Sammlerstücke, Kunstwerke und Gold: Was sich alles zu Geld machen lässt

Sammlerstücke, Kunstwerke und Gold: Was sich alles zu Geld machen lässtGörlitz, 31. März 2021. Angesichts der Rekordinflation in der Bundesrepublik leert sich manches Portemonnaie schneller als gedacht. Wer wirklich dringend Geld benötigt, ist bereit, viel dafür zu tun. Doch Kredite sind für den, der finanziell klamm ist, oftmals nicht möglich, teils werden Bedürftige gleich abgelehnt und laufen Gefahr, Opfer von Kredithaien zu werden. In diesen Situationen ist es gut, sich rechtzeitig Gedanken gemacht zu haben, was aus dem eigenen Haushalt sich wie in Geld umwandeln lässt. Der Görlitzer Anzeiger hat näher hingeschaut.

Abb.: Was ist von Wert, was nicht? Das kann oft nur ein Experte beurteilen
Bildquelle: Adriano Gadini, Pixabay License (Bild bearbeitet)
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Verpfänden oder verkaufen?

Vorab muss gesagt werden, dass ein Verkauf nicht immer notwendig ist: Pfandleihhäuser geben für eine begrenzte Zeit Geld für Güter beziehungsweise Sachwerte – oft auch für solche, die man auf die Schnelle nicht verkaufen könnte.

Allerdings gilt:


    • Geldbetrag – er bemisst sich am Versteigerungswert des Guts. Ein iPhone kann vielleicht hundert Euro oder mehr bringen, ein anderes Smartphone in Abhängigkeit von Gerät und Alter oft weniger.

    • Bewährung – der Kunde agiert praktisch "auf Bewährung", denn löst er die Ware nicht innerhalb der Frist, meist drei Monate, aus, so geht diese in die Versteigerung. Dort kann er sie nur noch selbst ersteigern. Dabei wird natürlich aller Voraussicht nach ein höherer Preis fällig als der ursprüngliche Eigentümer vom Pfandleihhaus bekommen hat.

    • Unterschiede – Pfandleihhäuser nehmen eher Gegenstände und Produkte, die sich im Zweifel gut verwerten lassen, auf, für Kunstobjekte hingegen gibt es spezielle Häuser. Das typische Pfandhaus nimmt etwa Schmuck und gute Uhren, Elektrogeräte und vielleicht ein Fahrrad in Zahlung.

Wirklich Geld ist für den, der etwas im Pfandhaus versetzen muss, mit dieser Variante natürlich nicht zu machen. Pfandleihhäuser dienen der kurzfristigen Überbrückung und sollten im Hinterkopf eher als letzte Möglichkeit gewählt werden: Verbessert sich die eigene finanzielle Situation nicht, dann kann die Ware nicht wieder ausgelöst werden kann. Wenn man sich von etwas trennen kann, dann ist es unter Umständen sinnvoller und gewinnbringender, werthaltige Sachen wirklich zu verkaufen.

Sammlerstücke

Die Weggabe von Sammlerstücken ist für viele Menschen schwierig. Immerhin bedeuten Sammlerstücke oft nicht nur, dass die entsprechenden Stücke über viele Jahre hinweg gesucht und gesammelt wurden, sie wurden zudem gehegt und gepflegt. Ein typisches Beispiel ist die Modelleisenbahn: Da geht es längst nicht nur um die Eisenbahnen an sich, es ist das Drumherum, in das viel investiert wurde.

Dennoch können sich Sammlerstücke in barem Geld auszahlen. Aber was bietet sich an?


    • Figuren – die bekannten Ü-Ei-Figuren, aber auch Figuren aus alten Comicheften und deren Gimmicks sind teils viel Geld wert. Es kommt natürlich immer darauf an, wie gut diese Stücke verfügbar sind und ob die Sammlung komplett ist. Einige Schlümpfe aus den Ü-Eiern brachten schon vierstellige Beträge auf das Konto des Vorbesitzers.

    • Actionfiguren – sie können wirklich viel Geld wert sein. Wer das Glück hat, eine fehlerhafte Figur zu besitzen, der kann fünfstellige Beträge erwarten. Die ihrerzeit herausgegebene Figur von Boba Fett mit dem beweglichen Raketenwerfer wurde sogleich eingestellt und nur noch abgeschwächt verkauft. Wer eines der wenigen alten Stücke besitzt, der kann unter Sammlern durchaus sechsstellige Beträge erzielen.

    • Comics, Bücher – auch sie können viel wert sein. Es kommt aber immer auf die Art und Ausstattung an. Rund um Comics sind originalverpackte Ausgaben besonders wertvoll, gibt es ein Gimmick dazu, steigt der Preis ebenfalls. Bei Büchern wie dem "Lustigen Taschenbuch" sind es wahlweise die kompletten Reihen oder seltene Ausgaben. Doch auch normale Bücher haben mitunter ihren Wert. Wer eine Originalausgabe von "Lord of the Rings" hat, der darf vermutlich wenigstens einen Teil seiner Geldprobleme vergessen.

