Neu im Goldenen Buch der Stadt Görlitz

Neu im  Goldenen Buch der Stadt GörlitzGörlitz, 25. August 2016. Ein Hauch von Weltläufigkeit schien durch den eltehrwürdigen Sitzungssaal des Görlitzer Rathauses zu wehen, als Oberbürgermeister Siegfried Deinege gestern dort den Filmproduzenten Quirin Berg und den Filmregisseur Florian Henckel von Donnersmarck empfing. Anlass war der Eintrag der beiden Filmleute in das Goldene Buch der Stadt Görlitz. Mit dieser Ehrung festigt Görlitz zugleich seinen Ruf als Filmstadt, die nicht nur originale und perfekte Kulissen liefert, sondern auch verwaltungsseitig auf die Bedürfnisse der Filmemacher eingestellt ist und eine ausgesprochen filmfreundliche Bevölkerung hat.

Ehrung für erfolgreiche Filmleute an der Location Görlitz

Ehrung für erfolgreiche Filmleute an der Location Görlitz

Von Donnersmarck (li.) und Berg (re.) ließen sich vor dem Eintrag ins Goldene Buch von Oberbürgermeister Deinege den Historischen Sitzungssaal zeigen.

Der Termin passte, weil von Donnersmarck und Berg zu den erneuten Dreharbeiten für "Werk ohne Autor" der W.O.A. Film GmbH, die heute enden, nach Görlitz gekommen waren.

Kurzvorstellungen:

  • Quirin Berg wurde 1978 in München geboren und ist einer der beiden Geschäftsführer der Wiedemann & Berg Film GmbH & Co. KG, die kurz vor Studienende im Jahr 2003 an der renommierten Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF München) als gemeinsames Projekt startete.

    Besonders bekannt wurde "Das Leben der Anderen"*), eine gemeinsame Produktion mit Max Wiedemann.

    Quirin Berg ist Mitglied der Deutschen, der Britischen und der Europäischen Filmakademie.

  • Der Kölsche Jung Florian Maria Georg Christian Graf Henckel von Donnersmarck kam 1973 zur Welt. Seine weitverzweigte Familie hat ihren Ursprung als deutsche Siedler in der früher oberungarischen Landschaft Zips (heute Spiš in der Slowakei). Durch Handel und Bergbau in Oberschlesien und Österreich (von Donnersmarck hat neben seinem deutschen auch einen österreichischen Pass) wurde die Familie sehr reich.

    Kindheit und Schulzeit erlebte von Donnersmarck in New York, Berlin, Frankfurt am Main und Brüssel (Bruxelles). Nach dem Abitur folgten zwei Studienjahre in Sankt Petersburg und eine Episode als Russischlehrer, von 1993 bis 1996 studierte er am New College der Universität Oxford Philosophie Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre. Als Student an der HFF München drehte er dort die Kurzfilme "Dobermann" (1998) und "Der Templer" (2002). "Dobermann" gewann den Nationalen Wettbewerb beim Filmfest Dresden, erhielt den Preis "Bester Kurzfilm" beim Filmfestival Max Ophüls Preis sowie den Shocking Shorts Award von 13th Street mit der Folge, dass Donnersmarck am Universal Studios Filmmasters Program in Hollywood teilnehmen konnte. "Der Templer" gewann den Eastman Förderpreis der Internationalen Hofer Filmtage, den Produzentenpreis des Sehsüchte Filmfestivals der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf und das Prädikat "Besonders wertvoll" der Filmbewertungsstelle Wiesbaden.

    Seine bekanntesten Filme sind "Das Leben der Anderen"*) und "The Tourist"

*) Das Leben der Anderen

Zwischen 2006 und 2007 wurde der Film "Das Leben der Anderen", eine gemeinsame Produktion mit Max Wiedemann unter der Regie von Florian Henckel von Donnersmarck, mit dem British Academy Film Award, dem französischen Filmpreis César, drei Europäischen Filmpreisen, vier Bayerischen Filmpreisen, sieben Deutschen Filmpreisen und nicht zuletzt mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet. Die Low-Budget-Produktion zeichnet sich durch ihre ernsthafte, kritische und wegweisende Auseinandersetzung mit der "DDR"-Geschichte aus, indem die Möglichkeit zur Versöhnung zwischen Opfern und Tätern aufgezeigt wird. In den wichtigsten Rollen Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Martina Gedeck und Ulrich Tukur.

Quellen:

Der Text dieses Artikels steht unter der Lizenz CC BY-SA 3.0 DE und wurde unter Verwendung nachstehender Quellen erstellt:

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  • Quelle: red | Fotos: © Stadtverwaltung Görlitz
  • Zuletzt geändert am 25.08.2016 - 09:16 Uhr
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