Flutbetroffene wollen Schreiben an Tillich übergeben

Zittau. Im Zuge des am 8. September 2010 stattfindenden Bürgermeistertreffens der von der Flut betroffenen Gemeinden im Zittauer Rathaus wollen Bürger ein Schreiben und eine Unterschriftensammlung an den sächsischen Miinisterpräsidenten Stanislaw Tillich übergeben.

Das Schreiben im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Tillich,

in Ihrer Regierungserklärung vom 01.09.2010 haben Sie die Hochwassergeschädigten in erster Linie auf die Eigenvorsorge durch Versicherung verwiesen.

Wir, die Unterzeichner der Unterschriftensammlung haben entweder keine Hochwasserversicherung bekommen oder eine solche wurde uns nach dem Elbehochwasser 2002 gekündigt, obwohl es keinen eigenen Schadensfall gab, wobei intensive Bemühungen um einen anderweitigen Versicherungsschutz erfolglos blieben. Sie haben in Ihrer Regierungserklärung versprochen, dass Sie sich um jeden Einzelnen kümmern werden, dass niemand am Ende alleine dasteht und niemand wegen des Hochwassers in Existenznot geraten soll.

Sie sprechen immer von einem Hochwasser, das wir jedes Jahr im Frühjahr und Herbst haben. In diesem Fall sprechen wir aber von einer Flutkatastrophe, deren Einzelschicksale durchaus vergleichbar mit dem Elbehochwasser 2002 sind.

Bitte lassen Sie Ihren schönen Worten auch die entsprechenden Taten folgen, bitte helfen Sie uns!

Wenn im Vergleich zu 2002 wesentlich weniger Menschen betroffen sind, kostet die Gleichbehandlung der Geschädigten im Vergleich zu 2002 auch wesentlich weniger Geld. Wir dürfen nicht dafür bestraft werden, daß damals bei der Verteilung der Spendengelder Fehler gemacht wurden. Wir wollen keine Sachsen 2. Klasse sein.

Wir, die Unterzeichner sind nur ein Teil der Geschädigten der Flutkatastrophe, die keinen Versicherungsschutz erhalten .

Hochachtungsvoll,

die Verfasser

Volker Hofmann, Mike Reiche, Henry Liebe



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