Tipps für einen Schüleraustausch im Ausland

Tipps für einen Schüleraustausch im AuslandGörlitz, 13. Juli 2019. Ein Schüleraustausch ist für viele Jugendliche nach wie vor eine beliebte Möglichkeit, eine Zeit im Ausland verbringen und neue Erfahrungen sammeln zu können. Natürlich wird dabei auch die betreffende Fremdsprache trainiert und es werden die eigenen Sozialkompetenzen verbessert.
Abbildung: Beliebt ist ein Schuljahr in den USA. Das macht sich nicht nur gut im Lebenslauf, sondern man zehrt ein Leben lang davon

Je länger die Dauer, umso sorgfältiger die Vorbereitung

Je länger die Dauer, umso sorgfältiger die Vorbereitung

Andere Länder, andere Sitten: Nur wer dabei war, kann davon berichten

Das Wort Schüleraustausch suggeriert, dass dabei junge Menschen für eine gewisse Zeit "ausgetauscht" werden. Aber das ist heute nicht mehr unbedingt der Fall. Vielmehr handelt es sich um einen individuellem Auslandsaufenthalt – entweder für Wochen, einige Monate oder vielleicht um ein halbes oder sogar ganzes Schuljahr.

Während dieser Zeit leben die Jugendlichen bei einer Gastfamilie oder manchmal in einem Internat und gehen am Gastort zur Schule. Die Schüler leben also in der Austauschzeit das dortige ganz normale Leben. Sicherlich wird das gerade in der Anfangszeit nicht sofort als alltäglich und normal empfunden werden.

Folgende Tipps können dabei etwas Sicherheit für so eine Entscheidung geben:

Kenntnisse über Zielland und Ort aneignen

Wenn man sich auf die Suche nach einem geeigneten Land begibt, wird es sehr hilfreich sein, sich möglichst viel Wissen über dieses Land anzueignen. Entweder man wird dann in seiner Meinung bestärkt, dass es sich um das ideale Land handelt, oder man stellt doch fest, dass es gar nicht so passend ist und ein anderes Land dafür besser den Wünschen und Vorstellungen entspricht.

Kreditkarte für Kinder im Ausland

Natürlich wird auch ein Schüler im Ausland Geld zu seiner Verfügung benötigen. Ihm das ganze Geld für die Zeit in bar mitzugeben, ist sicherlich nicht die beste Lösung. Eine gute und sichere Möglichkeit aber ist es, dem Schüler eine Kreditkarte für Kinder mit einer Zahlfunktion im Ausland mitzugeben. Eine Kreditkarte für Kinder zu beantragen ist relativ einfach, wie hier nachzulesen ist. Zum Thema Kinder-Kreditkarte gibt es unter dem vorstehenden Link recht ausführliche Informationen.

Kontaktpersonen und Notfall-Telefonnummern im Ausland

Man kann dem Schüler ein Stück Sicherheit dadurch mitgeben, dass man ihm wichtige Kontaktpersonen und Notfall-Telefonnummern mit an die Hand gibt. Wichtige Kontaktdaten können während und nach der Austauschzeit Ansprechpartner der Organisation sein, über die der Schüleraustausch stattfindet. Das sollte telefonisch, schriftlich und auch persönlich über die lokale Betreuung funktionieren. Natürlich sollte der Schüler die kompletten Kontaktdaten der Gastfamilie und auch der eigenen Familie mit dabei haben.

Mit Gastfamilie vorab telefonieren oder skypen

Damit die Gastfamilie bis zur Ankunft nicht völlig fremde und unbekannte Personen bleiben, sollte man schon vor der Reise mit ihr in Kontakt treten. Schön kann man sich beispielsweise dadurch kennenlernen, in dem man öfters einmal miteinander telefoniert oder miteinander skypt.

Feste Telefonate mit den Eltern vereinbaren

Damit das Heimweh nicht zu groß wird und auch die Eltern beruhigt sein können, ist es für beide Seiten ein schönes Ritual, wenn man feste Telefonate miteinander vereinbart. So kann sich jeder auf etwas freuen und man hat die Gewissheit, dass es sich um einen guten Zeitpunkt mit Ruhe für die Gespräche handelt.

Ein großer Schritt für einen Schüler

Für einen Schüler ist es sicherlich ein großer Schritt, einen Schüleraustausch zu wagen, wenn man noch nicht einmal erwachsen ist und dann für eine längere Zeit ganz allein, weit von der Familie und Freunden weg in ein komplett fremdes Land mit einer anderen Sprache gehen will. Und doch ist der Reiz so groß, dass sich jedes Jahr viele Schülerinnen und Schüler genau dafür entscheiden. Die Gründe dafür sind recht vielseitig. Man sammelt viele Erfahrungen für das ganze Leben, lernt fremde Kulturen kennen und erweitert den Horizont. Dass man im Anschluss auch sehr fit in einer Fremdsprache sein wird, ist natürlich auch eine feine Sache. All diese Dinge sind, wenn man immer nur in Deutschland zur Schule geht, so nicht möglich.

Oft plagt einem beim Schüleraustausch auch die Frage, ob man dort wirklich Kontakte knüpfen wird und sogar neue Freunde finden kann. Aber das ist eine Herausforderung, die die meisten gut schaffen. Man erwirbt dabei neue Fähigkeiten und verbessert die sozialen Kompetenzen. Das kann später im Berufsleben sehr wertvoll sein.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass jeder Jugendliche neben den vielen positiven Erlebnissen im jeweiligen Gastland auch mal mit schwierigen Situationen umgehen muss. Neben dem bereits erwähnten Heimweh geh es manchmal auch um Krach mit den Gastgeschwistern. Solche Probleme lösen zu müssen ist gut für das Selbstbewusstsein und stärkt die Persönlichkeit. Viele ehemalige Austauschschüler berichten, dass sie erst durch dieses weit weg gewesen sein sich selbst und ihren Platz in der Welt gefunden haben. Viele Eltern und auch Lehrer sehen zwar einen Hauptsinn darin, dass eine fremde Sprache erlernt werden soll, aber für den Schüler geht es mindestens genau so sehr um den kulturellen Austausch und die persönliche Entwicklung.

Teilen Teilen
Stichörter Stichwörter
Kommentare Lesermeinungen (0)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Schreiben Sie Ihre Meinung!

Name:
Email:
Betreff:
Kommentar:
 
Informieren Sie mich über andere Lesermeinungen per E-Mail
 
 
 
Weitere Artikel aus dem Ressort
Weitere Artikel
 
  • Quelle: red | Foto zwei Mädchen: Adolesco / Sabine Krzikalla, Foto Graduierung: Chantellen, beide Pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 13.07.2019 - 07:28 Uhr
  • drucken Seite drucken