Positive Bilanz zum 6. Görlitzer Notfalltag
Görlitz. Dr. Uwe Treue, Ärztlicher Direktor des Malteser Krankenhauses St. Carolus in Görlitz, ziegt zum 6. Görlitzer Notfalltag vom 24. November 2012 eine außerordentlich positive Bilanz. Mehr als 500 Fachbesucher - Ärzte, Mitarbeiter des Rettungsdienstes und Krankenpflegepersonal - hatten die Gelegenheit genutzt, sich im Vortragssaal der Kulturbrauerei über den aktuellen Stand der Notfallmedizin zu informieren.
Nächster Görlitzer Notfalltag im Jahr 2014
Dr. Treue hatte die Veranstaltung mit organisiert und sieht die Notfallmedizin auf einem guten Weg: "Der große Zuspruch freut mich sehr! Ich denke, wir hatten einen sehr interessanten Tag miteinander, der das gemeinsame Engagement in der Notfallversorgung weiter stärkt.“
Auch die Mitorganisatoren PD Dr. Jörg-Uwe Bleyl, Chefarzt der Intensivmedizin, und Dr. Eric Hempel, Ärztlicher Direktor des Klinikums Görlitz, freuen sich über die gelungene Veranstaltung. Gemeinsam mit Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch vom Stadtischen Klinikum und Geschäftsführer Dr. Alex Blaicher vom St. Carolus begrüßten Sie das Fachpublikum. Dr. Blaicher setzt auch in der Notfallversorgung auf regionale Zusammenarbeit: "Nur gemeinsames Handeln - über Institutionsgrenzen hinweg - dient den Patienten der Region!“
Von den Referenten eröffnete Dr. Oliver Müller, Oberarzt des Vivantes Klinikums im Friedrichshain (Berlin), das Vortrags-Programm. Müller berichtete über die Sauerstoff-Überdrucktherapie bei Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Personen, die das giftige Gas bei Bränden eingeatmet haben, erleiden einen massiven Sauerstoffmangel. In schweren Fällen ist nur mit einer Behandlung in einer Druckkammer noch möglich, Schäden an Hirn und Herzmuskel zu begrenzen. In Berlin stehe eine solche Druckkammer zur Verfügung, so der Oberarzt. Auch aus der Region sei ein Transport dorthin in manchen Fällen sinnvoll.
Von den Görlitzer Fachärzten referierten unter anderem Oberarzt Dr. Andreas Kinscher, Anästhesist und Intensivmediziner des Malteser Krankenhauses, und Dr. Mark Frank, Leiter der Notaufnahme des Klinikums, zu wichtigen Themen. Unter dem Begriff "Polytrauma-Management“ stellte Dr. Kinscher wirksame Einsatz-Strategien bei schwer Unfallverletzten vor. Dr. Frank moderne neue Technologien bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung vor: Neue medizinische Geräte übernehmen die Kompression des Brustkorbs und erleichtern die Arbeit von Notärzten und Rettungsdienst, was die Überlebenswahrscheinlichkeit erhöhen könne.
Weitere hochkarätige Referenten bereicherten das Themenspektrum und gaben neuste Erkenntnisse weiter. Unter anderem stellten leitende Notärzte ihre Einsatz-Analysen besonders drastischer Ereignisse vor: Der dramatische Busunfall am Schönefelder Kreuz im September 2010 sowie eine Massen-Karambolage im April 2011 auf der A19 Berlin-Rostock kamen zur Sprache.
„Ich denke, viele Teilnehmer nehmen für den Berufsalltag eine ganze Menge an Anregungen mit. Die Impulse, die wir als Veranstalter erhalten haben, finden dann Eingang in das Programm des Notfalltages in zwei Jahren“, resümiert Dr. Treue.
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- Quelle: red
- Erstellt am 29.11.2012 - 10:18Uhr | Zuletzt geändert am 29.11.2012 - 10:31Uhr
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