Trockenheitsschäden in Görlitzer Parks

Trockenheitsschäden in Görlitzer ParksGörlitz, 13. April 2019. Durch die extreme Trockenheit des Sommers 2018 ist es auch in den öffentlichen Parkanlagen der Stadt Görlitz zu Trockenheitsschäden an den Pflanzen gekommen. In zwei der Anlagen wird aktuell versucht, die Schäden zu reduzieren.

Gesamter Schadenumfang noch unklar

Gesamter Schadenumfang noch unklar

Nach dem heißen und trockenen Sommer 2018 wohl ein eher seltener Anblick

Im Stadtpark schneiden die Gärtner des Städtischen Betriebshofes an den über 100 Jahre alten Rhododendren die vertrockneten Triebe bis in das gesunde Holz zurück. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass die Pflanzen wieder austreiben und sich neu aufbauen. Diese Entwicklung wird jedoch mehrere Jahre dauern und führt zu erheblichen gestalterischen Beeinträchtigungen. Auf den enormen Blütenreichtum, beispielsweise am ehemaligen botanischen Garten, aber auch auf dem Rhododendronhang in unmittelbarer Nähe zur Stadthalle, müssen die Besucher in den kommenden Jahren verzichten. Nicht auszuschließen sind Nachpflanzungen, die frühestens im Herbst ausgeführt werden können. In Abstimmung mit dem Denkmalschutz und durch fachliche Hilfe der renommierten Rhododendronbaumschule Seidel aus Grüngräbchen hoffen die Gärtner, die Rhododendronbestände im Stadtpark entsprechend dem historischen Vorbild entwickeln zu können.

Ein weiteres Vorhaben betrifft die Sanierung der großen Liegewiese auf dem Wilhelmsplatz. Hier ist aufgrund der extremen Trockenheit und der fehlenden Bewässerungsmöglichkeit im Jahr 2018 die Grasnarbe zu einem erheblichen Teil vertrocknet, so dass die Gärtner zur Revitalisierung dringend eingreifen müssen. Dazu sind die ersten Düngergaben auf der großen Rasenfläche bereits ausgebracht. Ab kommenden Montag erfolgen die Lockerung und der Ausgleich von fehlendem Boden sowie die Nachsaat mit einer speziellen Perforationswalze. Damit sich der Rasen bald wieder in einem guten Zustand befindet und als Liegewiese genutzt werden kann, muss die Fläche für mehrere Wochen gesperrt bleiben. Frühestens ab dem zweiten Mähgang, witterungsabhängig etwa Anfang bis Mitte Juni 2019, kann der ab kommenden Dienstag installierte Bauzaun wieder weggenommebn werden. Wir bitten alle Besucher, die Absperrung zu respektieren und hoffen auf Verständnis hinsichtlich der fehlenden Nutzungsmöglichkeiten in den kommenden Wochen. Entsprechend der Entwicklung des Rasens kann die große Liegewiese voraussichtlich ab Mitte Juni 2019 wieder genutzt werden.

Weitere Schäden, die durch den trockenen Sommer 2018 verursacht wurden, sind an Bäumen, beispielsweise an einzelnen Koniferen oder Buchen in sonnenexponierter Lage, in mehreren Parkanlagen zu verzeichnen. Ob es – neben den bereits vollständig abgestorbenen Gehölzen – bei den geschädigten Bäumen und Sträuchern ebenfalls zu Totalverlusten kommt, ist derzeit noch nicht absehbar.

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  • Quelle: red | Foto Baum: Picography, Foto Blüte: Capri23auto / Ralph, beide Pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 12.04.2019 - 15:19 Uhr
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