Barhocker: denn am schönsten ist es an der Theke

Barhocker: denn am schönsten ist es an der ThekeGörlitz, 6. Oktober 2020. Noch in den Achtzigerjahren konnte man – ein wenig Stehvermögen vorausgesetzt – in Görlitz ein Experiment wagen: Binnen eines Tages alle Kneipen aufsuchen und in jeder genau ein Bier trinken. Zum Glück hat sich nicht nur die Zahl der Gaststätten, sondern auch die Kneipenkultur weiterentwickelt und viele verstehen sich heute eher als Bars, wenn sie sich nicht auf die Beköstigung der Touristenströme spezialisiert haben. Der Görlitzer Anzeiger sinniert über Bars und Barhocker.

Abb.: Ein Gruß aus den Siebzigern oder schon wieder top modern?
Foto: Anja, Pixabay License (Bild beschnitten)
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Die Bar als Ausgangs- und Endpunkt des Abends

Schweifen die Gedanken in eine Bar, so sind sie sofort präsent, die Erinnerungen und auch die Klischees. Zu den Erinnerungen gehört die Bodega in Karl-Marx-Stadt, das längst wieder Chemnitz heißt. Die Barhocker des Etablissements waren fest verankerte Säulen, die zudem auf einem Absatz standen, was eine enorme Sitzhöhe über Normal Null ergab. Das Publikum machte der Anschrift "Straße der Nationen" alle Ehre und immer wieder krachten Herren im freien Fall rückwärts auf den Steinfußboden, rieben sich den Hinterkopf und erkletterten ihren Barhocker aufs Neue. Erst wenn dieser Aufstieg nicht mehr von Erfolg gekrönt war, wurden sie vom Personal liebevoll hinausgeschleift und sorgfältig an die Säulen des RAWEMA-Hauses gesetzt, gern paarweise, damit sie nicht umfielen.

Bodegas waren ursprünglich Weinkeller in Spanien, aus denen sich kleine Schänken entwickelten – ein Konzept, das etwa auf die noch recht junge Weinbar "Benigna" am Görlitzer Untermarkt so überhaupt nicht zutrifft: Hier haben wein- und ergo lebensfreudige Macher ihre Vorstellungen von unkomplizierter Weinkultur – aber eben Weinkultur – umgesetzt. Der Görlitzer bucklige Weinknecht, der immer mehr Biertrinker dem Gerstensaft entwöhnt und auf den Weintrip bringt, ist bei Benigna zum Ersten Weinknecht aufgestiegen, der unaufdringlich in die Weinwelt einführt.

Zu den Klischees, die eine Bar zu bedienen hat, gehört ein gewisses James-Bond-Feeling. Wie jeder weiß, nahm 007 seinen Martini "geschüttelt, nicht gerührt" – und ein guter Barkeeper sollte wissen, weshalb. Nun, was an der Bar ausgeschenkt wird, unterliegt dem Wandel, da kann sicherlich der Wein die Cocktails ein Stück weit verdrängen, eines aber bleibt: der Barhocker.

Barhocker rund um den Tresen sind beliebte Aufenthaltsorte, zum Treff oder zum Kennenlernen. Ein bequemer Barhocker kann auch die sogenannten "Barsteher" – spätestens nach einem "Komm, setzen wir uns!" – überzeugen. Da funktioniert an der eleganten Hotelbar ebenso wie an der rustikalen Bierbar einer Altstadtkneipe.

Barhocker bieten viele Vorteile, für den Gast wie für den Wirt:


    • Sie sind bequem, lassen den Gast gerne an der Theke verweilen und laden regelrecht zu Gesprächen ein.
    • Die erhöhte Sitzgelegenheit verschafft dem Gast einen guten Überblick.
    • Zugleich sind Barhocker funktional und lassen sich platzsparend unter der Theke verstauen.
    • Es gibt sie in vielen unterschiedlichen Materialien und Stilen, so dass es einfach ist, für jedes Ambiente den richtigen Barhocker zu finden. Eine große Auswahl dieser beliebten Sitzgelegenheiten findet man etwa im Online-Shop von Kason.

Barhocker für die Gastronomie

Schlaue Wirte nutzen die Bar, um eintretende Gäste auf jeden Fall im Raum zu halten. Ohne die Qual der Platzwahl werden Gäste so nicht nur physisch, sondern auch mental verortet und wechseln vielleicht später an einen Tisch. Ohne Barhocker geht es also nicht. Für das Barhocker-Konzept ist es vollkommen gleichgültig, ob es um die boble Hotelbar handelt, um eine Theke in einem Restaurant, in einer gepflegten Cocktail-Bar, einer spanischen Tapas-Bar, einem Eiscafé, einem Stehcafé oder in einem urigen Pub wie dem Görlitzer auf der Hospitalstraße. Das am Markt verfügbare riesige Sortiment an Barhockern lässt das richtige Modell finden, das zum jeweiligen Gastronomiekonzept passt.

Wer neu anschafft, sollte beim Kauf eines Barhockers darauf achten, dass dieser


    • zum vorherrschenden Ambiente passt,
    • sich farblich gut integriert,
    • stabil und standfest ist,
    • die richtige Höhe hat – üblich sind Höhen von 75 112 Zentimetern,
    • bequem und komfortabel ist und
    • von guter Qualität ist und leicht gereinigt werden kann.

