Grundlegendes über CFDs – ein Tutorial für den erfolgreichen Handel mit CFDs

Grundlegendes über CFDs – ein Tutorial für den erfolgreichen Handel mit CFDsGörlitz, 1. März 2018. Haben Sie schon einmal von CFDs gehört? Vielleicht wurde Ihnen empfohlen, damit auf dem Börsenmarkt zu handeln. In diesem Tutorial wird Ihnen dieses Finanzinstrument, das auch Banken ihren Privatkunden anbieten, kurz erklärt.
Abbildung: CFDs können sich neben anderen Preisentwicklungen auch auf Währungsschwankungen beziehen.

Fünf Fragen zu CFDs kurz beantwortet

Fünf Fragen zu CFDs kurz beantwortet

Das Internet gestattet es, auf einfache Weise an den Märkten in Echtzeit teilzunehmen. Hintergrundkenntnisse sind dafür allerdings unentbehrlich.

Thema: Ratgeber

Ratgeber

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Vor allem sollen folgende Fragen beantwortet werden:

  • Was ist ein CFD?
  • Was ist der Unterschied zwischen dem CFD Trading und dem normalen Börsenhandel?
  • Was sind die Vorteile von CFDs?
  • Wo lauern hier Gefahren?
  • Wie kann ich mit CFDs handeln?

1. Was ist ein CFD?

"CFD" steht für "Contract for Difference" oder Differenzkontrakt. Die CFDs sind ein recht junges Finanzinstrument. Mit diesem Instrument wird Händlern erlaubt, in eine Anlage zu investieren, ohne diese Anlage zu besitzen. Er ist eine Zahlungsvereinbarung zwischen zwei Parteien. Der Wert dieser Zahlungsvereinbarung ergibt sich aus der Differenz der Kurse des Basiswerts (zum Beispiel einer Aktie oder einer Währung) zum Zeitpunkt des Kaufs und Verkaufs des CFDs. Wenn die Differenz zwischen dem Basiswert und dem Wert zum Verkaufszeitpunkt positiv ist, muss der Verkäufer dem Käufer diesen Wert bezahlen. Ist die Differenz hingegen negativ, muss der Käufer dem Verkäufer den entsprechenden Wert zahlen. Beim CFD Trading muss eine Sicherheitsleistung hinterlegt werden.

Nie vergessen darf man: Das CFD Trading ist mit hohen Risiken behaftet und beinhaltet keine Garantie, schnell viel Geld zu verdienen.

2. Was ist der Unterschied zwischen CFD Trading und dem normalen Börsenhandel?

Beim normalen Börsenhandel werden reale Werte wie Aktien, Währungen und anderes gehandelt. Die CFDs sind hingegen Derivate. Hier werden anstelle eines realen Werts Risiken gehandelt. Diese Risiken werden auf einen Basiswert bezogen (ein bestimmter Umstand am Vertragsbeginn). Dadurch können Risiken gebündelt und ausgelagert werden, beispielsweise kann sich ein Landwirt gegen Preisschwankungen absichern. Andererseits können CFDs als Hochrisikogeschäfte durchgeführt werden.

3. Was sind die Vorteile von CFDs?

Dadurch, dass man beim Handel mit CFDs nicht den eigentlichen Wert besitzt, sind die Kosten niedriger. Der Handel mit CFDs ist vom Gesetzgeber deutlich weniger reguliert als der normale Börsenhandel. Zum Beispiel sind die Margen (Sicherheitsleistungen) beim Handel mit CFDs weit niedriger. Dies bedeutet, dass auch jemand mit wenig Kapital mit großen Mengen an CFDs handeln kann. Die potentiellen Gewinnmargen sind deutlich höher als beim normalen Börsenhandel. Dies zieht vor allem in der letzten Zeit Händler, sogenannte Trader, an. Wer es denen gleichtun möchte, sollte mit einem CFD Demokonto Erfahrungen beim Traden von CFDs sammeln. So lernt man, die Risiken gut einzuschätzen und steigert die Aussicht, die Chancen der CFDs nutzen zu können.

