gründung der Gruppe "Blauer Drache“, die sich später "Erfolgsschriftsteller im Schacht“ nannte und die er Ende 2005 verließ. Seit der Premiere im März 2006 gehört er zum Team der "Lesershow Wedding“. Seit Januar 2007 ist er monatlich und gemeinsam mit einem Gast "Dichter als Goethe“, eine Veranstaltung, die im Berliner Schokoladen stattfindet. Im Februar 2009 erschien sein Roman "Die geladene Knarre von Andreas Baader“. Im September 2011 folgte "Senatsreserve“. Seit 2011 ist er zudem Redakteur der Literaturzeitschrift "Salbader“. In seiner Freizeit beschäftigt sich Thilo Bock mit Lebensmitteln und Bastelarbeiten.
Mehr: http://www.thilo-bock.de

Micha Ebeling, Jahrgang 1965, stammt aus der Magdeburger Börde. 1989 zog er nach Berlin, wo er den Mauerfall durch ein von ihm in Zusammenarbeit mit Siggi und Heike entwickeltes Mantra einleitete. Er schreibt Kurzgeschichten und andere kurze Texte, die er bei der Berliner Lesebühne "LSD - Liebe Statt Drogen" und auf anderen Bühnen vorliest. Seine Hobbys sind Poetry Slam und Impro-Theater. Er war lange Zeit sowohl berüchtigt für seine drastischen Schilderungen volkstümlichen Lebens als auch berühmt für seine sensiblen Schimmerland-Gedichte. Inzwischen ist er bundesweit bekannt geworden, dank pointiert und präzise vorgetragener Slam-Texte. 2007 erschien beim Verlag Voland & Quist sein Buch "Restekuscheln".
Mehr: http://www.michaebeling.de

Andreas Gläser, geboren 1965 in Berlin-Prenzlauer Berg, ist Autor und Gründer der Lesebühne „Chaussee der Enthusiasten“. Er arbeitete als Tiefbauer, Brandschutzmonteur und Lüftungsbauer. Zum Schreiben kam Gläser über den Fußball. Er veröffentlichte in diversen Fußball-Fanzines. Seit 1998 beteiligt er sich regelmäßig an den Lesungen der „Reformbühne Heim & Welt“ und bei den „Surfpoeten“. 1999 war er Mitbegründer der Lesebühne „Chaussee der Enthusiasten“ sowie der Zeitschrift „Brillenschlange“. Seit er 2001 drei Texte in Wladimir Kaminers Anthologie „Frische Goldjungs“ veröffentlichte, ist er einem größeren Publikum bekannt. 2002 erschien sein Debüt „Der BFC war schuld am Mauerbau“ und 2003 folgte sein Hörbuch „Zonenschläger“. Um 2004 legte er als “DJ Baufresse” Vinyl auf und schob CDs ein. In seinem 2006 erschienen Buch „DJ Baufresse“ hat er sich die Lebenswelt der Bauarbeiter vorgenommen, nach und vor der Wende in der DDR. Im Herbst 2007 stand er in Berlin-Lichtenberg im Theaterstück Dynamoland als Autor, Saxophonist und DJ auf der Bühne. 2010 veröffentlichte er seinen ersten Roman „Bambule Berlin“. Seine kurzen, pointierten Geschichten finden sich in zahlreichen Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften.
Mehr: http://www.baufresse.de

Musikprogramm mit Andrés Atala-Quezada

Wie klingt das McDonald's-Jingle im Barockstil? Kann ein Name vertont werden? Hat ein Volkslied das Zeug zu einem Rocksong? Die Antwort lautet: ja!

Der Pianist Andrés Atala-Quezada aus Berlin nimmt, was er in die Ohren bekommt und macht daraus Musik. Der 1980 in Rostock geborene Künstler fuhr, trotz seines klassischen Klavier-Studiums, stilistisch schon immer mehrgleisig. Seine Improvisationen wechseln, wenn es sein soll, von einem Genre ins nächste, von der Wiener Klassik in den Jazz, vom Pop in die Romantik. Dabei wird der Zuhörer immer mit eingebunden, ja seine Vorgaben sind die eigentliche Inspiration für die entstehenden Klavier-Stücke.
Die Fähigkeit zur spontanen Musik kommt dem gebürtigen Rostocker auch beim Improvisationstheater zugute. Seit Dezember 2000 spielt Andrés Atala-Quezada Improtheater, seit 2007 ist er fester Pianist bei "Foxy Freestyle“ und regelmäßiger Spezialgast bei den Berliner Lesebühnen.
Mehr: http://atala-gedichte.blogspot.de

Prädikat: Hingehen!
Donnerstag, 26. Dezember 2013, Einlass 20 Uhr, Beginn 21 Uhr,
Jugendkulturzentrum Basta!, Hotherstraße 25, 02826 Görlitz
(Nähe Altstadtbrücke)
Eintritt: ja
Wieviel? vier Euro für jedermann
Autoren: Thilo Bock (Dichter als Goethe), Micha Ebeling (LSD - Liebe statt Drogen) sowie Andreas Gläser
Musikalische Begleitung: Andrés Atala-Quezada (Klaviermusik aus Berlin)

Mehr Basta!
http://www.basta-club.net

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  • Quelle: red | Foto: Basta!
  • Erstellt am 20.12.2013 - 09:09Uhr | Zuletzt geändert am 20.12.2013 - 09:41Uhr
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