Was tun angesichts des Coronavirus?

Was tun angesichts des Coronavirus?Görlitz, 28. Februar 2020. Wie sich die Zeiten ändern: Heute reicht es aus, den Chef anzurufen (ja doch, auch in weiblicher Ausführung), am Telefon ein wenig zu hüsteln und vernehmlich "Hatschi!" zu sagen – und schon kommt die freundliche Bitte, man möge doch 14 Tage zu Hause bleiben.

Erhöhte Temperatur? Kann unter Umständen vor allem in den Risikogebieten und bei Reiserückkehrern ein Indiz für eine Coronainfektion sein

Symbolfoto: Gundula Vogel, Pixabay License

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Situation und Vorbeugung

Thema: Coronavirus

Coronavirus

Infektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) verlaufen pandemisch. Lebensgefahr besteht bei einer Erkrankung an Covid-19 vor allem für Immungeschwächte und Ältere. Vielfältige Maßnahmen sollen die Ausbreitung verlangsamen, um medizinische Kapazitäten nicht zu überlasten sowie Zeit zur Entwicklung eines Medikamentes und eines Impfstoffs zu gewinnen. Im Blickpunkt stehen auch die Wirtschaft und soziale Auswirkungen.

Wer sich in diesen Tagen online über die beliebte mexikanische Biermarke "Corona", über die Sonnenkorona oder eine Corona-Zigarre informieren möchte bekommt schnell den Eindruck, auch die Suchmaschinen seien vom Coronavirus infiziert oder, wie man in diesem Fall besser sagen müsste, zugespamt. Da kann man wirklich froh sein ein Amt wie das Gesundheitsamt des Landkreises Görlitz zu haben, das für sachliche Informationen steht.

Wie das Virus in einzelnen Regionen auftaucht, erzählen die Nachrichtensendungen herauf und herunter. Fakt ist: Nach den SARS-CoV-2-Infektionen in Italien sind weitere Risikogebiete in Europa ausgewiesen worden. So wurden für Italien die Provinz Lodi in der Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien in die Liste der Risikogebiete aufgenommen. Auch woanders dringt das Virus vor, denn weitere Risikogebiete sind nun die Provinz Ghom im Iran und die Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang) in Südkorea. Am Status der bisherigen Risikogebiete in China (Region Hubei, inklusive der Stadt Wuhan und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo und Taizhou in der Provinz Zhejiang) hat sich nichts geändert.

Wie sich Reiserückkehrer verhalten sollten

Reiserückkehrer aus oben genannten Gebieten, die grippeähnliche Symptome entwickeln, wenden sich bitte umgehend telefonisch an ihren Hausarzt und nennen, wo sie sich während ihrer Reise aufgehalten haben. Reiserückkehrer aus anderen Gebieten Italiens, bei denen Symptome auftreten, werden ebenfalls gebeten, sich an ihren Hausarzt zu wenden, um individuell abzuklären, ob eine SARS-CoV-2-Infektion vorliegt.

Ganz deutlich: Bitte nicht in die Arztpraxis gehen, sondern anrufen, um das Risiko möglicher weiterer Ansteckungen gering zu halten. Der Hausarzt wird zur weiteren Abklärung den Kontakt zum Gesundheitsamt des Landkreises Görlitz aufnehmen. Das können die Betroffenen aber auch selbst machen, bevor sie sich beim Arzt melden: Das Gesundheitsamt ist unter Tel. 03581 663-2671 erreichbar.

Was macht das Coronavirus so gefährlich?

Im Grunde ist das Coronavirus in seiner Gefährlichkeit mit der echten Virusgruppe vergleichbar: Wirklich lebensbedrohlich ist es vor allem für Vorerkrankte und für ältere Menschen. Nach neuesten Erkenntnissen sollen Infizierte, noch bevor die ersten Symptome auftreten, bereits hochansteckend sein.

Übertragen wird das Coronavirus per Tröpfcheninfektion – und die kann man recht gut verhindern, indem man sich an die guten Regeln aus der Kinderstube erinnert und sich endllich daran hält:

    • regelmäßig und gründlich die Hände mit Seife waschen, denn infizierte Tröpchen können beispielsweise auf Türklinken, Einkaufswagen und allem, was man anfasst, eine Weile überleben
    • sich außerhalb der Wohnung möglichst nicht selbst ins Gesicht fassen
    • beim Niesen und Husten Mund und Nase abdecken
    • vor allem zu Personen, die erkältet scheinen, mindestens einen Meter Abstand einhalten
    • auf Händeschütteln und Bussi-Bussi verzichten
    • Desinfektionsmittel, das gegen Viren wirkt, kann hilfreich sein
    • Atemschutzmasken helfen nur, wenn sie ausdrücklich "virendicht" sind

Die Inkubationszeit, das ist die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung, liegt bei ungefähr 14 Tagen. Typische Symptome einer Coronavirus-Infektion sind Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden. Eine Behandlung bzw. Medikamente, die speziell gegen das neue Coronavirus gerichtet sind, gibt es bisher nicht, ebenso keinen Impfstoff. Dieses Virus wird unsere Welt nicht nur befristet, sondern nachhaltig verändern: Wie das Coronavirus den Wandel vorantreibt.

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  • Quelle: red | Foto: guvo59 / Gundula Vogel, Pixabay License
  • Erstellt am 27.02.2020 - 23:08Uhr | Zuletzt geändert am 06.05.2020 - 17:22Uhr
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