Förderpreis Demokratie
Pirna / Dresden. Anlässlich der diesjährigen Verleihung des Sächsischen Förderpreises für Demokratie am 9. November erhielten die Pirnaer Arbeitsgruppe „Markt der Kulturen“ und der Verein Aktion Zivilcourage gemeinsam den Sonderpreis des Sächsischen Ministerpräsidenten.
Engagement braucht Finanzierungssicherheit
Dieser Preis würdigt und ehrt nicht nur die Initiative und Leistungen der Arbeitsgruppe Markt der Kulturen und der Aktion Zivilcourage, sondern auch die Beiträge zahlreicher Beteiligter bei dieser wichtigen kulturellen Veranstaltung. Der Markt der Kulturen ist ein Meilenstein in Pirna und der Region. Durch eine attraktive Mischung von Genuss, Kultur und Information bietet sie der Bevölkerung Möglichkeiten, die Vielfalt und die Reize verschiedener Völker und Kulturen näher kennen zu lernen.
Diese Veranstaltung ist in dieser Form nur in einem großen Netzwerk von Beteiligten möglich. Dazu gehören insbesondere die Arbeitsgruppe Markt der Kulturen, die Stadt Pirna sowie die Aktion Zivilcourage. Der Markt der Kulturen setzt jährlich ein deutliches Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit in unserer Region. Er demonstriert, dass unsere Kultur nicht von den Rechten bestimmt werden kann.
Die Aktion Zivilcourage sieht sich stellvertretend für zahlreiche andere Initiativen aus ganz Sachsen, die mit ihrer wertvollen Arbeit zur Förderung von Demokratie und Toleranz beitragen. Zum Dank für diese Anerkennung möchte die Aktion Zivilcourage ermöglichen, dass auch andere an diesem Preis teilhaben können und er öffentlich wirksam ist. Es gibt verschiedene Ideen, die mit den Mitgliedern des Vereins diskutiert werden sollen. Eine dieser Ideen ist, von dem Preisgeld die Jugendlichen aus Pirna und der Sächsischen Schweiz profitieren zu lassen, indem in Pirna im Rahmen einer Kulturwerkstatt ein Übungsraum für Musikgruppen eingerichtet wird. Damit wäre eine weitere Möglichkeit für Jugendliche geschaffen, sich in diesem für sie sehr wichtigen Bereich aktiv betätigen zu können. Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, ihre Interessen aktiv anzugehen, sich an eigenen Ideen zu probieren, ist ein wesentlicher Bestandteil, sie davon abzuhalten, rechten Ideen hinterherzulaufen.
Das Engagement dieser vielen ehrenamtlichen Initiativen zur Förderung von Demokratie und Toleranz trägt zur Stärkung von demokratischen Strukturen bei und kann von staatlichen Institutionen nicht in diesem Maße geleistet werden. Deshalb wäre es wünschenswert, diese Arbeit nicht nur mit Preisen sondern durch längerfristige Finanzierungssicherheit zu honorieren.
Stichwörter
Lesermeinungen (0)
Weitere Artikel-
Neuer inklusiver Spielplatz an der Parkeisenbahn entsteht
Görlitz, 11. März 2026. Auf dem öffentlichen Spielplatzgelände an der Parkeisenb...
-
Lions Clubs spenden 15.000 Euro für neues DLRG-Einsatzfahrzeug am Berzdorfer See
Görlitz, 9. März 2026. Die Sicherheit am Berzdorfer See erhält zusätzliche ...
-
Görlitz verzeichnet 2025 so viele Übernachtungen wie nie zuvor
Görlitz, 24. Februar 2026. Der Görlitzer Tourismus hat im Jahr 2025 einen neuen Höchs...
-
Görlitzer Neiße-Bad öffnet am 9. Februar wieder für Besucher
Görlitz, 4. Februar 2026. Das Görlitzer Neiße-Bad öffnet am 9. Februar 2026 um ...
-
Via Sacra: INTERREG-Projekt vernetzt Pilgerwege im Dreiländereck
Görlitz, 28. Januar 2026. Im Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal in Ostritz endete...
- Quelle: /Agnes Muche
- Erstellt am 11.11.2008 - 12:58Uhr | Zuletzt geändert am 11.11.2008 - 12:58Uhr
Seite drucken
