Segelsportler kritisieren Reglementierung aus Görlitz

Segelsportler kritisieren Reglementierung aus GörlitzGörlitz, 9. März 2019. Da hatte die Stadtbewegung Motor Görlitz den Finger in die Wunde gelegt, als sie gestern an einem Beschluss des Görlitzer Stadtrates vom 7. März 2019 kritisierte, dass die Anzahl festgemachter Boote auf dem von drei Sportvereinen aufgebauten und betriebenen Segelsportzentrum am Berzdorfer See auf 40 beschränkt bleiben soll. Auch die Segler selbst haben noch am gleichen Tag diese Kritik geteilt und einen Brief an die Verwaltungsspitzen von Görlitz, Markersdorf und Schönau-Berzdorf – diese Kommunen sind die Mitglieder des Planungsverbandes Berzdorfer See – geschrieben.
Abbildung oben: Berzdorfer See

Motor Görlitz: Bootsbegrenzung schadet Segelsportlern

Motor Görlitz: Bootsbegrenzung schadet Segelsportlern

Die neue Staumauer des Witka-Stausees bei Görlitz-Hagenwerder, an dem polnische Segelsportler ihren Stützpunkt haben

Thema: Parteien, politische Akteure und Wähler

Parteien, politische Akteure und Wähler

Demokratie lebt von Akteuren, die substantiell zu Meinungsvielfalt beitragen, konsensfähig sind und so handeln, dass möglichst viele einbezogen werden und ein allgemein anerkannter Nutzen für die Gesellschaft entsteht, der über das oft genannte "Zeichen setzen" hinausgeht.

Das Gute für die Segelsportler am kritisierten Görlitzer Stadtratsbeschluss ist, dass ihr Segelstützpunkt auch über das Jahr 2021 an der Blauen Lagune verbleiben darf. Die jedoch weitergeltende Limitierung der Bootsanzahl kritisierte auch Axel Krüger, Stadtratskandidat auf der Freien Liste Motor Görlitz und selbst Segelsportler: "Die nicht aufgehobene Beschränkung auf 40 Boote stellt eine Geringschätzung der grenzüberschreitenden Kinder- und Jugendarbeit dreier Sportvereine dar. Die hohe Strafandrohung selbst bei kurzfristigen Überschreitungen der Maximalbegrenzung auf 40 Boote wird die ehrenamtliche Arbeit der Sportvereine massiv behindern. Somit werden in Zukunft Ausbildung, Training und die Austragung von überregionalen Wettkämpfen, die den Berzdorfer See aktiv beleben, unnötig erschwert."

Als Mitglied eines Segelvereins nehme er, so Krüger, einen "überheblichen Umgang der Stadträte mit uns" wahr und moniert: "Auch dieser Beschluss wurde getroffen, ohne dass es mit den Sportlern eine Beratung auf Augenhöhe gegeben hätte."

Der Segelstützpunkt entstand im Jahre 2012 auf Initiative der Wassersportler des SV Schönau-Berzdorf in Kooperation mit den Lausitzer Wassersportfreunden und der ISG Hagenwerder. Die drei Vereine arbeiten eng zusammen mit dem Segelclub Delfin in Gablonz an der Neiße (Jablonec nad Nisou) und den Seglern vom Sportclub Türchau (KS Turów), die ihren Segelstützpunkt (Stanica żeglarska) am Witka-Stausee (Nieda-Stausee, zbiornik wodny Niedów) haben.

Mehr:
Der Brief der Segler vom Berzdorfer See vom 8. März 2019

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  • Quelle: red | Fotos: © Görlitzer Anzeiger
  • Zuletzt geändert am 09.03.2019 - 11:24 Uhr
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