Behinderte junge Leute aus Görlitz und Zgorzelec an einem Tisch

Görlitz-Zgorzelec. „Es ist uns im Laufe des Jahres mit vielen verschiedenen Aktivitäten gelungen, behinderte junge Menschen aus Zgorzelec und Görlitz zusammenzubringen und die Öffentlichkeit für deren Sorgen und Nöte zu sensibilisieren“, so Eva-Maria Reitz über das Projekt "Europa ist für alle da". Am Sonnabend, dem 18. Dezember 2010, trifft man sich zum fünften und letzten Mal grenzübergreifend. Und wie die Projektleiterin beim Verein „Frauen auf dem Weg nach Europa“ weiß, soll sogar Knecht Ruprecht sein Kommen angekündigt haben.

Stiftungsprojekt feiert am Sonnabend seinen Abschluss

Das Projekt „Europa ist für alle da“ wurde von der Veolia Stiftung Görlitz finanziell unterstützt. „Dafür sind wir auch sehr dankbar. Ansonsten hätten wir nicht so viel erreichen können“, ist sich Reitz sicher. Jeweils bis zu 40 hör- und sehgeschädigte junge Menschen, einige von ihnen sitzen im Rollstuhl, bekamen durch dieses Projekt die Gelegenheit, Gleichgesinnte kennenzulernen, sich auszutauschen und eine schöne, erlebnisreiche Zeit zu verbringen. Man war gemeinsam bei der Feuerwehr, hat sich am Weltfriedenstag auf der Neißebrücke getroffen und den Saurierpark Kleinwelka besucht.

Nun geht es am Sonnabend ins Museum. Nach einem ausgiebigen Frühstück beim Malteser Hilfsdienst will das Naturkundemuseum entdeckt werden, später am Tag steht Bowling auf dem Programm und am Nachmittag gibt es Geschenke. Projektleiterin Reitz freut sich auf die Begegnung: „Unsere Idee, verbindend und vor allem über Landesgrenzen hinaus etwas zu bewegen, ist aufgegangen. Niemand muss sich ausgegrenzt fühlen. Jugendliche aus Görlitz und Zgorzelec teilen das gleiche Schicksal. Wir haben sie gemeinsam mit ihren Angehörigen an einen Tisch geholt.“ So konnten auch die Lebensumstände behinderter junger Menschen, die gerade auf polnischer Seite oft in sehr einfachen Verhältnissen leben, aufgeklärt werden. „Europa“, betont Reitz, „ist wirklich für alle da. Vor allem für diejenigen, die unsere Hilfe und Unterstützung dringend benötigen.“

An ihrer Seite hat Eva-Maria Reitz am Sonnabend eine Dolmetscherin, um Sprachbarrieren gar nicht erst aufkommen zu lassen. Auch wenn das von der Veolia Stiftung Görlitz geförderte Projekt nun zu Ende ist - sie will weiter machen und sich auch in Zukunft für die Belange dieser jungen Leute engagieren.

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Kommentare Lesermeinungen (1)
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Hallo 2019

Von Maria und Roman am 09.01.2019 - 11:07Uhr
Schõne Grüße von Maria und Roman. Alles Gute im Jahr 2019!

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  • Quelle: red
  • Zuletzt geändert am 17.12.2010 - 15:47 Uhr
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