ILEK kommt voran
Niesky. Im April wurden fünf Zukunftswerkstätten zur Erarbeitung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) östliche Oberlausitz durchgeführt. An den Beratungen in Königshain, Krauschwitz, Zentendorf, Gebelzig und Schönau-Berzdorf nahmen über 120 Privatinteressenten, Vertreter von Vereinen und Behörden teil. Anhand statistischer Erhebungen innerhalb der Gebietskulisse wie Bevölkerungsentwicklung, Arbeitsmarkt, Infrastruktur u.a.m. begründete das beauftragte Planungsbüro den ersten Entwurf einer Stärken-Schwächen-Analyse, die wiederum Grundlage sein soll für die zu erarbeitenden Ziele bzw. Handlungsfelder.
Projektideen können noch gemeldet werden
In themenspezifischen Arbeitsgruppen wie beispielsweise Dorferneuerung/ Infrastruktur, Tourismus, Wirtschaft, Bildung/ Sport kamen Bürger, ILEK-Team und Behörden miteinander ins Gespräch. Erste Projekte und Ideen wurden vorgestellt und diskutiert. Vereinzelt entwickelten sich schon spontan Synergien, die es nun zu qualifizieren gilt, um aus der Idee ein konkretes Projekt mit Umsetzungschancen entstehen zu lassen.
Die Veranstaltungen wurden von den Bürgern aber auch genutzt, um auf bestehende Mängel in allen Bereichen hinzuweisen. Kritisch wurden immer wieder die Schwerpunkte „Tourismus-Vernetzung der Angebote-touristisches Marketing" angesprochen. Hier liegt ein immenses Potenzial brach, das nur mit der Bereitschaft aller und mit der Aufgabe des „Kirchtum-Denkens“ aufgearbeitet und vernetzt werden kann.
Mitte April wurden auch Bad Muskau und Gablenz in das ILEK "Östliche Oberlausitz" aufgenommen, so dass ein weiterer Landschaftsbereich, der „Muskauer Faltenbogen“, vor allem als touristisches Strukturelement, die Region bereichern wird.
Anfang Mai tagte die Steuerungsgruppe des ILEK, die sich aus Vertretern von Fachbehörden, der Kreishandwerkerschaft, der Sparkasse, der Erlebniswelt Krauschwitz und Kommunen zusammensetzt. Dieses Gremium diskutierte den Entwurf der Stärken-Schwächen-Analyse, das Leitbild, die Handlungsfelder. Die bisher eingereichten Projekte/ Projektideen wurden andiskutiert, dabei jede Maßnahme anhand entwickelter Bewertungskriterien geprüft, um sie den entsprechenden Handlungsfeldern zuzuordnen.
Das Planungsbüro hat nun die Aufgabe, sich mit allen Antragstellern in Verbindung zu setzen, um die Projekte anhand der Hinweise aus der Steuerungsgruppe qualitativ nachbessern zu lassen. Es sollen keine „Wunschlisten“ entstehen, denn es können nur Projekte unterstützt und weiterbearbeitet werden, bei denen alle Kriterien - z.B. Nachhaltigkeit, Synergien, Arbeitsplatzschaffung, Finanzierung - nachgewiesen sind.
Da das ILEK-Konzept bis zum 28. Juni 2007 beim Amt für Ländliche Entwicklung Kamenz eingereicht sein muss, können weitere Anträge vorerst nur noch bis Anfang Juni entgegengenommen werden. Das soll aber nicht abschrecken, sich mit einer Projektidee an das Planungsbüro oder das Landratsamt zu wenden. Jeder Antragsteller erhält in der jetzigen Planungsphase, aber auch drüber hinaus, Unterstützung.
Zwischenpräsentation:
21. Mai 2007 um 9 Uhr in der Jahnhalle in Niesky
(am Friedrich-Schleiermacher-Gymnasium, Zinzendorfplatz)
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- Quelle: /red
- Erstellt am 11.05.2007 - 19:07Uhr | Zuletzt geändert am 11.05.2007 - 19:13Uhr
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