Auf den Hund gekommen

Auf den Hund gekommenGörlitz, 23. Dezember 2020. Ist eigentlich das Verhältnis von Hundehaltern zu ihrem Tier oder ihren Tieren erforscht? Und wenn ja, ausreichend? Es ist ja nicht so, dass sich nur der Hund an Herrchen oder Frauchen gewöhnt, auch der Mensch stellt sich auf seinen vierbeinigen – in Görlitz gelegentlich auch dreibeinigen – Freund ein.

Ein zufälliger Schnappschuss: Auf der Brüderstraße in Görlitz – im Bild vorn links – tatsächlich der sagenhafte dreibeinige Hund

Archivbild: © Görlitzer Anzeiger

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Weshalb für viele ein Leben ohne Hund nicht einmal denkbar ist

Weshalb für viele ein Leben ohne Hund nicht einmal denkbar ist

Seitdem Rudi Rabauke im Görlitzer Anzeiger von der kommenden Kohlendioxid-Abgabe erfahren hat, sammelt er fleißig Brennholz. Braver Hund!

Foto: © BeierMedia.de

Rudi Rabauke, seit einem reichlichen Jahr Redaktionshund beim Görlitzer Anzeiger, ist so ein Fall. Er hat eine Eigenschaft, die jeden Reporter – und übrigens auch Verkäufer – auszeichnet, nämlich Biss. So, wie sich ein Reporter an einem Thema festbeißt, macht Rudi das mit den Hosenbeinen bestimmter Leute. Er hat ein verdammt gutes Gespür dafür, wem er diese Aufmerksamkeit und dieses Engagement widmet und für die Redaktion ist das immer wieder ein zuverlässiger Indikator, mit wes Geistes Kind man es zu tun hat.

Das ist ja das Schöne an Tieren: Sie verstellen sich nicht, sie sind in ihrem Verhalten immer ehrlich. So gesehen sind Sprichworte wie “Das ist ein falscher Hund!” oder “Du kalter Hund!” wohl kaum zutreffend. Vielleicht ist ja gerade diese Ehrlichkeit der Tiere das, was Menschen an ihnen schätzen. Sie sind nicht heimtückisch, lügen nicht, verfolgen keine insgeheimen Absichten – diese Palette an Verhaltensweisen ist vor allem dem Menschen vorbehalten.

Und dennoch ist das Verhältnis des Menschen zum Hund ein anderes als zu jedem anderen Tier. Der Bauer etwa liebt seine Tiere auch – bevor er sie schlachtet oder zur Schlachtung gibt. Beim Spaziergang freut sich die Familie über das Kälbchen auf der Wiese, bevor sie im Wirtshaus ausgerechnet den Kalbfleischbraten ordert. Für die meisten Hundebesitzer wäre dies undenkbar, ihr Verhältnis zu Tieren ist ganz anders geprägt. Sie sind im Alltag so sehr auf den Hund eingespielt, dass ihnen ohne den schwanzwedelnden Vierbeiner etwas fehlen würde.

Natürlich gibt es ganz unterschiedliche Motive dafür, einen Hund anzuschaffen. Die einen brauchen den tagtäglichen Mitbewohner, für den sie da sein können, andere fühlen sich mit Hund einfach sicherer und wieder andere brauchen den Wach- oder Herdenschutzhund, von Diensthunden ganz zu schweigen. Redaktionshund Rudi ist zu seinem Redakteursrudel gekommen, um mit seinem Gassidrang für Bewegung zu sorgen und auf diese Weise täglich mehrfach den Kreislauf der redaktionellen Schreibtischtäter anzukurbeln.

Je wertvoller das Tier ist, etwa durch seine Rasse oder seine Ausbildung, vor allem aber wegen seiner engen Bindung zum Menschen, umso mehr steigt die Sorge um sein Wohlergehen, für das schließlich der Mensch verantwortlich ist. Zuweilen treibt das freilich Blüten und man darf fragen, ob die Vermenschlichung, die manche Hundehalter treiben, noch mit artgerechter Haltung zu tun hat. Dennoch: Für viele Hundebesitzer ist es ganz selbstverständlich, ihrem Tier alles zu gewähren, was sonst nur für Menschen üblich ist. So wird etwa mit der Hundekrankenversicherung bei Anivigo dafür gesorgt, dass für das Tier die mögliche tierärztliche Hilfe bei Krankheit oder Unfall nicht an den Kosten scheitert.

So wie Rudi Rabauke gestrickt ist, braucht man sich um die artgerechte Haltung jedoch keine Sorgen zu machen: Er sorgt selbst dafür und hält die Menschen auf Trab. Und das ist auch gut so.

Tipp!
Immer aktuell auf markersdorf.de: Tierärztlicher Bereitschaftsdienst in der Region Görlitz.

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  • Quelle: red | Fotos: © Görlitzer Anzeiger / © BeierMedia.de
  • Erstellt am 23.12.2020 - 09:35Uhr | Zuletzt geändert am 03.01.2021 - 21:51Uhr
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