4. Wo lauern die Gefahren beim CFD Trading?

CFDs sind im Grunde gehebelte Geschäfte. Das bedeutet, dass das CFD Trading ein Hochrisikogeschäft ist. Selbst kleine Veränderungen der Ausgangslage führen bei CFDs zu großen Veränderungen des Resultats. Neben der Chance, innerhalb kurzer Zeit sehr viel Geld zu verdienen, besteht andererseits jedoch auch die Gefahr, in kürzester Zeit sehr viel Geld zu verlieren. Durch die Hebelung der Geschäfte kann der Basiswert in kurzer Zeit hohe Kurssprünge machen. Dadurch kann beim Ende des Geschäfts innerhalb von Sekunden der Basiswert von positiv zu negativ für den Trader wechseln. Durch diese Kurssprünge besteht die Gefahr von hohen Nachschusspflichten für den Trader – grundsätzlich weit über den anfänglichen Einsatz hinaus. In Deutschland dürfen Broker Privatanlegern allerdings keine CFDs mit Nachschusspflicht mehr anbieten (Allgemeinverfügung der Bafin vom 8. Mai 2017).

5. Wie kann man mit CFDs handeln?

Immer wieder haben Einsteiger Angst vor den Risiken des CFD Tradings. Andere wiederum haben unrealistische Gewinnerwartungen und stürzen sich deshalb viel zu schnell in das CFD Trading. Gerade wegen der Kompliziertheit dieser Geschäfte und ihrer Risiken ist es wichtig, sich gut zu informieren. Viele Einsteiger sind auf das schnelle Geld aus, jedoch wird oft geraten, das CFD Trading besser eher als ein langfristiges Investment anzusehen. So kann der Fehler, bei kurzfristigen Verlusten zu nervös zu werden und hektisch nach Ausgleichsmöglichkeiten zu suchen, leichter vermieden werden. Angesagt beim CFD Trading sind also Geduld und auch etwas Bescheidenheit. Wichtig ist es auf jeden Fall, immer die Risiken im Blick zu behalten und wenn möglich zu minimieren. Ein CFD Demokonto gibt hier etwas mehr Sicherheit.

Seine CFD Trading Strategie solte man außerdem so einfach wie möglich halten. Überladen Sie sich nicht mit zu vielen Informationen – einige wenige, gut ausgesuchte Indikatoren helfen mehr als ein Dschungel aus vielen unübersichtlichen Charts. Hier gibt Ihnen eine gute Forex Trading Software die richtige Hilfestellung. Viele Programme sind inzwischen sogar kostenlos erhältlich. Versuchen Sie immer, so up-to-date wie möglich zu sein. Je schneller Sie die aktuellen News zur Hand haben, je besser können sie auf die aktuellen Entwicklungen reagieren. Folgen Sie außerdem langfristigen Trends.

Die extreme Volatilität des CFD Tradings bedingt, dass Sie rechtlich gut abgesichert sein sollten. Das CFD Trading ist vom Gesetzgeber her recht wenig reguliert. Obgleich, wie bereits erwähnt, in Deutschland Broker Privatanlegern keine CFDs mit Nachschusspflicht mehr anbieten dürfen, bleibt das Risiko des Totalverlustes bestehen. Für Berufstrader ist eine möglichst umfangreiche Eigenabsicherung sehr wichtig; dazu können zum Beispiel die Trennung von Kundengeldern, die Einlagensicherung und ein effizientes Kundenanfragen- und Beschwerdemanagement gehören.
Bedingt durch die Kompliziertheit und Vielschichtigkeit des CFD Tradings ist es sehr wichtig, sich so gut wie möglich zu informieren – und immer einen kühlen Kopf zu behalten: Wägen Sie klar ab und lassen Sie sich von Verlusten nicht aus der Ruhe bringen. So kann man die Chancen des CFD Tradings besser nutzen und die Risiken minimieren – damit der Spaß daran nicht zu kurz kommt!













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  • Quelle: red | Foto Währungspaare: PIX1861 / Csaba Nagy, Fotomontage mit Tablet-PC: geralt / Gerd Altmann, beide Pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 01.03.2018 - 07:49 Uhr
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