Immobilienmarkt Görlitz

Immobilienmarkt GörlitzGörlitz, 6. September 2022. Görlitz als Immobilienmarkt ist ein zweischneidiges Schwert: Neben beliebten Wohnlagen wie etwa in der wieder aufgeblühten Altstadt ist in anderen Quartieren der Leerstand noch immer hoch. Wer in der Stadt eine Wohnimmobilie – ob nun zur Selbstnutzung oder als Anlageobjekt – erwerben möchte, ist auf profunde Marktkenntnis angewiesen.

Abb. Rechts die Waage, ein markantes Gebäude auf der Zeile des Görlitzer Untermarktes

Foto: © BeierMedia.de

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Immobilienmakler oder -berater?

Noch diffiziler wird die Angelegenheit, wenn sich im Objekt eine oder mehrere Gewerbeeinheiten befinden. Ein ausgiebiger Spaziergang durch Görlitz verschafft einen ersten Eindruck. Was in anderen Städten schlichtweg nicht vorstellbar ist, gehört zum Görlitzer Stadtbild: Leerstehende Ladenlokale. Allerdings sollte man sich vor vorschnellen und zu einfachen Rückschlüssen auf die Kaufkraft und den Immobilienmarkt hüten.

So zeigt sich am Beispiel Görlitz, dass gute Immobilienmakler stets zugleich gute Immobilienberater sein sollten. Sie haben das Gespür für eine Stadt, in der Umbrüche vergangener Jahrzehnte noch spürbar sind, die aber längst mit Volldampf in die Zukunft fährt.

Basis ist das Vertrauen

Ein guter Berater für den Immobilienan- und -verkauf wird sich gemeinsam seinem Klienten, ob nun einem Verkäufer oder einem Kaufinteressenten, ein umfassendes Bild vom zu verkaufenden oder angestrebten Objekt machen. Ein Verkäufer muss auf die Wertermittlung einer Immobilie vertrauen können, um einerseits nicht unter Wert zu verkaufen und andererseits die Immobilie durch eine zu hohe Wertvorstellung nicht zu verbrennen.

An der Leistung wird gemessen

Schwierig wird es oft, wenn Verkäufer eine hohe emotionale Bindung an ihre Immobilie haben und meinen, auch ein ideeller Wert müsse vergütet werden. Doch genau diesen Wert wird ein Immobilienkäufer nur äußerst selten berücksichtigen.

Für Käufer spielen die Rendite und die künftige Wertentwicklung die ausschlaggebende Rolle, vor allem dann, wenn die Immobilie nicht ausschließlich selbst genutzt werden soll. Auch hier sind jene im Vorteil, die mit einem Immobilienmakler arbeiten, der einen starken Fokus auf die Beratung legt und vor Ort gut vernetzt ist.

Nur so kann ein Berater für Immobilienan- und -verkauf gutsituierte Privatpersonen ansprechen sowie Investoren und institutionelle Kapitalanleger bis zum Kauf- oder Verkaufserfolg betreuen. Professionalität und Erfahrung sind dabei eine gute Basis, um das nötige Vertrauen aufzubauen.

Immobilienverkauf: Wertermittlung und Kundenkontakt

Nach der Sichtung des zu verkaufenden Objektes, der zugehörigen Unterlagen und der Bewertung weiterer Einflussfaktoren wird eine ausführliche Wertermittlung erstellt. Diese Wertermittlung dient neben der Preisfindung auch der Definition des infrage kommenden Käuferkreises.

So richtet sich etwa der Verkauf einer exklusiven Immobilie an einen ausgesuchten Käuferkreis. Um diesen Kreis richtig anzusprechen, bedarf es neben einer durchdachten Herangehensweise auch einer gehörigen Portion Erfahrung. Ein guter Berater für den An- und Verkauf von Immobilien verfügt über die nötigen Kontakte, kennt den Markt und bringt nicht zuletzt ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen mit.
Immobiliengeschäfte gelingen oft besser, wenn über die formalen Bereiche des Immobilienankaufs oder Immobilienverkaufs hinaus gedacht wird. Dazu gehört etwa, unterschiedliche Szenarien und möglicherweise überraschend eintretende Eventualitäten vorausschauend zu bewerten.

