Im Ochsenzwinger sterben die Buchsbäume
Görlitz-Zgorzelec. Wenn ab dem 1. April 2011 die Görlitzer Zwingeranlagen wieder zum Spaziergang einladen, werden dem Besucher des Ochsenzwingers die teilweise großen Lücken im Pflanzenbestand der Ornamentbeete auffallen - das Ergebnis von konsequentem Rückschnitt, der seit dem Herbst 2010 durch die Gärtner des Städtischen Betriebshofes durchgeführt werden musste, weil die Buchsbaumhecken mit dem befürchteten Pilz Cylindrocladium buxicola, auch als Buchsbaum-Triebsterben bezeichnet, befallen sind. Dieser Befund wurde bei einer im Herbst 2010 entnommenen und untersuchten Pflanzenprobe durch das Labor des Pflanzenschutzamtes in Dresden erstmalig festgestellt.
Neuartige Krankheit bei Buchsbaumpflanzen
Das durch einen Pilz verursachte Triebsterben ist eine neuartige Krankheit bei Buchsbaumpflanzen, die erst seit dem jahr 2004 in Deutschland auftritt und sich inzwischen stark verbreitet hat.
Verhängnisvoll für die Beeteinfassung im Ochsenzwinger ist dabei, dass die Pflanzen einer Sorte angehören (Buxus sempervirens „Suffruticosa“), die zwar zur Gestaltung kleiner Hecken sehr gut geeignet ist, für die Erkrankung jedoch eine besondere Anfälligkeit zeigt.
Ob der Buchsbaum im Ochsenzwinger komplett befallen ist und wie eine Nachpflanzung der lückigen Bestände zukünftig erfolgen kann, will das Sachgebiet Stadtgrün der Görlitzer Stadtverwaltung gemeinsam mit Experten aus dem Pflanzenschutzamt in den folgenden Wochen ermitteln. Zu hoffen bleibt, dass nicht der gesamte Bestand - das sind mehr als 2.000 Pflanzen - betroffen ist. Wünschenswert ist auch, dass sich der für die Ausbreitung des Pilzbefalls günstige Witterungsverlauf des vergangenen Jahres nicht wiederholt.
Es bleibt also abzuwarten, ob sich der Buchsbaum-Bestand in der beliebten Grünanlage in den nächsten Wochen erholen kann.
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- Quelle: red | Foto: Stadtverwaltung Görlitz
- Erstellt am 29.03.2011 - 22:44Uhr | Zuletzt geändert am 30.05.2021 - 09:57Uhr
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