Findlingspark Nochten und Staatspreis für Baukultur

Nochten / Wochozy | Dresden. Zur Verleihung des Sächsischen Staatspreises für Baukultur 2008 wurde am 19. November 2008 in Dresden u.a. der Wettbewerbsbeitrag „Lausitzer Findlingspark Nochten“ mit einer „besonderen Erwähnung“ ausgezeichnet.

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Die Wandlung von Schlema ist Gewinner

Verliehen wurde der Staatspreis im Rahmen der Eröffnung der Messe „denkmal 2008“.

Gewinner des Baukultur-Staatspreises ist der Wettbewerbsbeitrag „Vom `Tal des Todes` zum Kurbad“. Eindrucksvoll wird die Entwicklung der vom Uranbergbau geprägten Gemeinde Schlema hin zu einem Kurort dargestellt. In den letzten 17 Jahren hat sich die Gemeinde Schlema stark verändert. Der Wandel vom Bergbauort zum Kurort ist herausragend gelungen. Durch das gemeinsame Wirken des Sanierungsträgers, dem Bundesunternehmen Wismut GmbH, und der Gemeinde Schlema konnten viele Projekte kurortbezogen saniert und umgesetzt werden.
Am 29. Oktober 2004 wurde Schlema der Titel „Staatlich anerkanntes Radonheilbad“ verliehen und damit die höchste Prädikatisierungsform im deutschen Heilbäderwesen. Heute ist Bad Schlema eines der jüngsten und zugleich modernsten Radonheilbäder im deutschsprachigen Raum mit einem sehr bewegten und einzigartigen Entwicklungsweg.

Die Wettbewerbsbeiträge „Lausitzer Findlingspark Nochten“, „Umsetzung und denkmalgerechte Sanierung der Emmaus-Kirche“ und „Umnutzung des alten Fördermaschinenhauses der Schachtanlage `Reiche Zeche` Freiberg zu einem touristischen Besichtigungsschwerpunkt in Freiberg“ werden mit einer „besonderen Erwähnung“ ausgezeichnet. Die drei Wettbewerbsbeiträge sind ganz unterschiedlicher Art und dokumentieren die Vielfalt gelungener Bau-, Sanierungs- und Wiedernutzbarmachungsprojekte im Bereich Berg-Bau-Kultur.

Das Thema des diesjährigen Sächsischen Staatspreises für Baukultur wurde gemeinsam durch das Sächsische Staatsministerium des Innern und das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit vorgeschlagen und lautete „Berg - Bau - Kultur, Zukunft aus Tradition“.

Auf die Ausschreibung zum Sächsischen Staatspreis für Baukultur 2008 konnten Beiträge eingereicht werden, deren Fertigstellung des Bau- oder Sanierungsobjektes bzw. der Beginn der Wiedernutzbarmachung der Tagesanlagen und Tagebaue nicht vor dem Jahresbeginn 1980 lagen und deren Nutzung zum Zeitpunkt der Bewerbung zumindest in Teilen erfolgt war.

Der Sächsische Staatspreis für Baukultur wird seit 2003 verliehen. Ziel der Preisverleihung ist es, durch staatliche Anerkennung besonders gelungene Vorhaben auszuzeichnen, alle am Baugeschehen Beteiligten, also Bauherr, Planer und Bauunternehmen, zur Nachahmung zu motivieren und damit die sächsische Planungs- und Baukultur insgesamt zu fördern und die Öffentlichkeit für Fragen der Baukultur zu sensibilisieren.

Der Sächsische Staatspreis für Baukultur muss dabei dem umfassenden baukulturellen Ansatz gerecht werden. Baukultur umfasst Ingenieurbauleistungen, Stadt- und Regionalplanung, Landschaftsarchitektur sowie Kunst im öffentlichen Raum gleichermaßen. Der Begriff Baukultur bezieht sich nicht nur auf Gebäude, sondern auf die gesamte gebaute Umwelt.

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  • Quelle: /red
  • Erstellt am 20.11.2008 - 12:17Uhr | Zuletzt geändert am 20.11.2008 - 12:17Uhr
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