Das richtige Fahrradschloss finden

Das richtige Fahrradschloss findenGörlitz, 30. August 2019. Den Görlitzern ist wie den Bürgern anderer Städte, so auch in der deutschen Fahrradhauptstadt Münster, das Phänomen, dass es Leute gibt, die Fahrräder so sehr lieben, dass sie diese gleich mitnehmen, nicht unbekannt. Für den Fahrradbesitzer, der seinen Drahtesel liebt und schätzt und vielleicht viel Geld in das umweltfreundliche Fortbewegungsmittel investiert hat, ist das überhaupt nicht akzeptabel: Er oder sie möchte sein Veloziped so lange es geht nutzen können.
Abbildung oben: Klar kann man es Dieben leichtmachen, wenn das Fahrradschloss eher als Symbol dient. Klau' mich bitte nicht!

Welches Schloss hält Dieben am längsten stand?

Welches Schloss hält Dieben am längsten stand?

Eine Kette sieht zwar massiv aus, ist aber je nach Stahlqualität unter Umständen schnell durchtrennt

Thema: Ratgeber

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Langfinger und Kriminelle haben es bei ihren Gelegenheitsdiebstählen und planmäßigen Diebestouren nicht selten auf hochwertige und kostspielige Räder abgesehen und entwenden die Fahrräder am helllichten Tag. So kommen jedes Jahr tausende Räder abhanden und für deren Besitzer ist das nicht nur äußerst ärgerlich, sondern auch kostspielig, wenn es sich beim Diebesgut um ein hochqualitatives und damit eben teures Stück handelte.

Umso wichtiger ist die richtige und passende Absicherung der Räder, damit sie so schnell nicht geklaut werden können. Fahrradschlösser bieten diesen Schutz, allerdings klaffen die Unterschiede in puncto Sicherheit – zwischen fast totaler Sicherheit und nur geringer Absicherung – stark auseinander.

Während das eine Fahrradschloss schon mit nur wenig Aufwand und mit simpler Handwerkerzange oder Schraubendreher als Hebel geknackt werden kann, muss bei anderen schon schweres Geschütz aufgefahren werden, um beispielsweise ein gutes Stangenschloss oder Faltschloss öffnen zu können. Die Auswahl an unterschiedlichen Fahrradschlössern ist gigantisch und die Qual der Wahl fürs richtige Schloss umso schwieriger. Fakt ist: Desto hochwertiger und qualitätsvoller das jeweilige Fahrradschloss ist, umso sicherer ist das Ganze.

Das Faltschloss

Wer das beste Fahrradschloss finden möchte, sollte sich im Vorfeld, bevor das Rad auf öffentlichem Terrain abgestellt wird, reichlich informieren und schlau machen. Die Auswahl an Fahhradschlössern ist tatsächlich groß und die Anwendung der einzelnen Schlösser ebenso.

Wer viel mit dem Rad unterwegs ist und beispielsweise täglich mit dem Rad zum Büro fährt und es dann an einem öffentlichen Platz abstellen muss, der sollte absolut auf Nummer sicher gehen und das hierfür beste Schloss aussuchen. Fakt ist: Wenn das Rad nicht genügend gesichert ist, fällt das Dieben schnell auf und schon ist das Fahrrad nach Feierabend futsch und auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Ein Faltschloss beispielsweise lässt sich recht einfach anbringen und schließen. Es gehört je nach Ausführung mit zu den sichersten Schlössern für Fahrräder. Trotz flexibler Bauweise bietet dieses Schloss ein gute Stabilität und Sicherheit.

Die Faltschlösser sind entweder mit einen Zahlencode verschließbar oder mit Schlüssel und üblichem Schloss. Für E-Bikes im Urlaub sind diese Schlösser ebenso gut zur Sicherung geeignet wie auch für normale Räder. Allerdings sollten vor dem Kauf des Faltschlosses die Grundmaterialien des Schlosses selbst sowie auch deren Verarbeitung auf Herz und Nieren überprüft werden.

Zudem sollte man immer mit einem Auge nach den diversen Prüfsiegeln Ausschau halten. Diese sollten auf jeden Fall vorhanden sein, um die Zuverlässigkeit in puncto Material, Robustheit und damit Sicherheit bei der Anwendung der Schlösser zu gewährleisten. Der Nachteil dieser Schlösser liegt einzig in der sperrigen Handhabung und der Größe.

Bügelschloss oder Kette?

Die Klassiker schon seit geraumer Zeit sind bei der Sicherung des Rades die Bügelschlösser. Hier muss der Dieb schon mit großem Werkzeug unter den Jacke anrücken, um den Bügel öffnen zu können – große Bolzenschneider mit langen Hebeln sind hierfür erforderlich. Je nachdem, aus welchem Material das Schloss schlussendlich ist, muss der vermeintliche Dieb oft ohne sein Diebesgut und damit erfolglos den Tatort verlassen.

Gute Qualität und Prüfsiegel sind auch bei der Auswahl eines Bügelschlosses oberstes Gebot. Allerdings lassen sich diese Schlösser wie die Faltschlösser nur schlecht verstauen. Da ist das klassische Kettenschloss eher etwas einfacher und besser aufzubewahren. Doch auch dieses hat es in sich – oder auch nicht: Je nach Beschaffenheit und Material lassen sich Kettenschlösser ebenso leicht wie auch schwierig öffnen beziehungsweise knacken. Tipp: Der Preis alleine ist nicht ausschlaggebend. Glaubt man Testberichten, dann schneiden immer wieder Decathlon Fahrradschlösser oder Schlösser von Discountern wie Aldi und Lidl durchaus gut ab.

Das automatisierte Fahrradschloss

Der Trend geht auch in Sachen Sicherung des Rades in Richtung Automatisierung. Die cleveren automatischen Schlösser, die sich nach Anbringung wie von Zauberhand selbst schließen, halten einiges aus und sind der neue Trend bei Radlern, die viel unterwegs sind und ihre Räder des Öfteren auf öffentlichen Plätzen abstellen müssen.

Die neueren Modelle sind vollautomatisch und können sogar noch viel mehr: Im Zuge der Digitalisierung haben sich kluge Tüftler auch zur Sicherung der Räder so einiges einfallen lassen. Die smarten Schlösser lassen sich zum Beispiel anhand einer speziellen App bedienen. Via Bluetooth-Verbindung und Einstellung am Handy funktioniert das Schließen und Öffnen und Sichern der Schlösser. Dank eines integrierten Alarmsystems wird der Besitzer schon bei einer feinen Berührung und Bewegung des Rades via Handy informiert. Der Nachteil: Ist das Handy entladen, kann man das Rad zunächst nicht so einfach wieder vom Schloss befreien – will man aber mit einer solchen Sicherung jederzeit mit dem Rad zuverlässig und schnell von A nach B, sollte man zur Vorsicht immer eine Powerbank dabeihaben.

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