Sächsische Immobilien unter dem Hammer

Sächsische Immobilien unter dem HammerSachsen, 30. Mai 2022. Sein Geld in Immobilien anzulegen, kann – Betonung auf kann – eine sehr gute Idee sein. Wer sich den Neubauärger sparen will, kauft aus dem Bestand, wobei: Eine Sanierung ist oftmals auch nicht ohne. Aber was soll man denn sonst mit dem Geld machen? Auktionen bieten die Gelegenheit, dank überraschender Angebote seine Fantasie mitspielen zu lassen.

Abb.: Die Brandenburger Straße in Potsdam, der zentrale Boulevard. An der Behlertstraße hingegen kommt ein innerstädtisches Entwicklungsgrundstück zum Mindestgebot von 4.500.000 Euro zur Versteigerung

Foto: © BeierMedia.de

Anzeige

Von der Villa über ein Ambulatorium bis zum früheren US-Konsulat

Ganz offensichtlich sind es in der Tat außergewöhnliche Immobilien aus Sachsen, die auf den Berliner Sommer-Auktionen der Deutsche Grundstücksauktionen AG (DGA) am 23. und 24. Juni 2022 möglichst den Eigentümer wechseln sollen. Insgesamt 83 Immobilien aus elf Bundesländern kommen mit einer Mindestgebotssumme von zusammen rund 15 Millionen Euro zum Aufruf. Im Katalog finden sich neben sehr außergewöhnlichen Objekten auch Wohnhäuser, Eigentumswohnungen, Grundstücke und Gewerbeimmobilien.

Villa

Ein besonderes Auktions-Highlight findet sich in Dresden: Hier steht die attraktive denkmalgeschützte Villa "Mon Repos" in bevorzugter Villen-Wohnlage und nur 300 Meter vom Elbufer mit Elbfähre entfernt zum Verkauf. Das um 1889 errichtete Gebäude wurde Ende der 1990er bis zum Anfang der 2000er Jahre komplett saniert und modernisiert. Es umfasst sechs Appartements sowie einen Gästespeiseraum.

Die Außenanlagen sind im Zuge der Baumaßnahmen sehr aufwendig mit einem großen Grillplatz, einem Zierfischteich sowie einer Gartenkapelle angelegt worden. Auf dem Grundstück befindet sich ein winterfestes Holz-Gartenhaus mit einem weiteren Appartement darin. Die Appartements sind jeweils für mehrere Monate vermietet, ein Komplettumbau zur anschließenden Selbstnutzung eines Großteils der Villa wäre denkbar. Voraussetzung: Man kann ab 775.000 Euro mitbieten.

Waldgrundstück

Aus Oberwartha, einer 1997 nach Dresden eingemeindeten Ortschaft, wurde ein rund 1.550 Quadratmeter großes Waldgrundstück eingeliefert. Das Grundstück, durch das ein Bach verläuft, befindet sich in einem Wohnviertel. Die Auktion startet bei 15.000 Euro.

Konsulat

Eine besondere Immobilie findet sich im sächsischen Eibenstock. Hier steht das denkmalgeschützte ehemalige Konsulat der USA ab 95.000 Euro zum Verkauf. Das repräsentative Gebäude wurde von ca. 1891 bis ungefähr 1908 als Generalkonsulat der USA genutzt. Hintergrund: Gegen Ende des 19. Jahrhunderts belieferten die Eibenstocker Stickereifabrikanten weite Teile des Weltmarktes – ein Großteil der Textilerzeugnisse war für den Export nach Übersee bestimmt. Zur Pflege der Geschäftsbeziehungen bestand hier deshalb ein US-Konsulat. Es liegt eine Baugenehmigung zur Errichtung von sechs Tiny Houses zur Feriennutzung auf dem Grundstück vor.

Ambulatorium

Aus Eibenstock wurde außerdem ein denkmalgeschütztes Ambulatorium zur Auktion eingeliefert. Das Gebäude in Zentrumslage ist als Wohnhaus mit offener Bebauung in der Denkmalliste mit ortshistorischer und wirtschaftsgeschichtlicher Bedeutung aufgelistet. Eine Baugenehmigung, welche die Nutzungsänderung vom ehemaligen Stadtambulatorium zum Appartementhaus vorsieht, liegt vor. Ab 75.000 Euro kann mitgeboten werden.

Gewerbeobjekt

Ein ehemaliges Gewerbeobjekt mit Anlieferrampe und großen Frei- und Parkflächen wurde aus Torgau im Landkreis Nordsachsen eingeliefert. Der Startpreis liegt bei 14.000 Euro.

Gut zu wissen

Die Deutsche Grundstücksauktionen AG verkauft ausschließlich Immobilien, die – anders als bei Zwangsversteigerungen – von ihren Eigentümern freiwillig verkauft werden. Gemeinsam mit dem Eigentümer legt das Auktionshaus bei der Einlieferung einen Startpreis, das Mindestgebot, fest. Wer als Bieter bei der Auktion das höchste Gebot abgibt und den Zuschlag des Auktionators erhält, erwirbt die Immobilie.

Alle Auktionen sind öffentlich – das heißt, jede Person kann direkt im Saal, per Telefon, Internetgebot oder schriftlichem Festgebot mitbieten. Nähere Informationen zu den Auktionsimmobilien und Versteigerungsbedingungen sind unter www.dga-ag.de zu finden.

Trotz der aktuellen Verordnungslage gelten wegen des anhaltenden Infektionsgeschehens für den Zutritt zum Auktionssaal besondere Bedingungen: Maskenpflicht bei Anmeldung (Gebotsabgabe) und bei Nichteinhaltung des Mindestabstandes von anderthalb Metern. Die DGA empfiehlt dennoch dringend, Gebote telefonisch, mittels schriftlicher Bietungsaufträge oder über das Internet in ihrem Bieterportal abzugeben. Diese Formen der Gebotsabgabe sind laut DGA erprobt und stellen keine Notlösung dar. Die Auktionen werden per Livestream ins Internet übertragen.

Die Sommer-Auktionen der Deutsche Grundstücksauktionen AG im Überblick:


Anzeige