Für Gedenkort gegen Vertreibung in Görlitz-Zgorzelec
Berlin | Görlitz-Zgorzelec. Der Görlitzer Oberbürgermeister Joachim Paulick stellte gestern Politikern und Wissenschaftlern anlässlich der Konferenz „Strategien der Geschichtspolitik in Europa (seit 1989)“ die deutsch-polnische Initiative zur Einrichtung eines Forschungs- und Erinnerungsortes zu Flucht, Zwangsaussiedlung und Vertreibung in der Europastadt Görlitz-Zgorzelec vor. Er wirbt damit auf dieser hochkarätig besetzten internationalen Tagung für die Initiative „Gemeinsames Erinnern“.
Initiative auf Berliner Konferenz vorgestellt
Die deutsch-polnische Doppelstadt setzt sich für eine länderübergreifende Aufarbeitung der Thematik ein. Mit der Unterstützung von Politikern und Wissenschaftlern aus Deutschland und Polen strebt die Neiße-Stadt eine Einbeziehung in die Planungen für ein europäisch ausgerichtetes Forschungs-, Dokumentations- und Ausstellungszentrum an. Oberbürgermeister Paulick und Lutz Thielemann, Geschäftsführer der Europastadt Görlitz/Zgorzelec GmbH, nahmen an der Konferenz teil, um die Initiative „Gemeinsames Erinnern“ als deutsch-polnisches Projekt vorzustellen.
Auf der Konferenz, die von den Osteuropa-Instituten mehrerer Universitäten und den Botschaften Frankreichs und Polens ausgerichtet wird, diskutieren Politiker und Historiker aus Deutschland, Polen und Frankreich Perspektiven der Geschichtspolitik. Einen wichtigen Beitrag zu einer europäischen Erinnerungskultur könne die Initiative „Gemeinsames Erinnern“ leisten, so Paulick in seiner Ansprache an die knapp 200 Teilnehmer. Der Oberbürgermeister überreichte dem polnischen Kulturminister Kazimierz Michaeł Ujazdowski und Professorin Gesine Schwan, Koordinatorin für die deutsch-polnische Zusammenarbeit, das Memorandum der Initiative.
Auch der polnische Botschafter Marek Prawda nahm an der Konferenz teil und erhielt die Unterlagen aus Paulicks Händen. Er zeigte sich sehr interessiert und sagte zu, Görlitz-Zgorzelec zu besuchen, um die Europastadt und die Initiative „Gemeinsames Erinnern“ kennen zu lernen.
Die Europastadt Görlitz/Zgorzelec hat in den vergangenen Wochen eine deutsch-polnische Initiative zur Einrichtung eines Forschungs-, Erinnerungs- und Dokumentationszentrums zu Flucht, Vertreibung und erzwungener Aussiedlung in Görlitz-Zgorzelec gestartet und wirbt unter der Bezeichnung „Gemeinsames Erinnern“ in beiden Staaten für eine transnationale, grenzüberschreitende Bearbeitung dieser Thematik. Prominente Politiker und renommierte Wissenschaftler aus beiden Ländern haben sich in der Vergangenheit bereits für den Standort Görlitz-Zgorzelec ausgesprochen und auf die Signalwirkung dieser Wahl hingewiesen.
Der Görlitzer Anzeiger berichtete:
03.11.2007
http://www.regional-magazin.de/goerlitz/gesellschaft/1949_euunterstuetzung-fuer-gedenkort-gegen-vertreibung-in-goerlitzzgorzelec.html
25.10.2007
http://www.regional-magazin.de/goerlitz/gesellschaft/1926_gemeinsames-erinnern-in-der-europastadt-goerlitzzgorzelec.html
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- Quelle: /red
- Erstellt am 10.11.2007 - 06:34Uhr | Zuletzt geändert am 10.11.2007 - 06:43Uhr
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