Heimat: HEYMAT - Was ist das?

Heimat: HEYMAT - Was ist das?Schwarzenberg, 25. Mai 2020. Im Jahr 2020 hat sich nicht nur das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal gejährt, sondern auch die Geschichte der vom 12. Mai bis zum 26. Juni 1945 unbesetzten Zone auf dem Gebiet der damaligen Amtshauptmannschaft Schwarzenberg. Sie lieferte dem Schriftsteller Stefan Heym den Hintergrund für seinen Roman "Schwarzenberg" und einer Künstlergruppe des KunstZONE e.V. den Nährboden für die Legende von der Freien Republik Schwarzenberg.

Wo ist man zu Hause, wo man seinen Hut hinhängt? Wo man mit den Menschen eins ist? Kann eine Kultur Heimat sein, bietet eine Religion Heimat? Das Schulprojekt "HEYMAT – Was ist das?" will Jugendlichen auf der Suche nach Antworten helfen.

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Schulprojekt will für Heimatbegriff sensibilisieren

Schulprojekt will für Heimatbegriff sensibilisieren

Hat Heimat mit Landschaft zu tun? Wo grenzt sich Heimat zur Volkstümelei ab? Für viele ist Heimat ein Feld zwischen Liebe und Hass.

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Doch nicht nur der Jahrestag ist den Künstlern Anlass, noch einmal auf ihr für Jugendliche und Schulen konzipiertes Projekt "HEYMAT - Was ist das?" aufmerksam zu machen. "Gegenwärtig weist unsere Gesellschaft an mehreren Stellen tiefe Risse auf. Die Diskussion über Heimat über traditionelle Sichten hinaus – eben als HEYMAT – ist eine Möglichkeit auch für Jugendliche, sich selbst zu vergewissern", heißt es in einer heute an die allgemeinbildenden Schulen in Sachsen verschickten Mitteilung.

Das HEYMAT-Projekt

Im Jahr 2017 hatte die Stadt Chemnitz Projekt das "HEYMAT – Was ist das?" mit dem Stefan-Heym-Förderpreis ausgezeichnet.

Dieses Projekt einer Künstlergruppe des KunstZONE e.V. aus Schwarzenberg im Erzgebirge richtet sich ganz besonders an Schüler und junge Leute, die nach Heimat für ihre ganz eigene Entdeckung der Welt suchen. Vermittelt werden soll Heimat in ihrem Wert und ihrer Widersprüchlichkeit.

Zugleich soll dem Missbrauch des Heimatbegriffes durch politische Rattenfänger vorgebeugt werden. Dafür bietet das Leben des Schriftstellers Stefan Heym, der aus Nazideutschland flüchten musste und als Soldat der US-Army zurückkam, Orientierung.

Die Online Präsentation des Projektes stefan-heym-heymat.de vermittelt neben einer Einführung
    • Stefan Heym: Schriftsteller – Soldat – politischer Mensch,
    • Quellen und Texte zu HEYMAT, Flucht und Migration,
    • Stefan Heym: Spuren der HEYMAT s o w i e
    • HEYMAT: Videos und Arbeitsblätter.

Bei den Videos handelt es sich um Interviews zum Thema Heimat mit Migranten aus Afghanistan und Indien, dem Irak und Somailia, einem nach 1945 Vertriebenen aus Osterreichisch-Schlesien, mit einer Migranten betreuenden Schulleiterin aus Schwarzenberg, einem Holzkünstler aus Zentendorf (Turisede/Kulturinsel Einsiedel) bei Görlitz, einer Spätaussiedlerin aus Russland und einem Kulturmanager aus dem Erzgebirge. Sie alle berichten über ihren Heimatbegriff und was ihnen Heimat bedeutet.

Bei den Quellen und Texten zu HEYMAT, Flucht und Migration findet sich die Oberlausitzer Landtagsabgeordnete Franziska Schubert ebenso wieder wie der Bundesinnen- und Heimatminister Horst Seehofer, die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali, das Ministerium für Staatssicherheit, Berichte aus Görlitz und anderes mehr.

Ein Angebot für die Schulen in Sachsen und in aller Welt

Alle Inhalte der Website und die zum Download bereitgestellten Arbeitsmaterialien dürfen kostenfrei im Unterricht eingesetzt werden. Interessant ist das vor allem für Lehrerinnen und Lehrer in den Bereichen Deutschunterricht, Gemeinsschaftskunde und Sozialkunde.

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  • Quelle: TEB | Fotos: © BeierMedia.de
  • Erstellt am 25.05.2020 - 06:43Uhr | Zuletzt geändert am 25.05.2020 - 07:39Uhr
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