Görlitzer Gleichstellungsbeauftragte wieder im Rathaus / Kommentar
Görlitz. Seit kurzem ist Romy Wiesner, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Görlitz, wieder im Rathaus anzutreffen. Sie hatte ihre Elternzeit in Anspruch genommen. Im Jahr 2012 stehen neben Gremienarbeit und Beratungen zum Thema "Diskriminierung von Frauen und Männern" Impulse und die Organisation von Veranstaltungen zur Chancengleichheit von Frauen und Männern bzw. Mädchen und Jungen im Mittelpunkt ihrer Arbeit.
Ein kommunistischer Feiertag erobert die Welt
Aus Anlass des Internationalen Frauentages am 8. März soll die Ausstellung „Mehr Stolz, ihr Frauen!“ in der NeisseGalerie zu sehen sein. Im Zusammenhang damit steht der traditionelle Frauenbrunch am 10. März 2012 in der NeisseGalerie, zu dem alle Frauen herzlich eingeladen sind.
Kontakt!
Romy Wiesner, Gleichstellungsbeauftragte
Rathaus Görlitz, Untermarkt 6-8, Zimmer 400,
Tel. 03581 671370
eMail gleichstellung@goerlitz.de.
Beratungstermine sind nur nach terminlicher Absprache möglich.
Eine Lektion zum Thema Frauentag
Der "Internationale Frauentag" heißt seit dem Jahr 1977 korrekt "Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden", wobei in der Tradition der ehemaligen Ostblockstaaten "Frau" betont wird, die Sache mit Weltfrieden seltsamerweise aber eher unter den Tisch fällt.
Seine Wurzeln hat dieser Tag in den USA, wo er im Februar 1909 erstmals begangen wurde. In Europa gehört vor allem die deutsche Sozialistin Clara Zetkin zu den Vorkämpfern, die auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen einen Becshluss herbeiführten: "Im Einvernehmen mit den klassenbewussten politischen und gewerkschaftlichen Organisationen des Proletariats in ihrem Lande veranstalten die sozialistischen Frauen aller Länder jedes Jahr einen Frauentag, der in erster Linie der Agitation für das Frauenwahlrecht dient."
Seinen Durchbruch erlebte der "Internationale Frauentag" in Russland, wo im Jahr 1921 - also noch vor Gründung der Sowjetunion - der 8. März dafür fixiert wurde. An diesem Tag (nach dem im damaligen Russland gültigen julianischen Kalender der 23. Februar) streikten im Jahr 1917 in Sankt Petersburg die Arbeiter- und Soldatenfrauen und zum ersten Mal auch Bauernfrauen der armen Stadtviertel auf der Wyborger Seite. Sie lösten damit die Februarrevolution aus. Zu Ehren der Rolle der Frauen in der Revolution wurde auf der Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen 1921 in Moskau auf Vorschlag der bulgarischen Delegation der 8. März als internationaler Gedenktag eingeführt. Andere Quellen berichten, dass nach Aufforderung von Alexandra Kollontaj und anderen Vorkämpferinnen Lenin persönlich im Jahr 1921den 8. März zum "Internationalen Frauentag" erklärte.
Quelle und mehr: Wikipedia
Kommentar
Gleichberechtigung - Gleichstellung - Gleichverpflichtung: Gleichmacherei?
Anstelle das Zusammenwirken von Frauen und Männern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu befördern, werden die Damen wieder ins Separé geleitet: Frauenbrunch ist angesagt. Klar, mal unter sich sein, keiner stört. Das übertrifft den DDR-Frauentag, da durften die Männer wenigstens für diesen einen Tag den Kavalier proben (um sich für den Rest des Jahres mit beruhigtem Gewissen wieder in Küchen-, Windel- und Wischeimer-Abstinenz zu üben).
Geht es heute nicht viel mehr daraum, die Gleichberechtigung stärker in der Gesellschaft zu verankern? Bei gleichen Rechten die Gleichstellung im Sinne von Chancengleichheit und Akzeptanz zu stärken? Für beide Geschlechter, wohlgemerkt.
Gleich geht´s los,
Ihr Fritz R. Stänker
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- Quelle: red | Foto: Stadtverwaltung Görlitz
- Erstellt am 01.02.2012 - 07:48Uhr | Zuletzt geändert am 01.02.2012 - 08:42Uhr
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