Akku-Mythen bei Smartphones

Akku-Mythen bei SmartphonesGörlitz, 16. März 2016. Wer kennt das nicht: Der Akku vom Smartphone ist immer dann leer, wenn man es ganz dringend braucht. Viele machen sich deshalb durchaus Gedanken, wie man richtig mit dem Akku umgeht, um diesen möglichst lange gebrauchen zu können. Beim Verbraucher besteht aber oftmals die Annahme, dass sich im Gegensatz zu anderen Features des Smartphones (wie Display, Kamera etc.) der Akku über die Zeit nur wenig verbessert. Doch muss man eindeutig festhalten, dass eine ständige Optimierung der entsprechenden Technologie vorgenommen wird. Viele laden ihr Endgerät auch nur "irgendwie", ohne wirklich zu wissen, worauf sie achten müssen. Schuld sind nicht selten die zahlreichen Mythen über Akkus.

Abbildung: Längst hat auch der Landkreis Görlitz eine gute Mobilfunk-Netzabdeckung und das Smartphone ist hier wie anderswo zum Alltagsbegleiter geworden. Doch wie stark strapazieren stromfressende Apps und unterschiedliche Lademöglichkeiten – vom Netzteil über der Kfz-Adapter bis hin zu Powerbank und Solarmodul – den Handyakku?

Foto: HND, Pixabay, Lizenz CC0 Public Domain

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Falschannahmen und Tipps zu Akkus

Heutzutage wird vor allem der Lithium-Ionen-Akku verbaut, auch in unseren Smartphones. Dessen Technologie wird ebenso permanent verbessert und zeigt schon enorme Unterschiede zu vorherigen Modellen wie dem Nickel-Cadmium-Akku.

Die folgende Auflistung soll gängige Falschannahmen über den Lithium-Ionen-Akku aufdecken:

    • Der Akku muss nicht ständig komplett auf- bzw. entladen werden. Auch einmaliges Laden auf 100 Prozent ist nicht nötig, der Ladezyklus kann auch in zwei Phasen vorgenommen werden.

    • Aufladen und gleichzeitige Handybenutzung ist nicht grundsätzlich schädlich für den Akku – das wichtige Telefonat kann während des Ladevorgangs durchaus geführt werden.

    • Das Endgerät kann sehr wohl über den USB-Anschluss geladen werden, da die Ladeelektronik im üblicherweise Smartphone sitzt und somit "Schlimmeres" wie eine Überladung oder einen Kurzschluss verhindern kann.

    • Die sogenannte "Neukonditionierung" (d.h. die ersten Ladevorgänge müssen mind. zehn Stunden betragen) gibt es beim Lithium-Ionen-Akku nicht.

    Auch der sogenannte "Memory Effekt" existiert bei den derzeitigen Akkumodellen nicht: Man muss das Gerät also nicht entladen, bevor man es laden möchte.

    Gerade Hersteller raten oft zu den (teuren) Originalteilen. Doch kann man auch entsprechende Nachbauten verwenden - aber Achtung: Auf billige Fälschungen aufpassen, die können dauerhaft zu Schäden am Akku und dem Gerät selbst führen.

    Ist man sich dieser Tatsachen erst einmal bewusst, ist der Umgang mit dem leidigen Thema Akku gleich entspannter. Wenn man die folgenden Tipps noch wahrnimmt, kann man den Akku auch lange noch gebrauchen.

    • Dauerhaft komplettes Ent- und Aufladen sollte vermieden werden. Andernfalls werden die Elektroden des Akkus zu stark belastet und es kommt zu Schäden.

    • Man sollte keine dauerhaft zu hohen Ladezustände erzeugen. Ideal ist ein ständiger Ladezustand zwischen 30 und 70 Prozent, auf kurzfristiges Laden in den Randbereichen (1-30 Prozent und 70-100 Prozent) sollte man verzichten.

    • Das Gerät nicht dauerhaft am Ladegerät hängen lassen – es bedeutet nur zusätzliche Belastung für den Akku!

    • Große Hitzentwicklungen gilt es zu vermeiden, d.h. nicht den gesamten Ladevorgang mehrere Anwendungen am Smartphone gebrauchen. Generell sind Temperaturextreme (zu heiß bzw. zu kalt) weder für die Akku-Technik noch für das Gerät förderlich.

    • Wer sein Handy schnell geladen haben möchte, sollte es in diesem Zeitraum ausschalten.

    Natürlich geht auch der bestgepflegteste Akku irgendwann einmal kaputt. Ob man sich deshalb gleich ein neues Handy kaufen muss oder zu einem Ersatzakku greift, das sollte dann jeder selbst entscheiden.

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  • Quelle: red | Foto: HND, Pixabay, Lizenz CC0 Public Domain
  • Erstellt am 16.03.2016 - 01:36Uhr | Zuletzt geändert am 28.10.2020 - 10:51Uhr
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