In Sachsen gab es im letzten Jahr über 1.400 Fälle von Internetkriminalität
Dresden, 3. Juni 2015. Im Jahr 2014 wurden in Sachsen mehr als 1.400 Fälle von Straftaten im Internet registriert. Das teilte das Landeskriminalamt in Dresden am Freitag mit. Insgesamt wurde ein Schaden von 900.000 Euro verursacht. Über die Hälfte der registrierten Straftaten entfielen auf den Bereich des Internetbetrugs. Dabei helfen oft schon einfache Vorsichtsmaßnahmen, das Risiko zu minimieren.
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Online-Straftaten bleiben in Sachsen ein verbreitetes Phänomen
Datenklau, Online-Abzocke, betrügerische E-Mails oder Konto-Hacking, Kriminalität im Internet ist längst zu einem massiven Problem geworden. Im Jahr 2014 registrierte die Sonder-Abteilung für Internet-Kriminalität des LKA Sachsen, das CyberCrime Competence Center Sachsen, rund 1.400 Straftaten. Ein Vergleich zu den Zahlen der vergangenen Jahre (2013 wurden rund 2.300 Fälle bekannt) ist laut LKA nicht möglich, da ab diesem Jahr eine neue Zählweise zur Erstellung der Statistik angewandt wird. So wurden für das vergangene Jahr nur die Fälle aufgelistet, die ihren Ausgang fraglos von deutschem Boden beziehungsweise deutschen Servern genommen haben.
Mit über der Hälfte der registrierten Fälle standen laut LKA Straftaten aus dem Bereich des Computerbetruges an der Spitze der Statistik. In diese Kategorie fallen etwa das Abheben von Geld von fremden Bankkonten oder der unberechtigte Zugriff auf Online-Banking Accounts. An zweiter Stelle standen Angriffe auf Computer mit Schadsoftwares wie Viren oder Trojanern, die private Daten unbemerkt an Dritte weiterleiten. Erwähnenswert ist auch die Zahl von Vergehen im Bereich Internetglückspiel und Sport-Wetten. Diese werden jedoch häufig weniger aus krimineller Energie, sondern aus Unwissenheit über die stetig wechselnde Rechtslage begangen. Insgesamt belief sich der durch die 2014 in Sachsen registrierten Online-Straftaten verursachte Schaden auf rund 900.000 Euro.
Mangelnde Kompetenz der Internetnutzer macht es den Gangstern oft leicht
Damit ist Cyberkriminalität weiter auf dem Vormarsch. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung beläuft sich der Schaden, den die Kriminellen in Deutschland im und durch das Internet verursachen, inzwischen jedes Jahr auf insgesamt 3,4 Milliarden Euro. Experten erwarten, dass diese Zahl in den kommenden Jahren sogar noch deutlich steigen wird. Denn die Verlagerung vieler Bereiche des täglichen Lebens und des Einkaufsverhaltens ins Internet sowie der stetig voranetriebene Netzausbau für schnellere Verbindungen machen Online-Daten zu einer immer lohnenswerteren Beute für Kriminelle.
Dabei ließen sich sehr viele der Verbrechen im Internet schon durch einfache Maßnahmen vermeiden. Durch die Wahl eines sicheren Passwortes und die Nutzung einer aktuellen Security-Software lässt sich ein Großteil von automatisch generierten Attacken auf die eigenen Daten abwehren. Bei Bankgeschäften im Internet sollte außerdem stets die "11-Punkte-Checkliste für sicheres Online-Banking" beachtet werden. Sicheres Surfen ist in weiten Teilen eine Frage von eigener Vorsicht und kompetentem Umgang im Netz. Denn im digitalen gilt genauso wie im analogen Leben: Gelegenheit macht Diebe.
Quelle: https://www.volkswagenbank.de/de/privatkunden/banking/sicheres-online-banking/checkliste.html
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- Erstellt am 03.06.2015 - 11:25Uhr | Zuletzt geändert am 03.06.2015 - 11:57Uhr
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