2. Frauenkonferenz

2. FrauenkonferenzGörlitz, 24. Februar 2010. Landkreis und Stadt Görlitz veranstalten gemeinsam im März 2010 die 2. Frauenkonferenz des Landkreises Görlitz. Thema soll die „Familienarbeit in Frauenvereinen“ sein. Mit der Frauenkonferenz sollen zwei wesentliche Fragestellungen verfolgt werden: Was können Frauenvereine innerhalb der Familienarbeit leisten? Wie können dabei junge Frauen für die Arbeit in Frauenvereinen begeistert werden?

Foto: Privat

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Zur Situation von Familien und Frauen im Landkreis Görlitz

Die Konferenz wird mit zwei Vorträgen über die Situationen von Familien und Frauen im Landkreis sowie mögliche Interessen junger Frauen eröffnet. Eine anschließende Podiumsdiskussion zu unterschiedlichen Blickwinkeln auf die Familienarbeit soll dazu anregen, über eigene Grenzen und Möglichkeiten in den Frauenvereinen nachzudenken und neue Perspektiven zu finden.

Ein „Markt der Möglichkeiten“ gibt wieder Gelegenheit zum Austausch und Kennenlernen der Frauenvereine und Initiativen im Landkreis Görlitz.

Hingehen!
Donnerstag, 18. März 2010, 14 bis 17 Uhr,
Großer Saal im Rathaus der Stadt Görlitz, Untermarkt 6-8.
Während der Veranstaltung ist die Betreuung von Kindern möglich.

Vorher anmelden!
Bitte melden Sie Ihre Teilnahme bis zum 11. März 2010 an
bei der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Görlitz,
eMail: gleichstellungsbeauftragte@kreis-gr.de, Telefon: 03581 - 6 63-9009
oder der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Görlitz,
eMail: gleichstellung@goerlitz.de, Telefon: 03581 - 6 71-370.


Konferenz-Programm:

14.00 Uhr Begrüßung
Ines Fabisch, Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Görlitz
Romy Wiesner, Gleichstellungsbeauftragte Große Kreisstadt Görlitz

14.15 Uhr Situation der Familien im Landkreis Görlitz
Martina Weber, 2. Beigeordnete und Leiterin des Dezernates Gesundheit und Soziales

14.45 Uhr Junge Mütter - Wie erreichen wir sie mit unseren Angeboten?
Simone Kruschwitz, LAG Mädchen und junge Frauen in Sachen e.V.

15.15 Uhr Zeit für Gespräche

15.45 Uhr Podiumsdiskussion, Fragen aus dem Publikum „Familienarbeit - ein Weg für Frauenvereine?“
Simone Kruschwitz, LAG Mädchen und junge Frauen in Sachen e.V.
Marlen Heinze, Sachgebietsleiterin Familienarbeit Landratsamt Görlitz
Christina Hartmann, Objektleitung Deutscher Demokratischer Frauenbund e.V. Görlitz
Steffen Blaschke, Projektleiter Familienbildung IBZ St. Marienthal
Romy Wiesner, Gleichstellungsbeauftragte Große Kreisstadt Görlitz
Christiane Lammert, Schwangeren- und Familienberaterin, Diakonie Löbau-Zittau

Moderation: Annette-Luise Birkner, Leiterin Jugendhilfebüro, CJD Jugenddorf Löbau

Die Konferenz wird organisiert vom Demokratischen Frauenbund, Beratungsstelle „Frau und Familie“ in Görlitz und gefördert von der: Landesdirektion Dresden, Gleichstellungsbeauftragte.



Kommentar:

Ob das mit der Gleichberechtigung, heute zutreffender Gleichstellung genannt, wirklich so gedacht war? Ging es nicht darum, eine männerdominierte Gesellschaft aufzubrechen, den Frauen besseren - gleichgestellten - Zugang zu Arbeit, Bildung, Politik und Gesellschaft zu verschaffen? Die Familie zu demokratisieren, weg vom patriarchalischen Familienoberhaupt?

Da scheint es absonderlich, wenn eine Frauenkonferenz und Frauenvereine die Familienarbeit intern diskutieren wollen und die Männer als ganz wesentlichen Familienbestandteil außen vor lassen.

Wieso eigentlich definieren sich Gleichstellungsbeauftragte noch immer vor allem als Frauenbeauftragte?

Wieso wird nicht auch die Kehrseite der Gleichberechtigung, nämlich die Gleichverpflichtung, diskutiert? Es ist ein alter Hut, dass Frauen weit weniger benachteiligt sind, als oft dargestellt, sondern einfach nur schlau genug, sich bestimmte Nachteile nicht anzutun. Beispiel Bildung: Frauen belegen besonders gern Studiengänge mit besonders schlechten Berufsaussichten wie Sozialwissenschaften und Altertumskunde - alles "nice-to know" und unterm Strich hat Frau immerhin studiert. Beispiel Arbeit: Ja, Frauen haben es schwerer, in der Karriereleiter aufzusteigen. Andererseits sind sie auch schlau genug, dem Stress, den sich Männer wegen ihres Selbstverständnisses als Verantwortungsträger antun, auszuweichen – ein wichtiger Grund dafür, dass sich in Führungspositionen anteilig weniger Frauen finden. Zudem ist erwiesen, dass Frauen im männlichen Umfeld zu beruflicher Höchstform auflaufen, eine reines Frauenkollektiv hingegen viel Energie, vorsichtig ausgedrückt, an anderer Stelle aufwendet. Beispiel Politik und Gesellschaft: Der Drang zu öffentlichen Selbstdarstellung und Machttrieb dürften der wahre Hintergrund so manchen Engagements sein - bei Frauen wie bei Männern. Und das ist ja auch gut so.

Wünschen wir also der Frauenkonferenz einen guten Verlauf
und mögen die Damen im Sinne der Dialektik bedenken,
dass Frauen nur deshalb definiert sind, weil es auch Männer gibt,

Ihr Fritz R. Stänker

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  • Quelle: red | Fritz Rudolph Stänker | Foto: privat
  • Erstellt am 24.02.2010 - 08:48Uhr | Zuletzt geändert am 21.06.2020 - 09:47Uhr
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