Nicht ohne meinen Kaffee: die Deutschen wollen auf ihren Kaffee nicht verzichten

Nicht ohne meinen Kaffee: die Deutschen wollen auf ihren Kaffee nicht verzichtenGörlitz, 6. Juli 2021. Das beliebteste Heißgetränk hierzulande - und das gilt nicht nur für die sogenannten Kaffeesachsen, sondern deutschlandweit - ist und bleibt der Kaffee, das "Schälchen Heeßen", wie es im Dreieck zwischen Chemnitz, Dresden und Leipzig heißt. Rund 90 Prozent der Deutschen konsumieren ihn Tag für Tag. Und sogar in den Hochzeiten der Pandemie wollte niemand auf das leckere Getränk verzichten. Doch das Genussmittel steigt im Preis. Wird dies auf den Konsum Folgen haben?

Abb.: Wen der Kaffeedurst plagt, der wird in Görlitz schnell fündig: In der Altstadt etwa auf dem Untermarkt und den abzweigenden Straßen

Archivbild: © Görlitzer Anzeiger

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Kaffee muss sein – koste es, was es wolle

Die Zahl der Kaffeegenießer steigt kontinuierlich. Das gilt, obwohl die Preise ebenfalls stetig in die Höhe gehen. Grund dafür, dass die Kaffeefreunde für ihr Lieblingsgetränk tiefer in die Tasche greifen, ist der Anstieg der Rohkaffeekosten in Zeiten schlechter Ernteerträge. Wir lieben unseren Kaffee einfach zu sehr – ob als Muntermacher am Morgen, während der wohlverdienten Pause im anstrengenden Berufsalltag oder beim Plausch mit Freunden entspannt in der Freizeit.

Kaffeegenuss – auch zu Hause im Fluss

Während des Lockdowns in Coronazeiten vermissten viele recht schmerzlich die kleine, aber feine Pause vom stressigen Alltag: Nichts war es mit dem so geliebten Moment in einem kleinen Café oder einer Cafébar mit italienischem Flair. Entspannt in der Sonne sitzen, sich bedienen lassen, sehen und gesehen werden... sehr viele lieben es einfach!

Der Pro-Kopf-Verbrauch an Kaffee nahm jedoch trotzdem deutlich zu – und zwar insgesamt um 1,5 Prozent. Das heißt, dass die Deutschen im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr pro Kopf 20 Tassen Kaffee mehr getrunken haben. Dazu kam es, weil sich die Deutschen Kaffeevariationen nun umso mehr zu Hause schmecken ließen und zwar in rauen Mengen.

Kaffeekonsument und Barista in Personalunion

Um das unverwechselbare Gefühl des Kaffeegenusses in ihrem Lieblingscafé zumindest teilweise auch zu Hause nachempfinden zu können, ließen sich durchaus viele nicht lumpen und besorgten sich kurzerhand eine Kaffeemaschine mit Mahlwerk. Im Internet sind ganz viele Modelle zu finden. Bei solchen Maschinen legen die Kunden großen Wert auf höchste Qualität. Jetzt erinnert sie der Klang des Mahlwerks, wenn es die Bohnen zu frischem Kaffeepulver zermahlt, der unverwechselbare Duft und nicht zuletzt das Geräusch der Maschine beim Herauslaufen des frisch zubereiteten köstlichen kleinen starken Schwarzen an die so vertrauten Sinneswahrnehmungen beim Barista ihres Vertrauens. Dabei bereitet es auch noch großen Spaß, die Handgriffe, die man sonst bei ihm so bewundernd verfolgt hat, nun sogar selbst auszuführen.

Gastronomen brauchen ihre Kunden

Die Gastronomen im niederschlesischen Görlitz ganz im Osten Sachsens mussten ihren Betrieb für Gäste zuletzt acht Monate lang coronabedingt schließen. Mit der Folge, dass sie erhebliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen hatten. Um den Kontakt zu den schmerzlich vermissten Gästen und Kunden aufrecht zu erhalten, bietet eine Kaffeerösterei in Görlitz ihren Kunden beliebte Kaffeeröstungen beziehungsweise -sorten online an. Wer Kaffee liebt, unterstützt die Rösterei natürlich gerne auch auf diesem Wege.

Auf dass uns der Kaffeeduft bald wieder vor Ort in unserer Lieblingsrösterei, beim Lieblingsbarista und bei allen anderen von uns geschätzten Gastronomen um die Nase weht!

Tipp:
Nichts ist so beständig wie der Wandel: Aus dem Café KUGEL auf der Görlitzer Weberstraße unweit des Untermarktes ist das "neiß" – ein Wortspiel zwischen dem nahen Neißefluss und dem englischen nice – geworden. Weil für das jetzt vegetarisch-vegane Restaurant die Gäste an erster Stelle stehen, werden jene, die auf der Webseite nach Informationen suchen, noch etwas um Geduld gebeten. Es bleibt zu hoffen, dass in den Räumen wieder Veranstaltungen stattfinden so wie vor Jahren mit dem inzwischen verstorbenen Dr. Ernst Kretzschmar.

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  • Quelle: red | Foto: © Görlitzer Anzeiger
  • Erstellt am 06.07.2021 - 07:29Uhr | Zuletzt geändert am 06.07.2021 - 08:29Uhr
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