Das Bonehaus lebt weiter

Görlitz, 10. Oktober 2016. Der Görlitzer Dichter Steeven Fabian Bonig, genannt Bone, lächelt. "Kein aus fürs Bonehaus!" wäre doch eine gute Schlagzeile, meint er. In der Tat, zwei Drittel des sogenannten Bonehauses auf dem Obermarkt 26 bleiben bestehen: sein Geist und seine Seele. Und physisch? Schon entsteht ein neues alternatives Haus am Görlitzer Obermarkt, noch nur der örtlichen Szene bekannt.

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Das Lied von der kalten Stadt

Bonig ist etwas verwundert über die Strategie des Vermieters des Hauses Obermarkt 26. Nach seiner fristgerechten Kündigung habe er von diesem eine "fristlose" Kündigung erhalten. Nun sei ihm ein mehrseitiges Vertragswerk zugegangen, in dem er auch noch auf alle Schadenersatzansprüche gegenüber dem Vermieter verzichten solle.

Erst dadurch ist Bonig deutlich geworden, was seit vorigem Jahr geschehen ist. Immer wieder seien Kunstobjekte im Haus regelrecht zerstört worden, jeweils gefolgt von der Aufforderung, auszuziehen. Jetzt hat der Dichter einmal zusammengezählt und bringt es auf vernichtete 92 Kunstinstallationen - ein enormer materieller Schaden. Deshalb nun die Aufforderung, auf Schadensersatzforderungen zu verzichten? Immerhin könnten die höher sein als der Wert des Hauses an sich.

Doch Steeven Fabian Bonig hält es so, wie es Klaus Hoffmann in Georgia besingt, diesem Lied von der alten Stadt, den Frauen und den neuen Ideen. Und die hat Bonig auf jeden Fall.

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  • Quelle: TEB | Fotos: © Görlitzer Anzeiger
  • Erstellt am 10.10.2016 - 08:33Uhr | Zuletzt geändert am 12.10.2016 - 13:46Uhr
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