Mehr Wissen über Finanzen

Mehr Wissen über FinanzenGörlitz, 17. März 2021. In Geldangelegenheiten neigt bei vielen der Verstand dazu, sich zu verabschieden. Auch in Görlitz kommen immer wieder Bürger wegen übertriebener Ausgaben – etwa für einen teuren Pkw, der vermeintlich für das persönliche Image nötig ist – in finanzielle Nöte. Das Wissen um Preisverhandlungen, die Grenzen des eigenen Budgets oder darüber, was eine Finanzierung im Detail mit sich bringt, fehlt oft – hingegen ist der Wunsch nach einer bestimmten Anschaffung gern übermächtig präsent.

Geld alle, aber noch Monat übrig? Dann ist es allerhöchste Zeit, sich um eine Finanzen zu kümmern!

Foto: © LoboStudio Hamburg, Thomas Ulrich, Pixabay License

Anzeige

Eigener Sachverstand eröffnet Handlungsoptionen

Thema: Ratgeber

Ratgeber

Guter Rat muss nicht teuer sein, kann aber teure Erfahrungen ersparen. Ratschläge und Tipps aus Wirtschaft, Finanzen, Heimwerken, Haushalt, Gesundheit und Ernährung, Erziehung und zum Verhalten.

Generell kann man sagen: Wer den Sachverstand anderer nutzen möchte – typisch sind etwa Rechtsanwalt, Steuerberater, Finanzberater oder Versicherungsberater – der ist gut beraten, sich selbst soweit auszukennen, dass er oder sie wenigstens die für die eigene Situation richtigen Fragen stellen kann.

In Geldangelegenheiten kann man unter Umständen noch einen Schritt weiter gehen: Wer auf finanziellem Gebiet versiert ist, kann Geld für sich selbst und seine Familie nicht nur effektiv, sondern auch effizient verwalten, etwa beim Sparen oder bei Anschaffungen. Die Bandbreite der Herausforderungen im Zusammenhang mit Geld, denen man sich in eigener Sache selbst stellen kann, ist enorm; sie reicht von Budgetierungen über Verhandlungen über Preise oder zwecks Schuldenerlass, von Investitionsentscheidungen und Immobilien über die Altersvorsorge bis hin zu Steuer- und Nachlassplanung.

Beileibe gibt es nicht nur Dumme auf diesem Gebiet, doch das Wissen in Finanzangelegenheiten ist unterschiedlich verteilt: Es gibt ausgemachte Experten, viele andere jedoch dringen nicht so tief in diese Materie ein und machen halt das, was gerade irgendjemand rät, eventuell investieren sie in einen ETF, sind sich dabei aber gar nicht sicher, wie sie ihren Ruhestand finanzieren sollen. Vielleicht hofft mancher auf einen Lottogewinn, um seine Hypothek abzahlen zu können und der nächste plagt sich mit der Frage, ob denn eine Lebensversicherung für ihn sinnvoll ist oder nicht. In jedem Falle ist es gut, über den Alltag hinaus über Geld nachzudenken und den Kopf bei solchen Fragen nicht in den Sand zu stecken.

Finanzielle Kenntnisse erlangt man weder über Nacht noch dadurch, dass man mal ein Buch liest. Um finanziell fit zu sein, muss man am Ball bleiben, sich also ständig informieren und – sonst ist alles Wissen für die Katz’ – praktische Erfahrungen sammeln. Mit welchen Möglichkeiten kann man seine Finanzkompetenz verbessern?

Zeitungen, Bücher und Fachzeitschriften lesen!

Wer sich in einer Buch- oder Zeitschriftenhandlung umsieht, wird eine ganze Reihe von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern finden, die auf Geldangelegenheiten ausgerichtet sind. Viele davon sind so konzipiert, dass sie jenen, die gerade erst beginnen, sich für Fragen rund ums Geld und die Finanzmärkte zu interessieren, einen einfachen Einstieg bieten.

