Hochschule Lausitz gewinnt beim Shell Eco-marathon Europe in Rotterdam
Rotterdam | Senftenberg / Zły Komorow. 7.000 Kilometer mit nur einem Liter Kraftstoff - das ist das Äquivalent, mit dem das Team "Lausitz Dynamics" beim vom 17. bis 19. Mai 2012 in Rotterdam ausgetragenen "Shell Eco-marathon Europe" den ersten Platz bei den Prototypen in der Batterieklasse errungen hat. Zum Einsatz auf der Rennstrecke kam "LaDy 3" mit einer Lithium-Polymer-Batterie als Energiequelle. Die Studenten der Hochschule Lausitz haben sich damit im größten europäischen Energieeffizienz-Wettbewerb gegen 20 Teams aus ganz Europa durchgesetzt.
Renommierte Hochschulen auf die Plätze verwiesen
Der Energieverbrauch von LaDy3 lag bei nur 732 km/kWh, was umgerechnet in etwa den erwähnten 7.000 Kilometern pro Liter Kraftstoff entspricht. Die Plätze zwei bis fünf belegten Studenten der TU Graz, der spanischen Universität Ceu Cardenal Herrera, der TU München und der Hochschule Offenburg.
"Smartere Mobilität"
Beim Shell Eco-marathon geht es um Fahrzeuge, die mit einem Liter Kraftstoff eine größtmögliche Entfernung zurücklegen und dabei so wenig Schadstoffe wie möglich ausstoßen - gemäß dem Wettbewerbsmotto "Smartere Mobilität“.
Der Wettbewerb war drei Jahre lang ununterbrochen auf dem Eurospeedway Lausitz ausgetragen worden. 2012 wechselte er nach Rotterdam, wo rund 200 Teams aus 24 Ländern mit 3.000 Studierenden ihre Teilnahme angekündigt hatten. Im Jahr 2011 kam das "Lausitz Dynamics" Team der Hochschule Lausitz im europäischen Vergleich auf den achten Platz bei den Batteriefahrzeugen, war aber schon damals bestes deutsches Team.
Lausitz Dynamics setzt auf Frauen als Fahrer
Ökonomisches - vernünftiges - Fahren scheint vor allem Frauensache: Das Fahrzeug LaDy 3, das für das Institut für Umwelttechnik und Recycling Senftenberg e.V., ein An-Institut der Hochschule Lausitz, startete, wurde von Judith Ehrenreich (25) und Katharina Hoffmann (24), Studentinnen der Medizinischen Technik, über dier Piste gesteuert.
Studentisches Projekt
Der Shell Eco-marathon Europe ist an der Hochschule Lausitz als fächerübergreifendes studentisches Projekt angelegt. Aktuell waren 37 Studierende aus den fünf Studiengängen Maschinenbau, Kommunikationstechnik und Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Medizinische Technik und Biotechnologie der Hochschule Lausitz involviert, unterstützt von Professoren und Mitarbeitern der Hochschule. Wichtige Köpfe auf dem Weg zum Erfolg sind Prof. Dr. Peter Biegel, der das Projekt seit seiner Geburtsstunde im Jahr 2008 als projektbegleitender Professor betreut, Prof. Dr. Sylvio Simon und Prof. Dr. Jens Ridzewski. Projektleiter ist 2012 erstmalig André Pradella, der zugleich den Bereich Konstruktion leitet. Bereits zum dritten Mal ist Christin Lehmann als Marketingleiterin beim Team Lausitz Dynamics dabei.
"Möglich wurde die Teilnahme des Teams der Hochschule Lausitz aufgrund einer gelebten Kooperation mit der Region und der Unterstützung durch zahlreiche Sponsoren", betont das Team von Lausitz Dynamics.
Weitere Hintergründe im Weißwasseraner Anzeiger vom 10. Mai 2012:
Team Lausitz Dynamics gut vorbereitet auf Rotterdam
Im Weißwasseraner Anzeiger am 18. Mai 2012:
Vom Solarboot zum Solarfahrgastschiff
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- Quelle: red | Fotos: Michael Faulstich
- Erstellt am 24.05.2012 - 07:38Uhr | Zuletzt geändert am 24.05.2012 - 08:12Uhr
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