Zu den Bolzplätzen in Görlitz

Zu den Bolzplätzen in GörlitzGörlitz, 2. Mai 2019. Während Die Görlitzer Linkspartei die Aktivitäten der Stadtverwaltung zur Ausweitung der Sportmöglichkeiten in der Stadt grundsätzlich begrüßt, aber die Unterfinanzierung beklagt, kritisiert die AfD den administrativen Aufwand.

Linke wollen mehr als nur bolzen / AfD: nicht im bürokratischen Kleinklein verlieren

Thema: Parteien, politische Akteure und Wähler

Parteien, politische Akteure und Wähler

Demokratie lebt von Akteuren, die substantiell zu Meinungsvielfalt beitragen, konsensfähig sind und so handeln, dass möglichst viele einbezogen werden und ein allgemein anerkannter Nutzen für die Gesellschaft entsteht, der über das oft genannte "Zeichen setzen" hinausgeht.

Zur Diskussion um Bolzplätze in der Görlitzer Innenstadt hat sich Sebastian Wippel, der für den Posten des Oberbürgermeisters kandidiert, geäußert: "Die ganzen Auflagen rund um die bestehenden und noch geplanten Bolzplätze scheinen ein Höchstmaß an Administration zu erfordern. Ist es wirklich nicht möglich, die ganze Situation etwas weniger aufwendig zu betreiben? Sowohl was die technische Ausstattung der Bolzplätze angeht, als auch die Einschränkungen durch den Lärmschutz? Wenn wir Rückkehrer für Görlitz gewinnen möchten, die vermutlich häufig auch Kinder haben, dürfen wir uns nicht im bürokratischen Kleinklein verlieren. Eine Einschränkung der Nutzungszeiten auf wenige Stunden ist meilenweit weg von der Lebensrealität von Familien. Genauso verhält es sich bei der Unterscheidung nach Altersklassen (U und Ü 14). Allein die Überwachung der Nutzungszeiten ist nicht zu bewerkstelligen. Das hat beim Wilhelmsplatz nicht funktioniert und wird bei neuen Bolzplätzen erst recht nicht umsetzbar sein. Daher müssen mit den Anwohnen Kompromisse gefunden werden, damit wir eine attraktive Stadt für Familien werden können."

Für die Linken gehören die Bolzplätze dies zu einer breit aufgestellten und attraktiven Sportlandschaft in Görlitz. "Es muss für alle Menschen möglich sein, sich fit zu halten und Sport zu treiben", heißt es in einer Mitteilung Programmatisch fordert die Linkspartei dabei "insbesondere auch die Nutzung vorhandener, leerer Flächen in Görlitz als öffentliche Sportanlagen, für Trimm-Dich-Pfade, als Mehrgenerationen-Spielplätze und für weitere öffentlich zugängliche Trainingsgeräte." Dabei sei auch ein Blick auf den Haushalt und die Finanzierung der öffentlichen Spielplätze notwendig. Die im Haushalt dargestellten Investitionen in Spielplätze sind mit 45.000 Euro für 2019 sowie mit 50.000 Euro für 2020 aus Sicht der Linken "erheblich unterfinanziert". Dieser Ansatz berücksichtige in keiner Weise den tatsächlichen Bedarf zum Erhalt und zur Weiterentwicklung spannender Spielräume.

Linken-Stadtratskandidat Philipp Riedl, selbst Sportler: "Görlitz braucht vielfältige öffentliche Sportanlagen. Frauenburgstraße, Brückenstraße und Kidrontal sind ausschließlich für Fußball ausgelegt. Nur wenige Sportanlagen sind für weitere Sportarten ausgelegt und zu oft in einem schlechten Zustand. Während bei der Hirschwinkelsportanlage wenigstens noch Basketballkörbe hängen, fehlen am Wiesengrund seit Jahren die Bretter und Körbe komplett. Ich werde als Stadtrat den öffentlichen Sport-, Spiel- und Freizeitanlagen eine höhere Priorität beimessen." Mit der aus seiner Sicht stiefmütterlichen Behandlung der Freizeitangebote müsse Schluss sein.

Teilen Teilen
Kommentare Lesermeinungen (1)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Spielplätze / Bolzplätze

Von Fritzsche am 02.05.2019 - 10:47Uhr
Ich wohne seit 1980 in Königshufen. Mit dem Bau von Wohnungen wurden auch Spielplätze angelegt! Es hat sich kaum einer über Kinderlachen in den Innenhöfen aufgeregt. Doch die Zeigen haben sich gewandelt und die Einstellung dazu auch!

Viele dieser Plätze sind vernachlässigt worden und verschwanden ganz, fast äquivalent zur Kinderzahl und den Bedürfnissen der Kinder! Nun scheint sich das wohl geändert zu haben. Ich sehe diese plötzliche Einsicht, da tätig zu werden kritisch. Besonders wenn man auch öffentliche Grünanlagen , die ich persönlich als Oasen der Entspannung ansehe, dazu nutzen lässt!

Die Meinungen gehen dazu ja sehr auseinander.Das Thema ist zum Spielball der Parteien geworden! Ist das aber förderlich? Kinder müssen eine Lobby haben, egal wie alle dazu stehen. Freiflächen gibt es, auch bei mir im Innenhof, wo noch immer die Fläche einer ehemaligen Kinderkrippe eingezäunt ist und ebenso die Fläche des ehemaligen Heizhauses! Aber das dürfte ja bekannt sein!

MfG
Fritzsche

Schreiben Sie Ihre Meinung!

Name:
Email:
Betreff:
Kommentar:
 
Informieren Sie mich über andere Lesermeinungen per E-Mail
 
 
 
Weitere Artikel aus dem Ressort
Weitere Artikel
 
  • Quelle: red | Foto: PIRO4D / Orlando, Pixabay, Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 02.05.2019 - 08:33 Uhr
  • drucken Seite drucken