Schlesisches Nachtlesen 2026 beleuchtet Arbeit und Alltag in Görlitz

Bild zu Schlesisches Nachtlesen 2026 beleuchtet Arbeit und Alltag in Görlitz

Görlitz, 24. März 2026. Save the date: Das Schlesische Nachtlesen am Samstag, 18. April 2026, verbindet Literatur mit regionaler Geschichte und aktuellen Lebenswelten. Zwischen 17 und 22 Uhr öffnen 15 Orte in und um die RABRYKA (Werk I) ihre Türen als temporäre Lesebühnen. Im Mittelpunkt stehen Texte über Arbeit, Freizeit und gesellschaftlichen Wandel in Schlesien und der Lausitz.

Landrat Stephan Meyer beim Schlesischen Nachtlesen 2022

Foto: Axel Lange

Anzeige
cms[SKYSCRAPER]

Arbeit im Wandel der Zeiten

Bild zu Arbeit im Wandel der Zeiten

Agnieszka Bormann und Jaroslav Rudis beim Schlesischen Nachtlesen 2024 im Gleis 1

Foto: Klaudia Kandzia

Zentrum der Veranstaltung ist das Jugendkulturzentrum RABRYKA, dessen Umgebung durch eine (post)industrielle Prägung gekennzeichnet ist. Ehemalige Fabriken, neue Ateliers, ein Bioladen oder Räume des Polizeipräsidiums werden für einen Abend zu literarischen Schauplätzen. Die Lesungen beleuchten historische und aktuelle Perspektiven auf Arbeit sowie regionale Berufsbiografien.


Thematisch reichen die Texte von Glasmachern in „Aus Salz und Asche“ von Ivonne Hübner über Bergleute in „Die schiefe Kirche“ von Karin Lednická bis zu Webern und Spinnern in „Friedrich Sadebeck, ein schlesischer Baumwollspinner“ von Brigitte Weiß-Kobayashi. Auch wissenschaftliche Perspektiven („Die vier Prinzipien wissenschaftlicher Kreativität“ von Itai Yanai und Martin Lercher) sowie Einblicke in die Kunstbranche („Warum ist Kamilla schön?“ von Hugo Perls), die Kriminalpolizei („Glatz“ von Thomas Duszyński) oder das Zirkusleben („Das Spiel meines Lebens“ von Paula Busch) sind Teil des Programms.


Daneben kommen literarische Stimmen zu Wort, die Arbeit bewusst in den Hintergrund stellen, etwa in „Die Glühbirnendiebe“ von Tomasz Różycki, „Die Flucht der Bärin“ von Joanna Bator oder in der Anthologie „Sommer gab es nur in Schlesien“, herausgegeben von Jochen Hoffbauer. Die Texte führen von der Region zwischen Görlitz und Weißwasser über Nieder- und Oberschlesien bis nach Tschechisch-Schlesien.


Lesebühne für Persönlichkeiten aus Görlitz und Region


Zu den Vorlesenden gehören Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft und öffentlichem Leben. Mit dabei sind Christiane Hoffmann, seit 30 Jahren Projektleiterin des Straßentheaterfestivals Via Thea, sowie Helmut Goltz, dessen Seilerei in achter Generation geführt wird und 2026 ihr 190-jähriges Bestehen begeht. Ebenfalls lesen die Künstlerin Anja-Christina Carstensen, der Musiker Frank Pschichholz, Investor Bernhard Icking von der Energiefabrik Görlitz sowie Chefdramaturg Martin Stefke vom Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau.


Neu im Kreis der Vorlesenden sind Dr. Stephan Aderhold, Geschäftsführer der Kirchlichen Stiftung evangelisches Schlesien, und Frank Zeiler, Geschäftsführer der RABRYKA. Gäste von außerhalb sind Christiane Lehmann, Leiterin des Glasmuseums Weißwasser, sowie der Künstler Klaus Weingarten aus Hannover.


Auch Gastgeber einzelner Orte beteiligen sich selbst am Vorlesen. Friederike Saur vom Görlitzer Stofflädchen, Tobias Sprunk von der Polizeidirektion sowie Michael Beerbaum und Dr. Martin Laqua von CASUS greifen zum Buch. Im Kontext eines Bergbauromans tritt Jürgen Zelder vom Verein Oberlausitzer Bergleute e.V. in Bergmannsuniform auf.


„Schichtwechsel“ und Kinderlesung ergänzen das Programm


Bereits ab 14 Uhr beginnt in der RABRYKA die Auftaktveranstaltung „Schichtwechsel – Gespräche und Kulinarisches aus der Kantine“. Die Veranstaltung verbindet Erinnerungen an den Görlitzer Waggonbau mit literarischen Beiträgen und einem Menü, das sich an der Betriebskantine orientiert. Die Gespräche finden zwischen 14 und 16:30 Uhr statt.


Um 15 Uhr lädt die Stadtbibliothek Görlitz Kinder zwischen 5 und 10 Jahren zu einer interaktiven Lesung aus „Fuchs & Ferkel – Torte auf Rezept“ von Bjørn F. Rørvik ein. Die Veranstaltung dauert etwa eine Stunde und ist kostenfrei.


Das Schlesische Nachtlesen (18. April 2026, 17–22 Uhr) wird vom Kulturreferat für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz organisiert. Tickets kosten 10 Euro im Vorverkauf bis 17. April im Schlesischen Museum sowie 13 Euro am Veranstaltungstag im Schlesischen Museum und in der RABRYKA. Gefördert wird die Veranstaltung vom Bundesministerium des Innern.


„Schichtwechsel“ ist eine Kooperation der RABRYKA mit Polyformers, dem Kollektiv für freie Theaterprojekte, und dem Kulturreferat für Schlesien. Tickets kosten 10 Euro, für Gäste des Nachtlesens 5 Euro. Eine Anmeldung erfolgt direkt über die RABRYKA. Die Förderung erfolgt über das Programm LOKAL – Programm für Kultur und Engagement der Kulturstiftung des Bundes, der Bundeszentrale für politische Bildung und der European Cultural Foundation.


Weitere Informationen unter
www.schlesisches-museum.de/kulturreferat/schlesisches-nachtlesen-2026

Kommentare Lesermeinungen (0)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Schreiben Sie Ihre Meinung!

Name:
Email:
Betreff:
Kommentar:
 
Informieren Sie mich über andere Lesermeinungen per E-Mail
 
 
 
Weitere Artikel aus dem Ressort Weitere Artikel
  • Quelle: red / PM Schlesisches Museum zu Görlitz
  • Erstellt am 24.03.2026 - 10:39Uhr | Zuletzt geändert am 24.03.2026 - 12:03Uhr
  • drucken Seite drucken