Europaschule werden!
Sachsen. Zur Förderung des Europagedankens verleiht das Sächsische Kultusministerium im nächsten Jahr das Gütesiegel "Europaschule in Sachsen". Schulen aller Schularten können sich ab sofort bis zum 1. Oktober 2009 für die Verleihung des Titels bewerben. Die Bewerbungen sind an die jeweils zuständige Regionalstelle der Sächsischen Bildungsagentur zu richten. Zur Europawoche im Mai 2010 wird dann der Namenszusatz "Europaschule in Sachsen" zum ersten Mal an die Schulen verliehen.
Schulen als Multiplikatoren des Europagedankens
"Unsere sächsischen Schulen leisten einen wichtigen Beitrag zur weltoffenen Erziehung der jungen Menschen und zum weiteren Zusammenwachsen Europas. Die jetzt geplante Auszeichnung soll diese Arbeit besonders würdigen und zugleich andere Schulen motivieren", erklärte Kultusminister Roland Wöller das Anliegen. Das Gütesiegel wird für einen Zeitraum von fünf Jahre verliehen. Ab 2010 werden dann in jedem Jahr Schulen mit besonderem europäischen Engagement als Europaschulen ausgezeichnet. "Mit dem Titel werden die sächsischen Schüler und Lehrer zu Botschaftern des europäischen Gedankens", so Wöller. Die Schulen erhalten eine Urkunde und können die Bezeichnung "Europaschule in Sachsen" auf ihrem Briefpapier verwenden.
Europaschulen sollen aktive und dauerhafte Partnerschaften mit Schulen, Ausbildungsunternehmen oder anderen Partnern im europäischen Ausland schließen. "Die Idee von einem vereinten Europa wird so lebendig", betonte der Minister.
Um Europaschule werden zu können, müssen besondere Qualitätskriterien eingehalten werden. Voraussetzung sind neben den europäischen Partnerschaften auch die intensive Förderung von Sprachkompetenzen der Schüler und insbesondere die Einbeziehung europäischer Themen in den Unterricht. Dies kann durch Projekttage und -wochen geschehen, aber auch durch außerunterrichtliche Angebote zu europarelevanten Themen. Angebote müssen aus verschiedenen Sprachräumen Europas vorliegen. Die Schulen, die sich für das Gütesiegel bewerben, sollten zudem als Multiplikator für die Vermittlung des Europagedankens in ihrer Region wirken und die Teilnahme ihrer Schüler an Wettbewerben zu europäischen Themen fördern. Außerdem ist die Professionalisierung des Lehrerpersonals durch Fortbildungen in europarelevanten Bereichen und durch sprachliche Qualifizierung ein wichtiger Bestandteil von Europaschulen.
Mehr:
http://www.sachsen-macht-schule.de
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- Quelle: /red
- Erstellt am 01.06.2009 - 14:26Uhr | Zuletzt geändert am 01.06.2009 - 14:26Uhr
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