Aber wo lassen sich gute Angebote erhalten? Rund um die Sammlerstücke gibt es oft Communitys. Auf dem freien Markt ist es teils schwierig, da Laien in einer alten Modelleisenbahnlok eben nur ein altes Kinderspielzeug erkennen. Kenner hingegen wissen genau, was solch ein Modell wert sein kann.

Gold und Silber

Sicherlich schwanken die Preise von Edelmetallen teils markant. Dennoch gelten Gold und Silber als dauerhafte Wertanlage, da schlichtweg kaum zu vermuten ist, dass diese Materialien irgendwann auf Dauer völlig an Wert verlieren. Praktischerweise ist es recht einfach, kleinere Mengen an Edelmetallen zu veräußern:


    • Ankaufsstellen – hier gilt: Achtung! Bevor das Edelmetall über den Tresen geht, sollten die Ankaufspreise verglichen werden. Anbieter wie goldankauf-dresden.com geben ihre tagesaktuellen Preise auf ihrer Website aus. Oft ist es zudem ratsam, hochwertigen Schmuck vorab bei einem renommierten Juwelier schätzen zu lassen. Die kaufen guten Schmuck häufig ebenfalls an. Und selbst wenn nicht, so erhält der Verkäufer einen guten Anhaltwert etwa vom Goldanteil und vom Marktwert.

    • Ablauf – der Verkauf ist in praxi recht einfach. Allerdings ist es immer notwendig, seinen Personalausweis vorzulegen. Wird nicht danach gefragt, ist schon einmal Vorsicht geboten. Hintergrund: Ankaufsstellen müssen den Verkäufer notieren, damit gestohlener Schmuck nachverfolgt werden kann.

Natürlich ist es sinnvoll, bei dem Verkauf von Gold und Silber auf einen hohen Goldpreis zu warten, damit der realisierte Verkaufserlös höher ist. Wer also über Schmuckreserven verfügt oder gar Goldbarren sein Eigen nennt, sollte den Preis für das Edelmetall sowieso in regelmäßigen Abständen checken.

Kunst und Antiquitäten als Liquiditätsquelle

Auch Kunstobjekte lassen sich veräußern, allerdings ist dies ein wenig schwieriger als bei Edelmetallen. Sicherlich gibt es in großen Städten Ankaufsstellen für Kunstobjekte, doch sind diese eher rar gesät. Meist gilt:


    • Online – viele Objekte werden online veräußert, da hier die erreichbare Interessentenzahl größer ist. Zudem gibt es geeignete geeignete Plattformen.

    • Komplizierter – meist ist es notwendig, Unterlagen wie etwa Gutachten zu seinem Kunstobjekt zu besitzen. Wertnachweise können sich gerade bei Erbstücken alsd Engpass herausstellen, denn nicht immer haben die Erblasser den Kaufbelege zu einer Statue oder einem Gemälde aufbewahrt, sofern er denn überhaupt jemals existierte.

    • Schätzung – so manch einer besitzt Kunstgüter, ohne es zu wissen. Es schadet nicht, mit Gemälden oder Skulpturen zu einem Fachmann zu gehen, der den Wert der Objekte einmal schätzt. Immerhin gibt es bis heute die Geschichten von Erben, die auf Dachböden unter viel wertlosem Unrat ein Gemälde mit Millionenwert finden.

Fazit: In vielen Häusern finden sich Werte

Sammlerstücke, Actionfiguren, Modelleisenbahnen, Comics, Taschenbücher – sie alle können zu Werten werden. Natürlich sind sie im Allgemein nicht so wertvoll wie Gold, Silber oder auch Kunstgegenstände, doch es ist nie ausgeschlossen, dass in der alten Kiste nicht doch das alte Comicheft liegt, welches heute von Fans gesucht wird. Wichtig ist immer, zuerst den Wert seiner Sachsen, die man eventuell verkaufen möchte, in Erfahrung zu bringen und sich erst dann auf einen Verkauf einzulassen. Das gilt auch beim Verkauf von Schmuck, denn nur, wer den Materialwert etwa anhand des Goldgehalts kennt, der kann beurteilen, ob der Ankäufer wirklich einen guten Preis macht.

Kulturzuschlag:
Für wen Silber, Gold und Edelsteine nichts zählen: אסתר ואבי עופרים

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  • Quelle: red | Bildquelle: Adriano Gadini, Pixabay License (Bild bearbeitet)
  • Erstellt am 31.03.2022 - 13:16Uhr | Zuletzt geändert am 31.03.2022 - 14:53Uhr
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