Gefragt: Full Service von Anfang an

Ein Berater für Immobilienankauf und Immobilienverkauf sollte in Sachen Finanzierung, Steuern und Recht sattelfähig sein. Das bedeutet nicht, die Steuer- und Rechtsberatung zu übernehmen, aber zu wissen, wann Experten aus diesen Bereichen hinzugezogen werden müssen. Im Grunde schwingt in der Immobilienberatung immer ein Stück Unternehmensberatung mit.
Ist etwa ein Gewerbebetrieb auf der Suche nach einer Immobilie, dann steht die Frage nach Wachstumsabsichten beziehungsweise Wachstumsaussichten. Kann die Immobilie einen später höheren Flächenbedarf für Personal, Maschinen oder Lager bedienen? Für andere spielt die Architektur eine wichtige Rolle; etwa, wenn ein Anspruch an Modernität vermittelt werden soll. Eine gute Lauflage oder die Erreichbarkeit mit dem Pkw können weitere der vielen zu beachtenden Kriterien sein.

Oft ist der Immobilienberater an Entscheidungsprozessen beteiligt oder muss zumindest im Sinne seiner Klientel denken. Dazu gehört etwa – wie in der Biologie – der Konkurrenzausschluss innerhalb eines Objektes oder – ganz im Gegenteil – die Ansiedlung eines bestimmten Unternehmens genau dort, wo bereits mehrere Wettbewerber vertreten sind, denn hier sind vermutlich die potentiellen Kunden unterwegs.

Die Marktlage professionell beurteilen

Nicht allein in Görlitz ist es im Hinblick auf den Kauf etwa eines Wohn- und Geschäftshauses wichtig, dass Leerstände oder Mietausfälle vermieden werden. Wie ist die Mieterstruktur? Ist es wahrscheinlich, dass Mieter demnächst kündigen? Die tiefgreifend muss saniert werden? Könnten Kollisionen mit dem Mietrecht, dem Baurecht, dem Denkmalschutz oder anderen rechtlichen Rahmenbedingungen eintreten?
Mit der Expertise eines qualifizierten Beraters werden mögliche Stolpersteine früh erkannt und können umgangen oder aus dem Weg geräumt werden. Für den Berater für Immobilienan- und -verkauf stehen Markt-, Lage- und Objektanalysen im Fokus. Das macht die Arbeit des Beraters vielseitig, jedoch auch äußerst anspruchsvoll. Von einer guten Zusammenarbeit zwischen dem Immobilienberater und dem Klienten profitieren beide Seiten, vor allem, weil man sich mit höherer Wahrscheinlichkeit dem bestmöglichen Ergebnis im An- wie im Verkauf nähert.

Die Karten gehören auf den Tisch!

Sorgfältig arbeitende Immobilienberater recherchieren für ihre Kunden, ob es bei einem Objekt bislang unbekannte Nachteile geben könnte. Diese Herangehensweise gehört, so darf man erwarten, zu den originären Aufgaben eines Beraters für An- und Verkauf im Immobilienbereich. Eine fachkundige Beratung kann in letzter Konsequenz beinhalten, vom Kauf eines Objektes abzuraten.

Von der Finanzierungsberatung bis zu den Werbekonzepten

Der Berater für Immobilienankauf und Immobilienverkauf sollte bestenfalls in der Lage sein, individuelle Finanzierungskonzepte zu erstellen und die wirtschaftliche Beratung insgesamt zu übernehmen. Dazu gehört es, Einsparungspotentiale aufzuzeigen, Erträge und Kosten zu analysieren und Tendenzen abzuschätzen. Bei Renditeobjekten gehört es dazu, Chancen und Risiken der Geldanlage in Immobilien aufzuzeigen und gegenüberzustellen.

Auch Steuersparkonzepte und vertragliche Gestaltungsmöglichkeiten sollten dem Berater bekannt sein. Hinzu kommt die Fähigkeit, mit Architekten, Bauplanern und Bauingenieuren zusammenzuarbeiten. Da, wo für den Immobilienmakler der Job längst getan ist, arbeitet der Immobilienberater unter Umständen noch weiter für seinen Kunden.

Resümee

Aufgabe eines Immobilienberaters ist es, seinen Kunden beratend und neutral bei wichtigen Entscheidungen eines An- oder Verkaufs zur Seite zu stehen. Um das leisten zu können, muss er ein großes Spektrum an Wissen abdecken. Seine Beratung ist zukunftsorientiert und muss dabei – wie auch anders – Chancen und Risiken aufzeigen.

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  • Quelle: red | Foto: © BeierMedia.de
  • Erstellt am 06.09.2022 - 19:09Uhr | Zuletzt geändert am 06.09.2022 - 22:24Uhr
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