Barockhaus Neißstraße mit neuen Dauerausstellungen

Görlitz. Der Termin passt: Zum 2012 erstmals in Görlitz stattfindenden Bachfest - dessen Orte wechseln - werden im Barockhaus Neißstraße 30 die neuen Dauerstellungen im ersten Obergeschoss der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zugleich markiert die Eröffnung den Abschluss der Sanierung und Neugestaltung des Kulturhistorischen Museums im Barockhaus Neißstraße 30. Knapp 500 Quadratmeter Ausstellungsfläche sind neu entstanden, hinzu kommen neue Magazinräume im Handwerk 1 sowie der Lesesaal und die Büros der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften im Haus Handwerk 2, die bis zum Jahresende fertig sein sollen. Die Görlitzer und die Gäste der Stadt sind zur Eröffnung (siehe unten) herzlich eingeladen.

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Kulturhistorisches Museum zeigt die "Bürgerliche Kultur des Barocks in Görlitz“

Die frühere Wohnung des Damasthändlers Johann Christian Ameiß im Vorderhaus des Barockhauses Neißstraße 30 erlaubt einen Einblick in die bürger­liche Kultur der Barockzeit. Die Zimmer wurden passend zu ihren ursprünglichen Funktionen möbliert, die Farbgestaltung richtet sich nach bauarchäologischen Befunden. Die Möbeln, Kunst- und Gebrauchsgegenständen kommen aus dem Bestand des Museums. Sie konnten dank der finanziellen Unterstützung durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien aufpoliert werden.

Den barocken Künsten begegnet der Besucher im Ostflügel der ersten Etage. Hier zeigt das Kulturhistorische Museum In sechs Räumen Kunstobjekte des 17. und 18. Jahrhunderts aus den Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur, darunter kostbare Gemälde, Gold- und Silberschmiedearbeiten, Glas, Porzellan- und Fayencegefäße, textile Kunstwerke und gefasste Skulpturen. Sie dienten dem Bürgertum, das dem Adel nicht nachstehen wollte, zur Repräsentation. Damals wie heute gab die Ausstattung des Hauses zugleich Zeugnis vom Kunstverständnis des Hausherrn.

Die neuen Dauerausstellungen finden ihren Abschluss in der Raritäten- und Wunderkammer der Milich‘schen Bibliothek des 18. Jahrhunderts. Milich schenkte der Stadt Görlitz nicht nur seine Bücher, sondern hinterließ auch ein reiches Erbe an künstlerischen und naturwissenschaftlichen Raritäten und Kuriositäten wie beispielsweise eine Wasseruhr. Seine seltenen Objekte der Künste und Wissenschaften schlummerten bislang in den Depots und sind jetzt erstmals öffentlich zu sehen.

Wer zur Eröffnung am 7. September kommt, erlebt nicht nur barocke Künste, sondern kann die Zeitreise am Abend im Innenhof des Museums mit barocker Musik und einem Glas Wein fortsetzen.

Prädikat: Hingehen!
Eröffnung der neuen Dauerausstellungen
im Barockhaus Neißstraße 30, Görlitz.
Freitag, 7. September 2012, 18 Uhr,
geöffnet an diesem Tag bis 21 Uhr.

Tipp für Wissensdurstige:
Hausführung mit Constanze Herrmann,
Sonntag, 16. September 2012, 15 Uhr.
Thema "Bürgerliche Kultur des Barocks. Wissenschaft und Kunst um 1800“.

Mehr:
http://www.museum-goerlitz.de

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  • Quelle: red | Foto: BeierMedia.de
  • Erstellt am 27.08.2012 - 19:13Uhr | Zuletzt geändert am 27.08.2012 - 19:56Uhr
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