E-Roller - ein immer häufiger zu beobachtendes Phänomen in Großstädten

E-Roller - ein immer häufiger zu beobachtendes Phänomen in GroßstädtenGörlitz, 15. Januar 2020. Auch wenn es in Görlitz erst langsam angekommt: Man kann es schon als ein auffälliges Phänomen bezeichnen, dass – vor allem in größeren Städten – es immer mehr E-Roller zu sehen sind. Damit sind auch die sogenannten E-Scooter gemeint, die dort mittlerweile an jeder Ecke herumstehen und darauf warten, von jemanden ausgeliehen zu werden.

E-Scooter können per App gebucht werden, als Massenphänomen verstopfen sie nach der Benutzung oft Gehwege, was für Städte zum Problem wird

Symbolfoto: Christian Bueltemann, Pixabay License

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Eine ökologisch und finanziell interessante Mobilitätsoption

Eine ökologisch und finanziell interessante Mobilitätsoption

"Erwachsene" Elektroroller sind schick, alltagstauglich und bieten einen gewissen Wetterschutz – und das Abstellen auf einem geeigneten Platz, der andere Verkehrsteilnehmer möglichst wenig behindert, ist dann schließlich auch noch schnell gelernt

Symbolfoto: Trinity_eRoller, Pixabay License

Ob der E-Scooter Boom eine ökologisch Entlastung der Innenstädte darstellt, darüber kann man diskutieren. Interessanter und auf Dauer relevant dürften dagegen jene E-Roller sein, auf denen man recht komfortabel sitzen und mit denen man durchaus schnell weitere Strecken zurücklegen kann. Hintergrund: In der heutigen Zeit muss man sich wirklich Gedanken darüber machen, wie man auf der einen Seite möglichst mobil und dadurch unabhängig bleibt, aber wie man auf der anderen Seite mit dem Themen wie Luftverschmutzung, Fahrverbote, verstopfte Straßen, Staus und Parkplatznot umgeht.

Luftverschmutzung und Fahrverbote sind dabei nicht nur in Deutschland ein großes Thema, denn in vielen Metropolen ist die "dicke Luft" ein Problem. Es gibt einige Städte, die deswegen auf Fahrverbote setzten und andere Städte fühlen sich dagegen einfach machtlos. Da können E-Roller eine Möglichkeit sein, der Smog-Problematik in vielen Städten sowie dem Entstehen von Feinstaub in der Stadt entgegenzutreten. Was dieses Thema angeht, stehen deutsche Städte im globalen Vergleich gar nicht so schlecht da – viele Metropolen weltweit haben ganz andere Probleme mit schädlichen Abgasen in teilweise weit größeren Dimensionen. So hat man zum Beispiel in der indischen Stadt Delhi die Elektro-Roller als eine mögliche Lösung erkannt, um dort dem Smog den Kampf anzusagen. Die E-Roller werden dort sogar als Taxis angeboten.

Die E-Roller bieten einige Vorteile

Wenn es um das wichtige Thema Umweltschutz geht, können die E-Roller durchaus ihren positiven Beitrag dazu leisten. Sie verursachen keine schädlichen Abgase und sind dazu noch besonders leise, was sich auch nur positiv auf die Umwelt ausüben kann. An dieser Stelle können als Beispiel die Trinity Roller erwähnt werden. Diese E-Roller sollen zudem eine kräftige Beschleunigung bieten, weil die Elektromotoren schon aus dem Stadt heraus ein großes Drehmoment, wie der Techniker das nennt, anbieten. Das ist dann von Vorteil, wenn man an einer Ampel Gas – oder in diesem Fall besser gesagt elektrischen Strom – gibt oder überhaupt kraftvoll beschleunigen möchte. So macht Fahren Spaß, der Fahrgenuss kommt auf seine Kosten und man kann gut und gerne auch weitere Strecken mit dem E-Roller zurücklegen. Unterm Strich: Mit einem hochwertigen Roller hat man ein attraktives und wendiges Gefährt, was auch richtig flott sein kann.

