Sorgfältige Auswahl von Mineralwasser für die Gesundheit

Sorgfältige Auswahl von Mineralwasser für die GesundheitGörlitz, 10. Juli 2022. Es gibt zahlreiche Produkte, die unter den Begriff Mineralwasser fallen. Nicht alle sind jedoch besonders mineralstoffreich. Spricht man von einem hohen Gehalt in einem Getränk, dann sind mehr als 1.500 Milligramm gelöste Mineralstoffe pro Liter enthalten. Aufschluss über die Zusammensetzung des Wassers erhält man über den Analysenauszug auf dem Etikett der Flasche. Stärker noch sorgt abwechslungsreiches Essen für die Zuführung von Mineralstoffen. Wer allein den Bedarf über Mineralwasser decken möchte, müsste unendlich große Mengen trinken. Trotzdem ist der explizite Blick auf einzelne Inhaltsstoffe im Trinkwasser aus der Natur aufschlussreich.

Abb.: Frisches Quellwasser ist nicht nur für Wanderer ein Labsal, sondern hat in abgefüllter Form und immer größerer Auswahl – ob nun sprudelnd oder als stilles Wasser – seit Jahrzehnten Einzug in die Haushalte und die Gastronomie gehalten. Die Unterschiede im Mineralgehalt allerdings sind bei den einzelnen Brunnen und Marken beträchtlich. Teils wird aus unterschiedlichen Brunnen stammendes Wasser vor der Abfüllung gemischt.

Foto: Josep Monter Martinez, Pixabay License (Bild beschnitten)

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Mineralwasser ist nicht gleich Mineralwasser

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Deutschland verfügt über 240 Mineral- und Thermalwasserquellen, Österreich über 37. Auch unter Berücksichtigung, dass Letzteres gut viermal kleiner ist als Ersteres, profitieren wir Deutschen von einer außergewöhnlich hohen Anzahl an Quellen und infolgedessen auch von einer großen Vielfalt an verschiedenen Mineralwässern. In beiden Ländern zählt das natürliche Nass seit Jahren zu den beliebtesten alkoholfreien Kaltgetränken. Da es große Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten gibt, sollten sich gesundheitsbewusste Verbraucher über die beinhalteten Mineralstoffe schlau machen, bevor sie sich für ein bestimmtes Trinkwasser entscheiden.

Mineralstoffmangel aufgrund falscher Ernährung – Ausgleich durch Mineralwasser?

Fakt ist, dass die jeweiligen Mineralstoffe wie Kalzium, Natrium, Magnesium und Co. nicht nur für einen individuellen Geschmack sorgen, sondern auch eventuelle Ernährungsmängel zumindest teilweise ausgleichen können. Wer zu Hause bereits das für sich beste Mineralwasser herausgefunden hat, sollte auch auf Reisen darauf achten, ähnlich gutes Wasser zu trinken.

Eine Quelle in Südtirol

In der Nähe des heutigen Hotels "Bad Fallenbach" – der Name ist abgeleitet vom Falbenpachhäusl – wurde das Quellwasser des Bades zu Egg, kurz Zegg-Bad genannt, erstmals in den 1830er Jahren analysiert und damals als Heilwasser bezeichnet. Es handelt sich um ein eisen-, fluor- und iodhaltiges Wasser mit Spuren von


    • Aluminium,
    • Arsen,
    • Bor,
    • Barium,
    • Brom,
    • Chrom,
    • Kupfer,
    • Lithium,
    • Blei,
    • Selen,
    • Zink

und einigen weiteren Mineralien. Heute sprudelt diese Quelle mit dem mineralreichsten Wasser Südtirols nicht weit vom genannten Hotel in St. Leonhard im Passeiertal entfernt, was sich das Haus zunutze macht: Hier genießen die Gäste dieses Mineralwasser nicht nur im Glas, sondern gleichfalls im Vitalbad, das den traditionellen Bauernbädern nachempfunden ist. Insgesamt ist das Hotel ist ein Beispiel für eine ausgereifte Wellness-und-Genuss-Hotellerie, wie sie mittlerweile auch in der Oberlausitz vereinzelt anzutreffen ist. Zu den Annehmlichkeiten für die Gäste zählen im "Bad Fallenbach" etwa eine finnische und eine Waldsauna, ein Panoramaruheraum und eine Dachterrasse sowie ein beheiztee 25 Meter langer In- und Outdoor-Infinity-Pool. Den gebotenen Möglichkeiten entsprechend gehören zur Zielgruppe vor allem Gäste, die Erholung und gelebtes Gesundheitsbewusstsein verbinden möchten – ein Konzept, das etwa auch am Muskauer Park, am Berzdorfer See und im Oberlausitzer Bergland verfolgt wird.

