Effektives Energiesparen im Haushalt

Effektives Energiesparen im HaushaltGörlitz, 27. Januar 2019. Der jetzt von der Kohlekommission avisierte Kohleausstieg wird die Wirtschaft in der Lausitz teils gehörig umkrempeln. Schon wird über dann deutlich steigende Stromkosten spekuliert, doch elektrischen Strom zu sparen, zahlt sich bereits heute aus, für die Umwelt wie auch für das Portemonnaie. So ist es doch: Das Geld, das man verdient, muss man zum größten Teil für Dinge ausgeben, die man zwar bezahlen muss, aber für die man nicht wirklich gerne viel zahlt. So sieht es auch mit den Kosten für den Strom aus, den jeder Haushalt verbraucht. Ganz sicher möchte oder kann man nicht auf elektrischen Strom verzichten, denn was würde dann schon noch im Haushalt funktionieren?
Abbildung: Tröpfchen machen Wasser, sagt der Volksmund. Bei den Stromkosten ergeben viele kleine Einsparungen auf Dauer deutliche Geldbeträge. Messen kann man die Einspareffekte auf einfache Weise mit einem solchen Verbrauchsmessgerät

Kurz- und langfristige Spareffekte nutzen

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Es ist schon eine Überlegung wert, ob man nicht etwa zu viel Geld für die Elektrizität bezahlt. Im Grunde weiß jeder, dass zu viel Strom unnötig verbraucht und damit auch unnötig viel Geld dafür ausgegeben wird. Das Gute ist, dass man den Stromverbrauch deutlich senken kann, wenn man einige Tipps für das Stromsparen anwendet.

Für das Senken der Stromkosten gibt es eine ganze Reihe wirksamer Möglichkeiten, die wirklich jeder umsetzen kann. Es gibt Möglichkeiten, den Stromverbrauch kurzfristig zu prüfen und zu redizieren. Wer die Stromtipps beachtet, fährt kostengünstiger und kommt auch mit einem schmalen Budget besser zurecht. Viele sofort wirksame Sparideen kann man umsetzen, ohne Geld dafür auszugeben; dazu weiter unten mehr.

Um den Stromverbrauch im Haushalt zu senken, ist strategisch gesehen jedoch die Investition in effiziente Haushaltsgeräte sehr sinnvoll – das ist die wichtigste Sparquelle neben einem veränderten Nutzungsverhalten. Haushaltsgeräte wie die Waschmaschine, der Kühlschrank und die Spülmaschine sind oft die größten Stromverbraucher im Haushalt. Deshalb sollte man bei einer Neuanschaffung unbedingt auf den Energieverbrauch achten.

Stromtarife und Stromanbieter

Bevor einige konkrete Tipps genannt werden, die beim Stromsparen helfen, noch ein Hinweis: Man kann die Stromkosten quasi auch an der Wurzel packen, indem man seinen aktuellen Stromtarif mit anderen vergleicht, denn tatsächlich kann man schon beim Lieferanten mehr Geld für den Strom ausgeben, als notwendig wäre. Zum Beispiel hat man mit Stromvergleich.de eine gute Hilfe, die Tarife miteinander zu vergleichen und so gegebenenfalls einen günstigeren Stromanbieter zu finden.

Beispiele für besonders wirksames Stromsparen

Hier handelt es sich um einfache Maßnahmen, die bei nur einmaligem Aufwand den Erfolg auf der nächsten Stromrechnung ablesbar machen.

Da im Haushalt meist mehrere elektronische Geräte gemeinsam an einer Steckdose angeschlossen sind (beispielsweise Computer, Lautsprecherboxen, Monitore oder Drucker), kann eine sogenannte Master-Slave-Steckdosenleiste eine sehr sinnvolle und komfortabel nutzbare Anschaffung sein: Wenn man dann das Hauptgerät (den Master, das kann zum Beispiel der Computer sein) ausschaltet, trennt diese Steckdosenleiste automatisch auch alle anderen angeschlossenen Geräte (die Slaves) vom Stromnetz. Das spart Strom, weil viele Geräte im Stand-by-Betrieb unnötig, teils sogar relativ viel Strom verbrauchen.