Außerdem sollte der Finanzteil der örtlichen Tageszeitung nicht mehr überblättert, sondern zur Kenntnis genommen werden. Dadurch findet man nach und nach einen immer besseren Zugang zu Finanz- und Wirtschaftszeitungen wie etwa dem Handelsblatt, oder für jene, die im Englischunterricht aufgepasst haben, zum Wall Street Journal oder zur Financial Times. Diese Zeitungen bieten ausgezeichnet recherchierte Einblicke in die nationale und globale Finanz- und Geschäftswelt. Mehr noch: Der Kiplinger-Brief etwa, der sich mit Themen rund ums Geld beschäftigt, erscheint seit 1923 und ist damit der älteste kontinuierlich veröffentlichte Newsletter in den USA, aber selbstverständlich gibt es auch interessante deutsche Newsletter über das Finanzwesen.

Social Media: Influencer und Experten des Finanzwesens

Viele Leute verbringen Tag für Tag sehr viel Zeit auf den Internet-Plattformen der sozialen Medien. Die Frage ist, ob man sich nur süße Katzenfotos anschaut oder kommentiert, was andere so von sich geben – oder beispielsweise nach nützlichen Finanztipps sucht. Warum also nicht seine bevorzugten Social-Media-Kanäle verwenden, um Finanzexperten auf Twitter, Instagram oder LinkedIn zu folgen oder sich einer Facebook-Gruppe für die persönlichen Finanzen anzuschließen?

Wer trotz aller Informationsangebote sein persönlichen Geldangelegenheiten nicht ausreichend in der in den Griff bekommt, kann sich an Finanzfachleute wenden. Die Optionen sind allgemein bekannt: Ein Steuerberater kann finanzielle Beratung rund um die Steuern leisten, ein Anlageberater kann bei der Auswahl von Geldanlagen helfen und viele Finanzberater verfolgen den Ansatz, die persönliche finanzielle Situation insgesamt besser zu erfassen und zu optimieren. Der unvoreingenommene Blick von außen ermöglicht es, die aktuellen Gegebenheiten besser einzuschätzen und gemeinsam mit dem Betroffenen einen Plan für alle finanziellen Belange – also die Einnahmen und Ausgaben und anzustrebende Veränderungen – zu erstellen. Das ist die Grundlage dafür, seine finanzielle Situation Schritt für Schritt zu verbessern.

Erst studieren, dann probieren

Alles Finanzwissen und die finanziellen Hinweise von Experten ergeben jedoch wenig Sinn, wenn jemand keinen ausreichenden Überblick hat, wohin sein oder ihr Geld Monat für Monat abfließt. Wer seine Ausgaben verfolgen möchte, kann sich als einen ersten Schritt mithilfe einer einfachen Tabelle oder einer Handy-App ein Budget einrichten, dem die tatsächlichen Ausgaben gegenübergestellt werden. Dieser Überblick ist hilfreich, wenn nach Optimierungsansätzen gesucht wird.

Eine weitere Möglichkeit, seine finanziellen Belange selbst zu gestalten und mit ausreichend Hintergrundwissen ausgestattet an den Finanzmärkten teilzuhaben besteht darin, ein Finanzmanagement-Tool wie einen Webtrader zu nutzen. Insgesamt stellen leistungsfähige digitale Finanzmanagement-Tools, ob sie nun der Geldverwaltung dienen oder den Zugang zu den Finanzmärkten eröffnen, immer wieder gute Hilfsmittel zur Verbesserung der persönlichen Finanzkompetenz dar.

Tipp:
Wer mehr über ein spezielles Finanzthema erfahren möchte, kann an einem Kurs, in dem Wissen kompakt vermittelt wird, teilnehmen. Es werden viele Kurse angeboten, die online gegen eine geringe Gebühr oder sogar kostenlos belegt werden können. Online-Finanzkurse beziehungsweise solche zu Business-Themen sind beispielsweise auf Websites wie Udemy und Coursera zu finden.

Kommentare Lesermeinungen (0)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Schreiben Sie Ihre Meinung!

Name:
Email:
Betreff:
Kommentar:
 
Informieren Sie mich über andere Lesermeinungen per E-Mail
 
 
 
Weitere Artikel aus dem Ressort Weitere Artikel
  • Quelle: red | Foto: © LoboStudio Hamburg, Thomas Ulrich, Pixabay License
  • Erstellt am 17.03.2021 - 08:16Uhr | Zuletzt geändert am 17.03.2021 - 09:02Uhr
  • drucken Seite drucken
Anzeige