Mehr Auswahl: Die schwierige Standortwahl bei der Unternehmensgründung

Mehr Auswahl: Die schwierige Standortwahl bei der UnternehmensgründungGörlitz, 2. September 2019. Wenn Menschen sich selbständig machen wollen oder bestehende Unternehmen ein neues Unternehmen gründen wollen, dann ist es dank der EU heute viel leichter, sich den Standort auszuwählen. Innerhalb der EU ist es Menschen und Firmen freigestellt, in welchem Land sie sich sesshaft machen oder wirtschaftlich aktiv wollen, denn es herrscht Niederlassungsfreiheit. Diese Niederlassungsfreiheit gewährleistet vor allem Recht auf die freie Wahl seines Wohn- wie auch Geschäftssitzes. Beide Komponenten sind auch grundlegend für die unternehmerische Frage, ob es vorteilhaft ist, ein Unternehmen oder eine Niederlassung im nur einen Katzensprung entfernten Polen oder im nahen Tschechien zu gründen. Wer etwas weiter denkt und die Grenzen der EU verlässt, stößt unverweigerlich auf die Schweiz, denn die ist nicht nur für deutsche Arbeitnehmer attraktiv, sondern auch für Unternehmer und Geschäftsleute.
Abbildung oben: Der Standortvorteil Internationalität ist in Görlitz automatisch im Spiel, bedarf aber mehr Aufwerksamkeit

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Für das Auslandsgeschäft punkten Görlitz als Binnenstandort und die Schweiz

Für das Auslandsgeschäft punkten Görlitz als Binnenstandort und die Schweiz

Die Schweiz, im Bild ist Zürich, hat auf vielen Gebieten international einen hervorragenden Ruf

Wer Vorteile einer Auslandsgründung in der EU sucht, wird schnell merken, das viele EU-Vorgaben in den einzelnen Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt sind, EU-Verordnungen überall gleichermaßen gelten und weitere Richtlinien und Vorschriften EU-weit harmonisiert wurden, also im Grunde ebenfalls in jedem Land der EU gelten. So kann zum Beispiel eine Firmengründung in der Schweiz – also außerhalb der EU – durchaus Vorteile bringen. Die Schweiz bringt den Vorteil mit sich, als Marke etabliert zu sein und weltweit als sehr stabil und zuverlässig zu wirken. Unternehmer setzen darauf, dass dies einen Effekt bei ihren Kunden hat, besonders dann, wenn diese im Ausland ansässig sind.

Als Standort kommen nicht nur die großen Städte infrage. Wer ins Ausland geht, wie etwa in die Schweiz oder den EU-Mitgliedstaat Polen, um den dortigen Binnenmarkt zu bedienen, für den ist es oft das Wichtigste, eine Geschäftsadresse im entsprechenden Land zu haben – die oft sehr teuren Mieten in der Ballungszentren müssen nicht sein.

Görlitz als Musterbeispiel für eine Unternehmensgründung

Görlitz als westlicher Teil der Europastadt Görlitz-Zgorzelec hat sich als deutsch-polnische Nahtstelle als Standort für Unternehmensgründungen etablieren können. Die Nähe zum jeweiligen Nachbarstaat bringt naturgemäß viele Vorteile für Unternehmen, die dort aktiv sind. Für deutsche Unternehmen ist vor allem die sprachliche Barriere nicht so stark wie etwa in manch anderer Stadt in Polen.

In Görlitz, der östlichsten Stadt Deutschlands, reicht der kurze Weg über die Lausitzer Neiße, um in Polen zu sein. Die Stadt bietet mehr, als Gewerbeflächen in Görlitz bereitzustellen: Insgesamt will sie für Unternehmen gute Standortbedingungen gewährleisten und hat auch auf anderen Gebieten klare und vorteilhafte Verhältnisse geschaffen. So ist die Neißestadt bekannt für ihr hervorragendes kulturelles Leben und die guten Lebensbedingungen insgesamt. Zum Beispiel besticht die Stadt durch ihre gut erhaltene Altstadt, die Gebäude aus verschiedenen Epochen besitzt und daher eine Fülle architektonischer Stile bietet.

Was auch immer der Anlass ist, über einen Firmenstandort nachzudenken, es zeigt sich deutlich, dass regelmäßig unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen sind. Das sind einerseits die Lebensbedingungen, die für den Firmeninhaber und die Beschäftigten passen müssen, andererseits auch die Rahmenbedingungen: Die Steuerlast darf nicht zu groß ausfallen, Arbeitnehmer müssen verfügbar sein und es sollten keine besonderen Hemmnisse die Gründung und nachfolgende Investitionen erschweren.

Welche Vorteile sprechen für die Schweiz?

Wer sich für die Schweiz entscheidet, tut dies aber meist sehr bewusst. Gerade die Schweiz ist bekannt für ihre Attraktivität für Investoren; sie gilt als sicher und daher ist es leichter, Gelder anzulocken. Investoren treffen in der Schweiz auf keine Beschränkungen für die Gründung eines Unternehmens aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit, jedoch ist es erforderlich, eine Aufenthaltserlaubnis einzuholen. Wenn es hinsichtlich der Formalitäten ein Problem geben sollte, helfen sicherlich wie überall auf der Welt auch in der Schweiz findige Rechtsanwälte weiter.

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  • Quelle: red | Foto Görlitz: HerKle, Foto Zürich: ramboldheiner / Heiner, beide Pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
  • Erstellt am 02.09.2019 - 07:50Uhr | Zuletzt geändert am 02.09.2019 - 09:06Uhr
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