Länderbahn will Zugverkehr in Ostsachsen sichern

Länderbahn will Zugverkehr in Ostsachsen sichernGörlitz | Viechtach, 23. März 2020. Viele Sachsen sind auch während der Corona-Pandemie auf die Züge der vogtlandbahn und des trilex angewiesen. Gerade im ländlichen Raum und an kleineren Haltestellen ist der Nahverkehr oft die einzige praktikable Möglichkeit, mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zur Arbeit und wieder nach Hause zu kommen. Deshalb hat sich die Länderbahn nach Abstimmung mit den Aufgabenträgern entschieden, das vollständige Fahrplanangebot so lange zu fahren, wie es irgend geht und die Anzahl der Fahrten nicht vorsorglich einzuschränken.

Der Bahnhof Löbau ist die wichtigste Haltestelle zwischen Görlitz und Löbau

Archivbild: © Görlitzer Anzeiger

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Fahrplanänderungen nicht auszuschließen

Thema: Coronavirus

Coronavirus

Infektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) verlaufen pandemisch. Lebensgefahr besteht bei einer Erkrankung an Covid-19 vor allem für Immungeschwächte und Ältere. Vielfältige Maßnahmen sollen die Ausbreitung verlangsamen, um medizinische Kapazitäten nicht zu überlasten sowie Zeit zur Entwicklung eines Medikamentes und eines Impfstoffs zu gewinnen. Im Blickpunkt stehen auch die Wirtschaft und soziale Auswirkungen.

"Solange wir ausreichend gesunde Mitarbeiter haben, die die Züge zuverlässig und sicher fahren können, werden wir das auch tun", versicherte Wolfgang Pollety, der Geschäftsführer der Länderbahn. Abhängig sei man jedoch von der Verfügbarkeit des Bahnnetzes, der Werkstätten und der benötigten Ersatzteile für die Instandhaltung. Der Fahrbetrieb werde natürlich mit allen derzeit gebotenen Hygienemaßnahmen durchgeführt.

Pollety: "Die Eisenbahn gehört zur Daseinsvorsorge in Sachsen und wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass jeder Mitarbeiter im Krankenhaus, bei den Rettungsdiensten, Feuerwehr, Polizei, Lebensmittelhandel und allen anderen wichtigen Bereichen der Wirtschaft auch zuverlässig zur Arbeit und wieder nach Hause kommt."

Aktuell kann die Länderbahn noch fast jeden Zug besetzen und fahren, es gibt nur wenige krankheitsbedingte Ausfälle. Alle Kräfte sind mobilisiert und motiviert, um diesen Zustand möglichst lange aufrechterhalten zu erhalten. Dennoch rufen auch die Verkehrsunternehmen alle Menschen auf, möglichst zu Hause zu bleiben, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, denn jede unnötige Fahrt erhöht das Risiko einer schnelleren Ausbreitung. Mit dem Zug fahren sollte man nur, wenn es wirklich nötig ist. In den Zügen ist inzwischen ausreichend Platz, um deutlichen Abstand zu anderen Fahrgästen zu halten.

Sobald der Krankenstand der Mitarbeiter aber deutlich ansteigt und der volle Umfang laut Fahrplan nicht mehr zuverlässig angeboten werden kann, muss auch in den Länderbahn- Netzen in Abstimmung mit den Aufgabenträgern auf einen Sonderfahrplan umgeschwenkt werden. Deshalb ist es für alle Fahrgäste wichtig, sich vor Antritt der Fahrt zu informieren, beispielsweise auf den einzelnen Websites des trilex und der vogtlandbahn oder in der elektronischen Fahrplanauskunft.

Tipp:
Die aktuellen Bus-Fahrpläne sind im Web auf den Seiten des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) zu finden, kurzfristige Änderungen werden hier bekanntgegeben.

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  • Quelle: red | Foto: © Görlitzer Anzeiger
  • Erstellt am 23.03.2020 - 05:59Uhr | Zuletzt geändert am 23.03.2020 - 06:19Uhr
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