Bedeutende Faktoren beim Einkauf von Mineralwasser

Während Ärzte bei ihren Patienten häufig eine Blutuntersuchung zur Feststellung von Vitaminmangel vornehmen lassen, berücksichtigen sie vergleichsweise selten die Mineralstoffe. Oft werden nur die Eisenwerte überprüft, dabei haben doch auch weitere Mineralstoffe ebenfalls Einfluss auf das Wohlbefinden und die Gesundheit. Obgleich die Analyse und die Auswertung selbstverständlich Sache des Arztes sind, ist es für Kranke wie auch Gesunde interessant, auf den Gehalt an Mineralstoffen und Salzen im Mineralwasser zu achten:


  • Hoher Kalziumgehalt

    Für Menschen, die Milchprodukte vermeiden, sei es, weil sie sie nicht vertragen oder generell ablehnen, ist ein kalziumreiches Mineralwasser empfehlenswert. Mit ihm lässt sich ungefähr die Hälfte des täglichen Bedarfs an Kalzium abdecken. Von Bedeutung ist der Mineralstoff insbesondere zur Stärkung der Knochen sowie für die Erregbarkeit von Nerven und Zellen. Etwa 1.000 Milligramm beträgt der durchschnittliche Tagesbedarf eines Erwachsenen. Für Heranwachsende liegt er sogar bei 1.200 Milligramm. In der Ernährung stellen Milchprodukte und grünes Blattgemüse die Hauptquellen für Kalzium dar. Wer Erstere oder gar beides vermeidet, kann mit einem stark kalziumhaltigen Mineralwasser, das mehr als 150 Milligramm pro Liter enthält, gegen einen entsprechenden Mangel vorbeugen. Ein Test der Stiftung Warentest wies beim kalziumreichsten Mineralwasser in Deutschland sogar 538 Milligramm pro Liter nach.

  • Viel Natrium und Magnesium

    Vor allem Sportler und aktive Menschen benötigen eine ordentliche Portion an Natrium und Magnesium, da sie vor allem diese Mineralstoffe durch Schwitzen verlieren. Magnesium trägt sowohl zur neuromuskulären Reizübertragung bei, dämpft die Erregbarkeit von Nervenzellen und fördert eine hohe Knochendichte. Natrium hingegen spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation des Säure-Basen- und des Wasserhaushalts sowie des Blutdrucks. Es wird insbesondere über die Nahrung aufgenommen, beispielsweise aus industriell hergestellten und deshalb salzreichen Lebensmitteln wie Käse, Wurst und Brot. Der Magnesiumbedarf lässt sich durch diese Nahrungsmittel abdecken:


      • Blattgemüse,
      • Getreide,
      • Fleisch,
      • Milch und
      • Nüsse.

    Unter viel Magnesium im Mineralwasser versteht man einen Gehalt von mehr als 50 Milligramm pro Liter. Der oben genannte Test brachte das magnesiumsreichste Produkt mit 103 Milligramm pro Liter hervor. Der Tagesbedarf an Natrium für Erwachsene liegt bei 1.500 Milligramm. Die Mehrzahl der Mineralwässer verfügt jedoch über einen Natriumgehalt von weniger als 20 Milligramm; als natriumreich gilt ein Wasser hingegen erst ab der zehnfachen Menge.

  • Bedeutung von Hydrogenkarbonat

    Menschen, die unter einem gereizten Magen oder Sodbrennen leiden, sollten darauf achten, dass ihr Mineralwasser viel Hydrogenkarbonat enthält. Dieses gilt als natürlicher Säurepuffer und unterstützt außerdem für die Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes. Zum einen kann es der Körper aus Lebensmitteln wie Obst und Gemüse selbst bilden, zum anderen lässt es sich durch Mineralwasser aufnehmen. Wie hoch die tägliche Menge sein sollte, ist mangels einer empfohlenen Tagesdosis nicht bekannt. Produkte mit einem hohen Anteil an Hydrogenkarbonat enthalten über 600 Milligramm/Liter.

  • Hoher Bestand an Sulfat

    Stark sulfathaltiges Mineralwasser ist vor allem für Personen, die von Verstopfungen betroffen sind oder über einen trägen Darm verfügen, empfehlenswert. Von Wichtigkeit ist Sulfat unter anderem für


      • die Festigkeit der Haut und Haare sowie
      • für den Proteinstoffwechsel.

    Indem der menschliche Körper schwefelhaltige Aminosäuren aus eiweißreicher Nahrung – darunter Fleisch, Fisch, Eier und Hülsenfrüchte – umwandelt, findet eine Eigenproduktion statt. Während Sulfat hilfreich bei der Verdauungsförderung ist, sollte man bei Neigung zu Durchfall vorsichtig damit sein. Eine Empfehlung für die Tageszufuhr liegt auch hier nicht vor, jedoch gilt Mineralwasser mit mehr als 200 Milligramm Sulfat pro Liter als sulfatreich.

Tipp:
Wer sich unsicher ist, sollte die Frage nach einem individuell besonders gut geeigneten Mineralwasser bei einem Arzt oder Apotheker ansprechen.

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  • Quelle: red | Foto: JosepMonter / Josep Monter Martinez, Pixabay License
  • Erstellt am 10.07.2022 - 10:35Uhr | Zuletzt geändert am 10.07.2022 - 13:47Uhr
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