Generell ist es eine schnelle und kostengünstige Maßnahme, den Stand-by-Betrieb bei den elektronischen Geräten auszuschalten oder zu verhindern. Dafür empfehlen sich abschaltbare Steckdosenleisten oder abschaltbare Einzelsteckdosen, die fest zum Einbau oder als Aufsatz für vorhandene Steckdosen gibt. Energie und damit Geld spart auch, wer anstelle des Elektroherds einen Wasserkocher verwendet, den ein Wasserkocher setzt weniger Abwärme frei und verbraucht damit deutlich weniger Strom als ein Herd, wenn es darum geht, eine bestimmte Menge Wasser zu erhitzen.

Auch kann sich der Austausch von Leuchtmitteln bei den Lampen lohnen – je länger sie täglich leuchten, umso mehr. Wenn man Glüh- und Halogenlampen gegen sparsame Energiespar- oder noch besser LED-Lampen austauscht, bleiben die Ausgaben überschaubar und werden langfristig von den Einsparungen mehr als ausgeglichen. Echte Sparfüchse werfen die alten energiefressenden Glühlampen jedoch nicht weg, sondern verwenden sie künftig noch dort, wo sie eher selten und nur für kurze Zeit eingeschaltet werden, vielleicht im Keller, in der Garage oder auf dem Dachboden.

Beispiele für schnelles Stromsparen

Auch Zeit spielt eine Rolle: Indem man beim Kochen einen Deckel für Töpfe und Pfannen verwendet, funktioniert das Kochen deutlich schneller und mit weniger Energieverbrauch. Dabei sind Glasdeckel besonders praktisch, weil man so trotz Abdeckung in den Topf gucken kann. Übrigens lassen sich mit einem Schnellkochtopf bis zu ca. 50 Prozent Strom sparen, weil sich die Garzeit drastisch reduziert.

Töpfe und Pfannen sollten immer genau auf die Heizflächen der Herdplatten passen und keinesfalls kleiner sein, damit die elektrisch erzeugte Wärmeenergie nicht ungenutzt verloren geht. Wenn man beim Zubereiten von warmen Speisen bleibt, kann auch beim Backofen Strom gespart werden, indem man einfach das Vorheizen weglässt. Nur bei wenigen Gerichten ist dies nämlich wirklich nötig. Auch die Restwärme kann prima genutzt werden. So kann man ruhig den Ofen oder auch die Elektroherdplatten etwas früher abschalten, da die Restwärme für das Fertiggaren oder Fertigbacken durchaus ausreichend ist. Wer einen neuen Herd anschaffen möchte, sollte über einen besonders verbrauchssparenden Induktionsherd nachdenken.

Beispiele für effektives Sparen

Auch beim Wäschewaschen kann man gut Strom sparen. Hier gilt es darauf zu achten, dass die Waschmaschine immer voll beladen wird. Das spart viele unnötige Waschgänge und auch der Verbrauch und damit die Kosten für Wasser, Abwasser und Waschmittel verringern sich. Die Waschtemperatur sollte immer so niedrig wie möglich gewählt werden, das kann man gut dank der modernen Waschmittel machen. So wird die selbst meiste Kochwäsche auch dann sauber, wenn man nicht das Kochwaschprogramm bei 90 Grad verwendet, selbst für stark verschmutzte Wäsche reichen 60 Grad meist völlig aus. Nicht verschmutzte, aber getragene Wäsche kann in modernen Waschmaschinen schon bei 20 Grad gewaschen werden.

Beim Wäschetrockner steht die Frage: Braucht man so ein Gerät wirklich? Wenn ja und bei häufiger Nutzung sollte man die besonders effizienten Geräte mit Wärmepumpentechnik in die Auswahl einbeziehen.

Was für die Waschmaschine gilt, trifft übrigens auch auf den Geschirrspüler zu: Möglichst voll befüllen und die Temperatur nur so hoch wählen, wie notwendig.

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  • Quelle: red | Foto: Alexander SteinPixabay, Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 27.01.2019 - 08:15 Uhr
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