Staus – vor allem in den größeren Städten – und die langwierige Parkplatzsuche entfallen, man kommt schneller voran und findet fast überall einen Parkplatz oder, besser gesagt, Abstellplatz. Das macht die kleinen Flitzer besonders in Innenstädten immer beliebter. Hinzu kommt noch, dass das "Tanken" besonders preiswert und umweltschonend sein kann. Man muss zwar sagen, dass die Anschaffungskosten für einen guten E-Roller durchaus etwas höher sein werden, aber dafür kostet der benötigte Strom sehr wenig, was sich dann letztendlich wieder rechnen sollte. Zudem ist auch der Wertverfall dieser Fahrzeuge entsprechend gering. Man redet davon, dass die Stromkosten sich auf weniger als einen Euro pro 100 Kilometer belaufen sollen; sicherlich wird das aber von den jeweiligen Modellen, dem Stromanbieter und nicht zuletzt von der eigenen Fahrweise abhängen. Einen weiteren Vorteil kann man als Rollerbesitzer davon haben, dass die Wartungskosten im Vergleich zu den bei anderen Fahrzeugen normalerweise anfallenden Inspektionen sehr gering sind oder unter Umständen sogar ganz entfallen.

Fazit

Das alles zusammen kann die Erklärung dafür sein, dass immer mehr von den Elektro-Rollern auf den Straßen zu sehen sind. So ein Gefährt ist sicherlich nicht für jeden die ideale Lösung, aber doch sehr viele Menschen könnten mit so einem Elektro-Roller sehr glücklich werden und dabei auch noch etwas Gutes für die Umwelt tun.


Kommentar:

Vor rund fünfzig Jahren war es im Osten die größte Sehnsucht der 15-Jährigen, ein Simson-Moped zu besitzen, am besten einen "Star", später dann ein S50. Mit immerhin 60 Stundenkilometern konnte man damit die nur von der Zonengrenze beschränkte "unbegrenzte Freiheit" erleben. Doch auch auf dem Dorf waren die Kleinkrafträder eine erschwingliche und – im damaligen Osten nicht zu vergessen – auch relativ gut verfügbare Mobilitätsoption. Heute sind die unverwüstlichen Kleinkrafträder der Simson-Vogelserie gefragte Kultobjekte, ähnlich wie es im anderen Teil Deutschlands einmal die Zündapp-Mopeds waren.

Heute stellen derartige Flitzer den einfachsten Zugang zur Elektromobilität dar. Besonders Frauen aller Altersgruppen schätzen es, wenn die Frage nach Benzin und Öl nicht steht, sondern die Steckdose zum "Nachtanken" ausreicht. Anfahren, schalten, gar den Motor abwürgen – das ist ebenso vorbei wie die verdreckte Zündkerze. Schon in naher Zukunft wird man sich fragen, wie die Fortbewegung zum Preis von Abgasen und Lärm überhaupt akzeptiert werden konnte.

Bei Zweirädern leuchtet dem Techniker der Akku als Energiespeicher ein, beim Auto haben da viele noch ihre Zweifel und verweisen als Alternativen auf Wasserstoff und den synthetischen Sprit aus Wasser und Kohlendioxid, der an der TU Freiberg entwickelt wurde und im herkömmlichen Kolbenmotor kohlendioxidneutral verbrennt. Während man also bei der Auto-Antriebstechnologie durchaus noch nicht festgelegt ist, dürfte für Kleinkrafträder und immer mehr Motorräder klar sein, dass sich der akkugetriebene Elektromotor durchsetzt,

meint Ihr Thomas Beier


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  • Quelle: red | Foto Tretroller: Rabenspiegel / Christian Bueltemann, Pixabay License, Foto mit zwei Mädchen: Trinity_eRoller, Pixabay License
  • Erstellt am 15.01.2020 - 07:57Uhr | Zuletzt geändert am 15.01.2020 - 09:40Uhr
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