Basketball PGE Turów Zgorzelec pleite

Basketball PGE Turów Zgorzelec pleiteZgorzelec, 30. August 2018. Pressekonferenz am 27. August bei den Basketballern von PGE Turów Zgorzelec: Der aus einem 1948 gründeten Sportverein im Jahr 2006 gegründete Basketball-Klub, der seitdem als KKS Turów Zgorzelec S.A. firmierte, hat am 16. August 2018 in Hirschberg (Jelenia Góra) Insolvenz angemeldet.
Abbildung: PGE Turów Zgorzelec steht für große Traditionen im polnischen Basketball

An der Insolvenz führte kein Weg vorbei

An der Insolvenz führte kein Weg vorbei

Die moderne Halle in Zgorzelec dürfen die Basketballer nicht mehr nutzen

Der Vorstandsvorsitzende Mirosław Kabała, der die Position erst am 28. September 2017 übernommen hatte, erläuterte, wie es dazu kam. Angesichts der angespannten finanziellen Situation hatte er versucht, neue Sponsoren zu gewinnen, was ihm im Volumen von 300.000 Złoty (knapp 70.000 Euro) auch gelang. Doch das reichte nicht, um neben den laufenden Ausgaben Gläubigeransprüche aus Vereinbarungen vorangegangener Vorstände und Aufsichtsräte zu befriedigen.

Externe Wirtschaftsprüfer und erarbeitete Rechtsgutachten hatten die Entscheidung zur Insolvenz erzwungen. Wesentlichster Punkt: Die Abschlussunterlagen für die Jahre 2016 und 2017 sowie der Bericht des Abschlussprüfers verdeutlichten die Last der fälligen Verbindlichkeiten, die sich per 30. Juni 2018 auf 4.350.782 Złoty (eine reichliche Million Euro) beliefen. Hinzu kommt ein Gerichturteil, wonach dem Trainer Mathias Fischer noch 92.000 Euro zustehen. Da die Verbindlichkeiten das Anfangskapital und die Finanzierungsmöglichkeiten der KKS Turów Zgorzelec S.A. um ein Vielfaches übersteigen, blieb nur noch die Insolvenz. Die Liste der Gläubiger ist 88 Positionen lang, darunter Angestellte, Vermieter, Transportdienstleister und Versicherungen. Ohne die Insolvenz wäre es zu etlichen Zahlungsklagen gekommen.

Laut Kabała hätten gesichtete Unterlagen und interne Audits aufgezeigt, dass die Schulden des Klubs von Jahr zu Jahr gestiegen waren. Dies sei umso überraschender für ihn, führte Kabała aus, weil seine Vorgänger während ihrer Amtszeit wiederholt vom "Straffen des Gürtels" gesprochen hätten. Doch die Phasen, die von ihnen als "Ersparnisse" bezeichnet wurden, waren gar nicht wirtschaftlich und jene Teams, die mit beträchtlichem Geldaufwand aufgebaut wurden, erzielten die schlechtesten Ergebnisse in der Vereinsgeschichte, deren Höhepunkt der Gewinn der polnischen Landesmeisterschaften 2013/2014 ist.

Mehr / po Polsku:
KKS Turów auf powiatzgorzelecki.info



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  • Quelle: red | Fotos: Matthias Wehnert
  • Zuletzt geändert am 30.08.2018 - 08:19 Uhr
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