Vom fliegenden Biergarten zu Görlitz

Vom fliegenden Biergarten zu GörlitzGörlitz-Zgorzelec. Der mit 15.000Euro dotierte Kreativpreis lässt die jüngste ‚Ab in die Mitte!’-Idee der Stadt Görlitz in greifbare Nähe rücken. Das Projekt entstand im diesjährigen Wettbewerb der Initiative, die sich die Belebung der Stadtzentren zum Ziel setzt. Stadtplanung, City-Management, Wirte und andere Mitstreiter hatten die Idee des fliegenden Biergartens entwickelt und grafisch gestaltet. Absicht ist es , Straßen und Plätze zu spontanen Treffpunkten werden zu lassen, an denen Gäste und Bewohner der Stadt zusammenrücken und zum Austausch angeregt werden. Der Biergarten soll auf diese Weise zum Prototyp unkomplizierter Gastlichkeit avancieren. Die Idee knüpft an die Tradition Görlitzer Ausflugslokale an, wie sie bis in die 1940er Jahre populär war. Der Leiter des Stadtplanungs- und Bauordnungsamtes Lutz Penske und Stadtplaner Friedemann Dreßler nahmen am 25. Oktober 2010 in Leipzig den Kreativpreis aus den Händen des Schirmherren des diesjährigen Wettbewerbs, des sächsischen Wirtschaftsministers Sven Morlok entgegen.

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Kreative Ideengeber suchen noch Anregungen

Kreative Ideengeber suchen noch Anregungen

Der Initiativkreis „Ab in die Mitte“ mit Vertretern der Städte Werdau, Annaberg-Buchholz, Görlitz, Augustusburg.

Ein fliegender Biergarten soll an geeigneten Wochenenden zwischen Mai und September unterschiedliche Standorte der Görlitzer Stadtmitte "anfliegen" und dort mit rund 200 Plätzen zum Verweilen einladen. Tische, Stühle, Schirme und die organisatorischen Voraussetzungen am Standort werden zur Verfügung gestellt.

Die Betreiber - bewerben können sich Gastronomen, Vereine und Bürgergemeinschaften - müssen lediglich die flotte und freundliche Bewirtung der hoffentlich zahlreichen Gäste sicherstellen. Mit einem Biergartenalarm wird der aktuelle Treffpunkt und "Landeplatz" des fliegenden Biergartens publik.

Die Startfolge der Betreiber wird ausgelost. Stadtfeste und kulturelle Veranstaltungshöhepunkte der Stadt werden im "Flugplan"’ berücksichtigt. Und auch kulturelle Überraschungen gehören zum Konzept der Biergartenkultur.

Details zum Projekt sollen im November 2010 veröffentlicht werden.

Allerdings werden noch Anregungen gesucht, diese sind unter dem Stichwort "Fliegender Biergarten" im Stadtplanungsamt per eMail an f.dressler@goerlitz.de willkommen.

Die Jury kommtentierte den an das Görlitzer Projekt "Pick, Nick und der fliegende Biergarten" vergebenen Sonderpreis für Kreativität so: "Görlitz punktet mit seinem kreativen Beitrag im „Ab in die Mitte!“-Wettbewerb 2010. Ausgangspunkt war die Lokalisierung eines Problems, das die Stadt mit vielen anderen in Sachsen teilt. Der unvoreingenommene Betrachter nimmt wunderbar sanierte Gebäude, vielfältige Angebote von Handel, Gastronomie und Kultur im Straßenbild ebenso wahr, wie die Tatsache, dass viel zu wenig Menschen viel zu wenig Zeit im öffentlichen Raum verbringen. Das wollen die Akteure der Stadt ändern. „Der fliegende Biergarten“ soll die Görlitzer und ihre Gäste animieren die urbane Qualität miteinander zu genießen. Nicht festgelegt auf einen Platz, offen für alle geeigneten Standorte, rücken verschiedene Stadträume und ihre Qualitäten ins Blickfeld. Mit Charme und guten Ideen werden Bürger und Besucher auf diese Plätze „gelockt“ und lernen so ihre Stadt neu kennen.“

„Ab in die Mitte!“ entstand 1999 als Public Private Partnership (PPP). Seit 2004 gibt es die City-Offensive auch in Sachsen. Die Stadt Görlitz beteiligt sich von Anfang an der Aktion und hat mehrfach Preise erlangt.

Bisherige Wettbewerbe:
2004: „Neue/ Alte Stadtidentitäten“
2005: „Gastgeber Stadt – Kommen, Sehen und Erleben“
2006: „Lebensgefühl Stadt – FreiZeitRaum“
2007: „FamilienLeben-InnenStadt"
2008: „Prima-Stadt-Klima"
2009: „Integration Stadt - statt Barrieren"
2010: „Treffpunkt Stadt – Leben und Verweilen“

Mehr:
http://www.abindiemitte-sachsen.de

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  • Quelle: red | Grafik: Andreas Neumann-Nochten, Görlitz
  • Erstellt am 26.10.2010 - 15:13Uhr | Zuletzt geändert am 26.10.2010 - 15:34Uhr
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