Außerdem sollte man sich überlegen, ob


    • die Barhocker drehbar sein sollen,
    • eine Rückenlehne gewünscht wird und
    • ein dickes Sitzpolster vorhanden sein soll.

Bequeme Barhocker sind nicht nur einladend, sondern bestimmen den Charakter einer gastronomischen Einrichtung. Man muss also schauen, was möglichst perfekt passt, denn:

Viele Modelle stehen zur Wahl

    • Moderne Barhocker aus Massivholz und dicken Sitzpolstern
      Diese bieten einen hohen Sitzkomfort und eine gute Stabilität, besonders wenn sie mit Querstegen an den vier Holzbeinen versehen sind. Diese Hocker gibt es mit Bezügen in vielen unterschiedlichen Farben und Designs. Dabei kann aus verschiedenen Holzarten und diversen Beiztönen gewählt werden.

    • Einfache Barhocker mit bequemen Sitzpolstern
      Durch ihr schlichtes Design fügen sich diese in jedes Ambiente ein. Viele Bezugsfarben und Holzgestelle in unterschiedlichen Beiztönen lassen eine räumlich harmonische Integration zu.

    • Barhocker mit Sitzpolster und bequemer, gepolsterter Rückenlehnen
      Derartige Hocker sorgen für ein schönes Sitzgefühl und einen angenehmen Halt. Auf diesen Hockern lassen sich auch längere Gespräche entspannt führen. Viele Bezugsfarben und Beiztöne ermöglichen eine perfekte räumliche Integration.

    • Moderne, gepolsterte Barhocker mit Rückenlehne in schlankem Design
      Durch die geschwungenen Beine haben diese einen besonders breiten Stand, was ihnen eine erhöhte Stabilität verleiht.

    • Moderne Barhocker mit Rückenlehne aus Schichtholz
      Diese Sitzgelegenheiten sind schon wegen ihrer Robustheit eine gute Wahl. Ob kleine Kneipe oder große Gastronomie, sie lenken den Blick gekonnt auf die schlichte Form und die schöne Holzmaserung.

    • Klassische Barhocker aus Massivholz in einer Vielzahl an Beiztönen
      Diese Barhocker sind funktional, praktisch und werden von einer Fußstütze aus Metall stabilisiert.

    • Traditioneller Barhocker aus Holz mit kunstvoll verzierter Rückenlehne
      Solche Massivholzhocker haben einen ganz besonderen Charme, der viel Gemütlichkeit ausstrahlt.

    • Stilvoller Barhocker in schlankem Design und mit Metallgestellen und schöner Polsterung
      Ein ganz besonders Ambiente verlangt auch besondere Barhocker.

Die Auswahl an Barhockern ist nahezu unübersichtlich groß und die individuellen Konfigurationsmöglichkeiten machen die Auswahl nicht unbedingt leichter. Das Gute daran: Neben dem Grundmodell können Barhocker oft von der Beize des Holzes über die Art der Polsterung bis hin zur farblichen Abstimmung frei gestaltet werden. So passen sie sich optimal an die Bar oder die Ausstattung eines Lokals an.

Anfang und Ende

All die Gedanken, die sich ein Wirt um seine Barhocker machen muss, interessieren den Gast herzlich wenig – er bewertet nur: Gefällt mir oder gefällt mir nicht. Und in den Maße, wie das gastronomische Angebot wächst, werden die Vorlieben des Gastes immer wichtiger.

Schaut man auf Görlitz, dann haben die Bars – wie anderswo die Gastronomieszene auch – eine nicht geringzuschätzende Funktion in der Stadt. Erstens sind sie Treffpunkt: Vor Theater, Konzert oder Kino noch "einen nehmen" und sich auf den Abend einstimmen. Zweitens sind Bars ein Anlaufpunkt für den sogenannten Absacker: Am Ende des Abends noch einmals zusammensein, Revue passieren lassen, neue Pläne schmieden. Für den Wirt kann sich der Absacker allerdings zum Trauma entwickeln: Die Gäste kommen gegen Mitternacht und halten sich bis halb Vier Uhr an einem Glas fest. Das sollte man Verständnis haben, wenn der Wirt sagt: "Feierabend!"

Für alle Beteiligten schön ist es sicher, einen ganzen Abend in oder an der Bar zu verbingen. Anders als am Tisch, wo jeder "seinen" Platz hat, herrscht an der Bar Fluktuation und an das Gesprächsniveau werden nur eher niedrigschwellige Anforderungen gestellt. Ein "Wo habe ich Sie denn neulich gesehen?" reicht völlig aus, um eine aufschlussreiche und abendfüllende Unterhaltung einzuleiten. Spielt dazu noch die Jazzmusik – von gedämpfter Musik in Muschebubu-Atmosphäre ganz abgesehen – steht einem ergebnisoffenen Abend nichts mehr im Wege.

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  • Quelle: red | Foto: cocoparisienne / Anja, Pixabay License
  • Erstellt am 06.10.2020 - 10:52Uhr | Zuletzt geändert am 06.10.2020 - 18:19Uhr
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