Wildes Parken am Berzdorfer See

Görlitz. Am Berzdorfer See sind drei Badestellen freigegeben - und schon reißt es ein: Das wilde Parken von Autos. Am beliebten Nordoststrand besipielsweise besteht zeitweise die Gefahr, dass Linienbusse und Rettungsfahrzeuge nicht mehr ungehindert durchkommen. Nun bittet die Stadtverwaltung Görlitz, dass der frühzeitigen Freigabe der badestellen - noch vor Fertigstellung der Infrastruktur des Umfeldes - mit Vernunft begegnet wird: Die Hinweise und Verkehrszeichen zum Parken bitte beachten.

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Mit dem Bus Linie E an den Strand

„Wir wollen den Görlitzern und unseren Gästen gerne die Möglichkeit geben, im See zu baden und haben deshalb gemeinsam mit Schönau-Berzdorf in diesem Jahr drei Badestellen zur Benutzung freigegeben. Dass noch nicht alle wünschenswerten Rahmenbedingungen dafür geschaffen sind, ist uns bewusst“, äußert sich Bürgermeister Dr. Michael Wieler zur Problematik.

Gut Ding will Weile haben

„Aber wenn wir bis zur Herstellung jedes geplanten Parkplatzes und jedes Toilettenhäuschens warten würden, um den See freizugeben, wäre das Baden auch in den nächsten Jahren nicht möglich. Der See ist ein Bergbaufolgesee und befindet sich mitten in seiner Entwicklungsphase“, erklärt Wieler weiter und ist sich sicher, dass die meisten Gäste dies verstehen und gut nachvollziehen können, dass die Kapazität der vorhandenen Stellplätze irgendwann erschöpft ist, wenn jeder Besucher mit dem eigenen Auto an den See kommt.

Die Lösung ist einfach: Wer nicht mit dem umweltfreundlich-gesunden Fahrrad zum berzdorfer See fahren kann oder will, sollte das Angebot der Verkehrsgesellschaft Görlitz (VGG) nutzen. Die fährt mit ihren Bussen nämlich bereits seit einigen Wochen direkt an den Nordost-Strand und an die Blaue Lagune - ein wirklich gutes Angebot für Badegäste und Spaziergänger, ohne Parkplatzstress ein schöne Stunden am See zu verbringen. „Wir bitten die Görlitzer ganz herzlich darum, diese Angebot auch anzunehmen“, appelliert Michael Wieler freundlich.

Tipp:
Die Busse der Linie E fahren zum Beispiel sonntags von 8.50 bis 18.50 Uhr alle zwei Stunden von Weinhübel nach Tauchritz.


Kommentar:

Bei jeder Investition gibt es einen gewichtigen Faktor, der allzu gern vergessen wird: Zeit. Und so braucht es auch am Berzdorfer See Zeit, bis die Infrastruktur endlich soweit gediehen ist, dass von den Besuchern kein Mangel daran empfunden wird.

Wenn Bürgermeister Dr. Wieler seinen Hinweis darauf mit seiner Überzeugung verbindet, dass die allermeisten See-Besucher das verstehen und damit umgehen können, so ist das ein sympathischer Zug im Verwaltungshandeln.

Die andere Möglichkeit wären nämlich mehr Verbotsschilder, mehr Politessen, mehr Geländer und Enge am See.

Das kann keiner wollen,

meint Ihr Fritz R. Stänker

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  • Quelle: red | Fotos: BeierMedia.de
  • Erstellt am 06.07.2012 - 07:51Uhr | Zuletzt geändert am 04.03.2014 - 23:25Uhr
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